DenkRaumBodensee

DenkRaumBodensee ist ein unabhängiger wissenschaftlicher Think Tank, der in einer gesamthaften und interdisziplinären Sichtweise Impulse für die zukunftsfähige wirtschaftliche, räumliche, gesellschaftliche und politische Entwicklung der Bodenseeregion setzt. DenkRaumBodensee gibt Denkanstösse, fördert den öffentlichen Diskurs zu relevanten Themen der zukünftigen Entwicklung der Bodenseeregion und zeigt konkreten Handlungsbedarf auf. Er verbindet dabei Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft über Grenzen hinweg und leistet so einen Beitrag zum Wissensraum Bodensee. Der Erfolg des DenkRaums bemisst sich daran, inwieweit die gegebenen Impulse aufgenommen, weiter bearbeitet und von Entscheidungsträgern nutzbar gemacht werden.

Die Aktivitäten fokussieren sich auf grenzüberschreitende Institutionen wie die IBK (Internationale Bodensee-Konferenz), auf regionale Institutionen, die eine aktive Rolle in der Entwicklung der Bodenseeregion spielen (z.B. Städte und Gemeinden, Industrie- und Handelskammern, Hochschulen, Tourismusorganisationen) und natürlich auch auf einzelne Akteure, die in diesem Bereich aktiv sind (z.B. Politiker/-innen, Unternehmer/-innen, Forschende). Die Aktivitäten gliedern sich in vier Module:

  1. Wissensbedarfsanalyse: In einem ersten Schritt werden Themen identifiziert, die für die zukünftige Entwicklung der Bodenseeregion von besonderem Interesse sind. Zur Identifizierung der relevanten Themen findet eine Triage aus Forschungswissen, regionalem Wissen und dem Erfahrungswissen regionaler Stakeholder statt. Jährlich sollen zwischen 5-10 solcher Themen bearbeitet werden.
  2. Wissensidentifizierung: Zu jedem als relevant identifizierten Thema findet eine systematische Analyse des vorhandenen Wissens statt. Das Wissen und die Expertise der Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen sichtbar gemacht und die Wissensträger in die Wissensverbreitung und -transformation eingebunden werden. Werden Themen identifiziert, zu denen kein oder nicht ausreichendes Wissen vorhanden ist, können diese von der IBH aufgegriffen und hieraus Ideen für IBHProjekte entwickelt werden, um diese Wissenslücke zu füllen.
  3. Wissensverbreitung: Das in der Region vorhandene Wissen wird zielgruppenspezifisch aufbereitet und zugänglich gemacht. Ziel der Wissensverbreitung ist es einerseits, Wissen über regional bedeutsame Themen an die regionalen Entscheidungsträger zu kommunizieren und so Themen auf die (politische) Agenda zu bringen. Andererseits soll ein regionaler Diskurs ausgelöst werden, der begleitet, moderiert und auch dokumentiert werden kann.
  4. Wissenstransformation: Über die Wissensverbreitung hinaus soll das Forschungswissen auf konkrete Problemstellungen und Herausforderungen transferiert werden. Dabei geht es im Sinne eines transformativen Wissenschaftsverständnisses darum, gemeinsam mit Umsetzungsakteuren Handlungskonzepte zu entwickeln. Dies kann im Rahmen von sog. „Communities of Interest or Practice“ passieren, in denen Praktiker gemeinsam mit Forschenden an Lösung von konkreten Problemsituationen arbeiten. Die Erkenntnisse werden über verschiedene Kanäle kommuniziert und der regionalen Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

DenkRaumBodensee wird zu Beginn als ein unabhängiges Projekt, administrativ angegliedert am IMP-HSG der Universität St.Gallen aufgebaut. Die Universität Konstanz (Prof. Dr. Thomas Hinz, Dr. Thomas Wöhler) ist ebenfalls Projektpartner und aufgrund ihrer Kenntnisse im Bereich der (empirischen) Sozialforschung und Bürgerbeteiligungsverfahren stark in das Projekt eingebunden.
In das Projekt sind weitere Institutionen als sog. Netzwerkpartner involviert.

  • Zeppelin Universität (Prof. Dr. Alexander Eisenkopf)
  • DHBW Ravensburg (Prof. Dr. Heinz-Leo Dudek)
  • Liechtenstein-Institut (Dr. Wilfried Marxer)
  • Vorarlberger Architektur Institut (Dr. Verena Konrad)

Sie geben in ihren jeweiligen Wissenschaftsfeldern Input und sind bei der Wissenskommunikation und beim Wissenstransfer wichtige Akteure. Das Projekt ist offen für die Zusammenarbeit mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen innerhalb der Bodenseeregion. Um die Anbindung an die Praxis und die Verankerung in der Region zu gewährleisten, wird ein „Sounding Board“ mit 15-20 Persönlichkeiten aus der Region eingerichtet. Hierin sind Multiplikatoren und Netzwerker vertreten, die über ihr Berufsfeld hinaus Ideen und Themen einbringen können. Am Ende der Projektlaufzeit ist eine externe Evaluierung vorgesehen, auf deren Grundlage eine (mögliche) Weiterführung des Projektes beschlossen werden soll.

Die Finanzierung des DenkRaumBodensee erfolgt größtenteils aus Eigenmitteln der beteiligten Hochschulen sowie aus Mitteln der Internationalen Bodensee-Hochschule IBH. Weiterhin wird das Projekt durch INTERREG-V Programms Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein gefördert.

«Bodensee 2030»

Im Rahmen des von der IBH geförderten Forschungsprojektes «Bodensee 2030» beschäftigten sich die Universitäten St. Gallen, Liechtenstein und Konstanz sowie die Zeppelin Universität mit Fragen der zukünftigen Entwicklung der Bodenseeregion und starteten einen Diskursprozess über deren Zukunft. Dabei wurde vereinbart, diesen Prozess im «DenkRaumBodensee» fortzusetzen. Die Ergebnisse des Projektes «Bodensee 2030» finden Sie hier.

Weitere Informationen unter www.denkraumbodensee.org

Medienmitteilung

Nennen Sie uns Ihre Zukunftsthemen:

Wie wirken sich Megatrends wie z.B. Globalisierung, Digitalisierung oder der Klimawandel auf die Bodenseeregion aus? Welche zukünftigen Herausforderungen sehen Sie für die Bodenseeregion aus Ihrer fachlichen Sicht? Wie wünschen Sie sich als Einwohnerin und Einwohner die Zukunft der Bodenseeregion?

DenkRaumBodensee fragt Sie als Wissenschaftlerin und Wissenschaftler, aber auch als Einwohnerin und Einwohner der Bodenseeregion nach den aus Ihrer Sicht relevanten Zukunftsthemen. DenkRaumBodensee möchte Ihr Wissen und Ihre Expertise nutzen und bittet Sie, um Ihre fachliche und persönliche Einschätzung. Unter https://www.surveylab.uni-konstanz.de/index.php/422578?lang=de können Sie uns Ihre Zukunftsthemen nennen!  

DenkRaumBodensee wertet die Antworten aus und greift die genannten Themen u.a. im Rahmen von Dialogen, Workshops und Tagungen auf. Wir würden uns freuen, wenn wir hierbei auf Ihr Know-how zurückgreifen und Sie bei Interesse kontaktieren dürften.

Kontaktdaten:

 

Simone Strauf
Geschäftsführung
Geschäftsstelle der Internationalen Bodensee-Hochschule IBH
Hauptstr. 90, CH-8280 Kreuzlingen 2
Tel.: +41-71-6770522 | strauf@bodenseehochschule.org | www.bodenseehochschule.org

Dr. Roland Scherer
Wissenschaftliche Leitung
Institut für Systemisches Management und Public Governance IMP-HSG | Regional Sciences
Universität St.Gallen (HSG) | Dufourstrasse 40a | CH-9000 St.Gallen
Tel. +41 71 224 2534 | Mobile +41 79 308 2055
roland.scherer@unisg.ch | www.imp.unisg.ch

Bildnachweis:
Fotograf: Achim Mende, Internationale Bodensee Tourismus GmbH