IBK diskutiert “Internationale Bodensee Hochschule”
LH Sausgruber: Mehr Chancen für junge Menschen durch Kooperation der Länder
Bregenz (VLK) - Was ist die “Internationale Bodensee Hochschule”? Warum eine Bodensee Hochschule? Was läuft bereits? Wie geht es weiter? Das sind Themen beim IBK-Symposium “Internationale Bodensee Hochschule”, das von IBK-Vorsitzenden Landeshauptmann Herbert Sausgruber am Montag, 5. Juni 2000, um 11.00 Uhr, im Landhaus in Bregenz eröffnet wird.
Gleich im Anschluss an die Eröffnung und Begrüßung wird Peter Wieser (Erziehungsdepartement St. Gallen) eine Einführung in den gegenwärtigen Stand der Entwicklung und Beschlusslage der IBK geben (11.15 Uhr). In einem weiteren Programmpunkt stellen Fachreferenten aus St. Gallen, Konstanz, Rorschach, Dornbirn, Liechtenstein und Kempten grenzüberschreitende Studiengängen vor, Moderator ist Stephan Prehn, Geschäftsführer der IBH-Geschäftsstelle in Konstanz (11.30 Uhr). Beim anschließenden Stehempfang (12.15 Uhr) haben Referenten und Teilnehmer die Gelegenheit, sich im persönlichen Gespräch besser kennenzulernen und Informationen auszutauschen. Um 13.30 Uhr diskutieren im Plenum unter der Leitung von Peter Stahlberger (Neue Zürcher Zeitung) Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Regierungsrat Hans Ulrich Stöckling (St. Gallen), Professor Olaf Harder (FH Konstanz) und Professor Hans Weder (Universität Zürich).
Ziel des Symposiums ist es, über die geplante Zusammenarbeit der Hochschulen im Bodenseeraum und über bereits bestehende grenzüberschreitende Studiengänge zu informieren. Das Symposium dient im Wesentlichen auch dazu, Lösungen für die noch offenen Fragen des Zuganges zu den Studiengängen, der Studiengebühren und der Anerkennung von Studienleistungen und -abschlüssen zu finden.
IBK-Vorsitzender Landeshauptmann Herbert Sausgruber: “Die Kooperation über die Ländergrenzen hinweg soll für jüngere Menschen bessere Chancen eröffnen.” Für Sausgruber kann das Ziel einer wettbewerbsfähigen Bodenseeregion nur erreicht werden, wenn ein hohes Ausbildungs- und Qualifizierungsniveau in der Region gegeben ist. Am Symposium sollen deshalb die Möglichkeiten für weitere Kooperationen ausgelotet werden.
Netzwerk “Internationale Bodensee Hochschule” knüpfen
Die Internationale Bodensee-Konferenz IBK, die Konferenz der Bodenseeanrainer-Länder und -Kantone, hat ihre Kommission “Bildung, Wissenschaft und Forschung” beauftragt, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unter den Hochschulen des Bodenseeraums zu entwickeln. Dabei kooperieren gegenwärtig einzelne Hochschulen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz durch bilaterale Vereinbarungen miteinander, um den Studierenden über ihre eigenen Angebote hinaus grenzüberschreitende Studiengänge zugänglich machen zu können und ihnen damit gemeinsam einen in diesen Ländern anerkannten Abschluss zu geben.
Am 1. September 1999 wurde in den Räumen der FH Konstanz eine Geschäftsstelle eingerichtet, deren Aufgabe es ist, das Netzwerk “Internationale Bodensee Hochschule” immer enger zu knüpfen und es den interessierten Zielgruppen nahe zu bringen.
Erste konkrete Schritte sind gesetzt
Konkrete Schritte in den Ländern sind bereits gesetzt, seit dem Wintersemester 1999/2000 laufen die ersten kooperativen Studiengänge:
-Die Fachhochschulen St. Gallen und Konstanz sind Partner bei dem Master-Aufbaustudiengang “Mechatronik”, es kann nun im Vollzeitstudium oder berufsbegleitend der Titel eines “Master of Science (Mechatronics)” erworben werden.
-Der Studiengang “Mechanical Engineering and International Sales Management” ist eine Kooperation der Fachhochschulen Dornbirn, Furtwangen, Ravensburg-Weingarten und Konstanz. Dank ihrer Zusammenarbeit können diese vier Fachhochschulen ihren Studenten einen völlig neuen Master-Aufbaustudiengang bieten.
-Großen Zuspruch findet auch der Studiengang “Information Engineering”, den die “Wirtschaftsinformatik” der Universitäten Zürich und Konstanz in Kooperation eingerichtet haben. Es sind hier schon über siebzig Studierende eingeschrieben. Mit dem laufenden Wintersemester ist das Projekt in den genannten Studiengängen gestartet, weitere werden nach Abschluss der Genehmigungsverfahren folgen. Schon jetzt studieren annähernd hundert Studenten in den gemeinsamen Studiengängen der Universitäten und Fachhochschulen.


