Erfolg für PH Weingarten im Programm „Innovative Hochschule“

10. Juli 2017

Die Pädagogische Hochschule Weingarten war im Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“ erfolgreich– beantragt wurden 2,9 Millionen Euro. Die PH Weingarten plant im Rahmen des geförderten Projektes „Transfer von Bildung und Wissen in die Zivilgesellschaft der Region Oberschwaben – Regionales Institut für Bildungsconsulting an der Pädagogischen Hochschule Weingarten“ den Aufbau eines neuen Instituts. Diese Einrichtung soll den Transfer von Bildung und Wissen aus der Hochschule in die Gesellschaft verstärken. Dies geschieht mithilfe des Ansatzes des Community-based Research (CBR). Im CBR wird das akademische Expertenwissen mit dem Erfahrungswissen der Gesellschaft zusammengebracht. Forschungsfragen werden durch den Austausch mit der Community gewonnen. Die Ergebnisse fließen dann in die Gesellschaft zurück. Dadurch entsteht zugleich ein Netzwerk mit Partnern aus der Region.

Geplant sind sechs unterschiedliche Projekte mit dem Bildungsbüro Ravensburg, dem Schulamt Markdorf, dem Schulamt Biberach, dem Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Laupheim, dem Kreismedienzentrum, dem Gesundheitsamt Ravensburg, der Talschule Weingarten und dem Wirtschaftsmuseum Ravensburg. Dabei geht es um den Wissenstransfer in den Themenbereichen Ernährung und Gesundheit, Medienkompetenz, Schriftspracherwerb, Lernförderung im Bereich Mathematik, Professionalisierung im MINT-Bereich und Social Entrepreneurship.

„Ziel ist es, dort Bildungsangebote zu etablieren, wo das formale Bildungssystem endet“, erklärt die Prorektorin für Forschung Professorin Dr. Karin Schweizer, die das Vorhaben gemeinsam mit der Forschungsreferentin Susanne Weber entwickelt hat. „Wir gehen davon aus, dass die Lösungen und Modelle, die im Institut gemeinsam mit den Praxispartnern erarbeitet werden, insbesondere auch jene Zielgruppe fördern, die weniger Chancen und Ressourcen für Bildung hat, als etwa bürgerliche Kreise. Mit dieser relativ offenen thematischen Ausrichtung ist gewährleistet, dass nicht nur auf Trendthemen, sondern flexibel auf gesellschaftliche Probleme reagiert werden kann. Ein langfristiger Transfer ist nur auf diese Weise möglich.“

Das Förderprogramm „Innovative Hochschule“ wurde vom Bund und den Bundesländern ins Leben gerufen, um insbesondere kleine und mittelgroße Universitäten sowie Fachhochschulen zu fördern, die ihr Profil im Ideen-, Wissens- und Technologietransfer strategisch weiterentwickeln und innovative Formen der Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft auf- oder ausbauen wollen.

An der Ausschreibung hatten sich insgesamt 168 Hochschulen und kleinere Universitäten bundesweit beteiligt. 29 Projekte wurden für die Förderung ausgewählt.

Weitere Informationen zum Vorhaben: www.ph-weingarten.de/de/forschung/innovation-transfer/Innovation_Transfer.php