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Wirtschaft trifft Wissenschaft

Drei Industrie- und Handelskammern und die Internationale Bodensee-Hochschule starten Werbeoffensive in Sachen Wissens- und Technologietransfer

Engagieren sich im Team regions- und länderübergreifend für Wissenstransfer (von links): Thomas Wolf (IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg), Professor Dr. Peter Jany (IHK Boden-see-Oberschwaben), Dr. Kai Handel (Internationale Bodensee-Hochschule), Professor Dr. Clau-dius Marx (IHK Hochrhein-Bodensee) und Moritz Schuchardt (Werbe- und Marketingagentur Red Monkeys GmbH). Bild: IHK/Derek Schuh

Engagieren sich im Team regions- und länderübergreifend für Wissenstransfer (von links): Thomas Wolf (IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg), Professor Dr. Peter Jany (IHK Boden-see-Oberschwaben), Dr. Kai Handel (Internationale Bodensee-Hochschule), Professor Dr. Clau-dius Marx (IHK Hochrhein-Bodensee) und Moritz Schuchardt (Werbe- und Marketingagentur Red Monkeys GmbH). Bild: IHK/Derek Schuh

Weingarten/Kreuzlingen - „Wir haben Wege gesucht, Wissenstransfer über die Grenzen hinweg zu realisieren, und haben diese auch gefunden”, sagte Professor Dr. Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK), bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im schweizerischen Kreuzlingen. Vorgestellt wurde eine gemeinsame Offensive der IHKs Bodensee-Oberschwaben, Hochrhein-Bodensee und Schwarzwald-Baar-Heuberg in Kooperation mit der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH) zum Thema Wissens- und Technologietransfer für den Bodenseeraum. Durch die gemeinsame Initiative „Team Wissenstransfer” soll der Kontakt zwischen Betrieben und Hochschulen rund um den Bodensee noch einfacher und effektiver werden. „Wir haben alle das Ziel, zusammen Zukunft zu schaffen”, so Jany. Weit mehr als 100 Projektanfragen im Jahr, in denen Betriebe mit Hochschulen kooperieren, könnten so künftig realisiert werden. Eine schnelle Vermittlung zwischen den Projektpartnern innerhalb weniger Wochen werde dabei durch das „Team Wissenstransfer” garantiert, so Jany. Praxisnah und unbürokratisch: Die Betriebe können sich unter www.team-wissenstransfer.com einen regionalen Ansprechpartner aussuchen, der die Anfrage begleitet. Außerdem kann dort ein Anfrageformular ausgefüllt und an die IBH gesendet werden.

Seit vielen Jahren unterstützen die IHKs regionale Unternehmen bei der Suche nach Forschungs- und Entwicklungspartnern. Über den Hochschulverbund IBH würden 30 Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit rund 3000 Professoren und 100.000 Studierenden erreicht, berichtete IBH-Vorstandsmitglied und Präsident der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Konstanz, Dr. Kai Handel. Seit etwa einem halben Jahr gingen regelmäßig Kooperationsanfragen von IHK-Mitgliedsunternehmen bei der Internationalen Bodensee-Hochschule ein. „Wir sind in der Lage, Anfragen von kleinen und mittelständischen Unternehmen schnell an die richtige Stelle zu vermitteln”, so Handel. Durch kurze Wege und effektive Prozessverknüpfungen empfehle sich das „Team Wissenstransfer” als kompetente Anlaufstelle. Mehr Infos

Hochschulen, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zum Demographischen Wandel

IBH-Ideenfindungsworkshop, 8. November 2012, Vaduz

Forschende aus 30 Hochschulen suchen gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Politikern, Studierenden und interessierten Privatpersonen nach regionalem Potenzial für gemeinsame Forschungs- und Kooperationsprojekte zum Thema „Demographischer Wandel”.

Im Rahmen eines Ideenworkshops der Internationalen Bodensee-Hochschule IBH unter Leitung der Arbeitsgemeinschaft Wissens- und Technologietransfer der IBH, suchen verschiedene Arbeitsgruppen* nach neuen Denkanstössen und bündeln unterschiedliche Meinungen und Vorschläge zu möglichen Lösungsansätzen für die Zukunft. Die Hochschulen forschen bereits zum Thema, möchten aber auch Impulse aus Wirtschaft und Gesellschaft miteinbinden.

Vertiefen Sie sich mit unseren Arbeitsgruppen in folgende Themen:

  • Gesundheit & Performanz
  • Gesellschaftsordnung & Wohlstand
  • Arbeit & Produktivität
  • Ausbildung & Lernen
  • Unterkunft, urbane und ländliche Entwicklung, Mobilität

6. Bodensee-Hochschulkonferenz in Vaduz: Fortsetzung des Erfolgsmodells IBH

Unter dem Vorsitz von Regierungsrat Hugo Quaderer hat die 6. Bodensee-Hochschul-konferenz am Donnerstag, 8. November 2012, in Vaduz eine neue Leistungsvereinbarung für die Internationale Bodensee-Hochschule (IBH) beschlossen. Damit kann der Hochschulverbund seine Arbeit über das Jahr 2013 hinaus bis mindestens 2017 fortsetzen. Die bisherigen Ziele aus der Periode 2009 bis 2013 werden bestätigt und erweitert. Mehr Infos

Abschlusspräsentation “Pumpensysteme” mit den Firmen Allweiler und Weishaupt

Weingarten/Radolfzell – Die Hochschulen im Bodenseeraum arbeiten im Rahmen der Internationalen Bodenseehochschule (IBH) immer enger zusammen – so auch die Hochschule Ravensburg-Weingarten und die schweizerische Hochschule für Technik Rapperswil. Sie widmeten sich in den vergangenen drei Jahren mit dem Projekt „Pumpensysteme“ einer „spannenden Aufgabe in industriellem Kontext“, berichtete Prof. Dr. Ralf Stetter von der Hochschule Ravensburg-Weingarten. In enger Kooperation mit der Firma Allweiler GmbH in Radolfzell, einem weltweit führenden Anbieter intelligenter Pumpensysteme, und der Unternehmensgruppe Weishaupt, einem Experten für Brenner, Heizsysteme, Solartechnik, Wärmepumpen und Gebäudeautomation, erarbeiten sie Ansätze und Lösungen zur Anwendung und Optimierung intelligenter Verfahren bei Pumpensystemen. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der beiden Hochschulen, Domenico Leonardo (Hochschule Rapperswil) und Anna Dabrowska (Hochschule Ravensburg-Weingarten), stellten jetzt an einer Prototypanlage bei Allweiler in Radolfzell die Ergebnisse des Pumpen-Projekts „Anwendung von fortgeschrittenen Regelungs- und Diagnoseverfahren bei Pumpensystemen“ vor. Das präsentierte Projekt sei Teil der Schwerpunktförderung „Energie - Umwelt - Mobilität“, welche die IBH mit Fördergeldern der EU und des Schweizer Bundes „Interreg: Alpenrhein – Bodensee – Hochrhein“ gesetzt habe, berichtete Stetter. Durch den engen Bezug zur Region Bodensee hätten zudem Mittel der Ostschweizer Kantone, des Kantons Zürich und aus dem Fürstentum Liechtenstein grenzüberschreitend in die nachhaltige Regionalentwicklung investiert werden können. Mehr Infos