Termine

Summerschool für EnergiewendegestalterInnen in der Bodenseeregion

Die nachhaltige Transformation von Energiekulturen in der Bodenseeregion steht im Zentrum einer von der IBH geförderten Summerschool vom 4. bis 8. Juni an der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Gemeinsam mit PraktikerInnen der Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft aus der Bodenseeregion arbeiten Studierende und Doktorierende an anwendungsoffenen Lösungen für für nachhaltige Energiekulturen in der Bodenseeregion.

Hinter der Summer School steht ein Konsortium aus Zeppelin Universität, Fachhochschule Vorarlberg und der HTWG Konstanz. Zusammen mit Stakeholdern aus verschiedenen Praxisfeldern und zivilgesellschaftlichen AkteurInnen soll die Sommer School 2018 als Pilotprojekt konzipiert und durchgeführt werden. Nach einer gründlichen Auswertung, Reflexion und Überarbeitung der ersten Pilot-Summer School soll das Format in den Folgejahren weiterentwickelt und regelmäßig an unterschiedlichen Standorten der Bodenseeregion realisiert werden. Die Summerschool wird von der IBH als Projekt zur Innovation in der Lehre gefördert.
 

Flyer

Anmeldung


Studium Generale: „Demokratie im weltgesellschaftlichen Kontext“

In unserer hochkomplexen Zeit zeigt sich die Demokratie in nationalen Kontexten, aber ebenso international in Europa und darüber hinaus weltweit in einer ungeheuren Dynamik. Deshalb prägt sich ihre historische Grundidee, ein Maximum an Partizipation ihrer Bürger mit einem Minimum an Herrschaft zu verbinden, heute sehr verschieden aus und ist darin schon abhängig von der demokratisch unterschiedlichen Gewichtung ihrer konstitutiven Elemente.

Umwillen politischer Handlungsfähigkeit und Führung bedarf es offensichtlich eines Grundmaßes an inhaltlichen Übereinstimmungen. Was ist jedoch, wenn diese in Sachfragen (z.B. beim Flüchtlingsgeschehen) verloren gehen und infolge zunehmender Heterogenität sogar organisatorische Rahmenbedingungen der Demokratie infrage gestellt werden?

Wieviel Populismus verträgt die parlamentarische Demokratie in solchen Situationen, wieviel massenmediale Dynamik, wieviel (charismatische) Führung, überhaupt wieviel unterschiedliche Kulturen und heterogene kollektive Lebensentwürfe? Welche Extreme bis zu welchem Grad? Und wiederum, warum gerät die „repräsentative Demokratie“ wiederholt an ihre Grenzen und fühlen sich so viele Bürger gerade nicht mehr wirklich repräsentiert? Muss angesichts weltgesellschaftlicher Zusammenhänge das Verhältnis von „repräsentativer“ und „plebiszitärer Demokratie“ neu überdacht werden? Aber der Bürger scheint gegenwärtig schon chronisch überfordert zu sein durch ständige – verstärkt digital an ihn ergehende – Mitbestimmungszumutungen und auch eine ausschließlichere „plebiszitäre Demokratie“ birgt große Gefahren neuer autoritärer und potentiell totalitär werdender Strukturen, die just die demokratische Basis bedrohen könnten.

Offenkundig wird auch jede zukünftige Demokratie, die sich als freiheitlich-säkulare Lebensform versteht, von individuellen, kollektiven, organisatorischen Voraussetzungen abhängen, deren Einhaltung sie selber nicht bis ins Letzte erzwingen kann, weil sie so gerade ihre freiheitliche Gestalt verspielte. Deshalb ist es das Ziel der interdisziplinären Studium Generale-Reihe, die unverzichtbaren Grundlagen und Grundvoraussetzungen demokratischer Lebensformen im weltgesellschaftlichen Kontext zu überdenken, um auch von unserer Herkunft her wieder in Erinnerung zu rufen und zu bedenken, was uns zukünftig zu tragen vermag.

Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Reihe „IBH-Positionen“ statt. Das IBH-Jahresthema 2017/2018 lautet „Demokratie“.

Thema: „Gefährdete Demokratie. Warum wir uns auf die Demokratien der griechischen Antike besinnen müssen.“

Referent: Prof. Dr. Egon Flaig, Universität Rostock

Veranstaltungsort: Pädagogische Hochschule Weingarten, Kirchplatz 2 ,Festsaal im Schlossbau, 88250 Weingarten (DE)

Zusammenfassung: „Die repräsentativen Demokratien in Europa erleiden seit einem Jahrzehnt einen beunruhigenden Legitimationsverlust. Die gefährdenden Faktoren sind sowohl die ‚Entparlamentarisierung’ der Entscheidungen, als auch die Destruktion der Öffentlichkeit und das Auseinanderbrechen in Parallelgesellschaften. Wer sich sorgt um die Zukunft der Demokratie, muss sich besinnen auf ihre Herkunft. Es gilt, nachzudenken, welche kulturellen Grundlagen Demokratien benötigen. Daher ist Rückbesinnung auf die griechische Antike erforderlich.


Studium Generale: „Demokratie im weltgesellschaftlichen Kontext“

In unserer hochkomplexen Zeit zeigt sich die Demokratie in nationalen Kontexten, aber ebenso international in Europa und darüber hinaus weltweit in einer ungeheuren Dynamik. Deshalb prägt sich ihre historische Grundidee, ein Maximum an Partizipation ihrer Bürger mit einem Minimum an Herrschaft zu verbinden, heute sehr verschieden aus und ist darin schon abhängig von der demokratisch unterschiedlichen Gewichtung ihrer konstitutiven Elemente.

Umwillen politischer Handlungsfähigkeit und Führung bedarf es offensichtlich eines Grundmaßes an inhaltlichen Übereinstimmungen. Was ist jedoch, wenn diese in Sachfragen (z.B. beim Flüchtlingsgeschehen) verloren gehen und infolge zunehmender Heterogenität sogar organisatorische Rahmenbedingungen der Demokratie infrage gestellt werden?

Wieviel Populismus verträgt die parlamentarische Demokratie in solchen Situationen, wieviel massenmediale Dynamik, wieviel (charismatische) Führung, überhaupt wieviel unterschiedliche Kulturen und heterogene kollektive Lebensentwürfe? Welche Extreme bis zu welchem Grad? Und wiederum, warum gerät die „repräsentative Demokratie“ wiederholt an ihre Grenzen und fühlen sich so viele Bürger gerade nicht mehr wirklich repräsentiert? Muss angesichts weltgesellschaftlicher Zusammenhänge das Verhältnis von „repräsentativer“ und „plebiszitärer Demokratie“ neu überdacht werden? Aber der Bürger scheint gegenwärtig schon chronisch überfordert zu sein durch ständige – verstärkt digital an ihn ergehende – Mitbestimmungszumutungen und auch eine ausschließlichere „plebiszitäre Demokratie“ birgt große Gefahren neuer autoritärer und potentiell totalitär werdender Strukturen, die just die demokratische Basis bedrohen könnten.

Offenkundig wird auch jede zukünftige Demokratie, die sich als freiheitlich-säkulare Lebensform versteht, von individuellen, kollektiven, organisatorischen Voraussetzungen abhängen, deren Einhaltung sie selber nicht bis ins Letzte erzwingen kann, weil sie so gerade ihre freiheitliche Gestalt verspielte. Deshalb ist es das Ziel der interdisziplinären Studium Generale-Reihe, die unverzichtbaren Grundlagen und Grundvoraussetzungen demokratischer Lebensformen im weltgesellschaftlichen Kontext zu überdenken, um auch von unserer Herkunft her wieder in Erinnerung zu rufen und zu bedenken, was uns zukünftig zu tragen vermag.

Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Reihe „IBH-Positionen“ statt. Das IBH-Jahresthema 2017/2018 lautet „Demokratie“.

Thema: „Politische Bildung im internationalen Vergleich – Wie bereiten Staaten ihre Bürger auf die Demokratie vor?

Referent: Dr. Gordon Carmele, Pädagogische Hochschule Weingarten

Zusammenfassung: Zu den Aufgaben heutiger Staaten gehört die Vorbereitung ihrer Bürger auf die Ausübung der Volkssouveränität. Denn nur mit partizipationsfähigen und -bereiten Bürgern kann Demokratie als Volksherrschaft gelingen. So wird der partizipationswillige und -fähige Bürger zum Ziel der Bildungsbemühungen. Die Komplexität der demokratischen Systeme erfordert dazu politische Bildung. – Der Frage nach dem „Wie“ der politischen Bildung in verschiedenen Ländern wird nachgegangen und die politischen Systeme, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Schulsysteme und Unterrichtsmaterialien der politischen Bildung vorgestellt.


Studium Generale: „Demokratie im weltgesellschaftlichen Kontext“

In unserer hochkomplexen Zeit zeigt sich die Demokratie in nationalen Kontexten, aber ebenso international in Europa und darüber hinaus weltweit in einer ungeheuren Dynamik. Deshalb prägt sich ihre historische Grundidee, ein Maximum an Partizipation ihrer Bürger mit einem Minimum an Herrschaft zu verbinden, heute sehr verschieden aus und ist darin schon abhängig von der demokratisch unterschiedlichen Gewichtung ihrer konstitutiven Elemente.

Umwillen politischer Handlungsfähigkeit und Führung bedarf es offensichtlich eines Grundmaßes an inhaltlichen Übereinstimmungen. Was ist jedoch, wenn diese in Sachfragen (z.B. beim Flüchtlingsgeschehen) verloren gehen und infolge zunehmender Heterogenität sogar organisatorische Rahmenbedingungen der Demokratie infrage gestellt werden?

Wieviel Populismus verträgt die parlamentarische Demokratie in solchen Situationen, wieviel massenmediale Dynamik, wieviel (charismatische) Führung, überhaupt wieviel unterschiedliche Kulturen und heterogene kollektive Lebensentwürfe? Welche Extreme bis zu welchem Grad? Und wiederum, warum gerät die „repräsentative Demokratie“ wiederholt an ihre Grenzen und fühlen sich so viele Bürger gerade nicht mehr wirklich repräsentiert? Muss angesichts weltgesellschaftlicher Zusammenhänge das Verhältnis von „repräsentativer“ und „plebiszitärer Demokratie“ neu überdacht werden? Aber der Bürger scheint gegenwärtig schon chronisch überfordert zu sein durch ständige – verstärkt digital an ihn ergehende – Mitbestimmungszumutungen und auch eine ausschließlichere „plebiszitäre Demokratie“ birgt große Gefahren neuer autoritärer und potentiell totalitär werdender Strukturen, die just die demokratische Basis bedrohen könnten.

Offenkundig wird auch jede zukünftige Demokratie, die sich als freiheitlich-säkulare Lebensform versteht, von individuellen, kollektiven, organisatorischen Voraussetzungen abhängen, deren Einhaltung sie selber nicht bis ins Letzte erzwingen kann, weil sie so gerade ihre freiheitliche Gestalt verspielte. Deshalb ist es das Ziel der interdisziplinären Studium Generale-Reihe, die unverzichtbaren Grundlagen und Grundvoraussetzungen demokratischer Lebensformen im weltgesellschaftlichen Kontext zu überdenken, um auch von unserer Herkunft her wieder in Erinnerung zu rufen und zu bedenken, was uns zukünftig zu tragen vermag.

Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Reihe „IBH-Positionen“ statt. Das IBH-Jahresthema 2017/2018 lautet „Demokratie“.

 

Thema: „Die türkische Demokratie und Europa. Geschichtliche und aktuelle Entwicklungen.

Referent: Prof. Dr. Manuel Knoll, Universität Istanbul

Zusammenfassung: 1999 wurde der Türkei von der EU der Kandidatenstatus zugesprochen. Seit 2005 laufen die Mitgliedsverhandlungen. Trotz einer wenig engagierten Verhandlungsführung von Seiten der EU wurden durch diese beiden Entwicklungen in der türkischen Demokratie viele rechtliche und politische Reformen angestoßen, die sie Europa weiter angenähert hat. Seit der Niederschlagung der zivilgesellschaftlichen Proteste im Istanbuler Gezi-Park im Sommer 2013 hat sich dieser Prozess umgekehrt. Das von der Erdogan-Regierung nur äußerst knapp gewonnene Referendum im April 2016 hat der weitgehenden Entmachtung der parlamentarischen Demokratie den Weg bereitet. Für 2019 ist die Errichtung eines exekutiven Präsidialsystems beschlossen. Die meisten politischen Beobachter halten einen zukünftigen Beitritt der Türkei zur EU damit für unrealistisch.