Termine

Tagung „Professionelle Lerngemeinschaften als Entwicklungsinstrument im Bildungswesen“

Professionelle Lerngemeinschaften erfahren aktuell eine hohe Aufmerksamkeit als Entwicklungsinstrument in verschiedenen Feldern des Bildungswesens. Sie werden in diversen Aus- und Weiterbildungskontexten eingesetzt. Die Anwendung dieses Instruments ist weitaus vielfältiger als dessen Konzeptionen und Modelle erwarten lassen. Die positive Rezeption Professioneller Lerngemeinschaften ist breit, die empirische Bestätigung ihrer Wirksamkeit noch eher schmal. Bisher wurde vor allem im deutsch-sprachigen Raum vernachlässigt, PLGen systematisch zu reflektieren.

Die Tagung verfolgt das Ziel, die angesprochenen Desiderate aufzugreifen und einen Beitrag zur Fundierung eines viel-versprechenden Instruments zu leisten. Dabei sollen die Bedeutung institutioneller Kontexte sowie zielgruppenbezogener Rahmenbedingungen, die Reichweite des immanenten Professionalitätsverständnisses als auch Interaktions-dynamiken innerhalb Professioneller Lerngemeinschaften betrachtet werden.

Leitende Fragen sind:

  • Was ist hinsichtlich der Wirksamkeit Professioneller Lerngemeinschaften bekannt?
  • Von welchen Bedingungen ist eine erfolgreiche Implementierung und dauerhafte Anwendung abhängig?
  • Inwiefern werden PLGen konzeptionell und empirisch der Heterogenität von Lerngruppen gerecht?
  • Welche offensiven und verdeckten Steuerungszusammenhänge gehen mit der Etablierung von PLGen einher?
  • Welche Interaktionsdynamiken, z.B. mit Blick auf Kooperation, finden in PLGen statt?
  • Wie akzeptiert ist das Instrument im Bildungsbereich?
  • Wie sind das Instrument und die Praxis der PLG im Spannungsfeld zwischen selbstorganisierten Lernprozessen und fremdgesteuerten Führungsimpulsen einzuordnen?
  • In welchem Verhältnis steht das Instrument zu anderen Instrumenten der Personal- und Organisationsentwicklung?

Die Tagung findet  vom 05.-07. März 2018 an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten statt.

Veranstalter sind die Pädagogischen Hochschulen Weingarten, Vorarlberg und Zürich.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Tagung wird als „Grosse WTT-Tagung“ von der IBH finanziell unterstützt.


Grenzgänger Wissenschaft – (K)ein traum von der digitalen Demokratie: Big Data als Chance oder Risiko?

Die Hochschulen aus Konstanz und Kreuzlingen sowie die Stadt Konstanz bringen ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, um aktuelle Entwicklungen aus Forschung und Gesellschaft zu diskutieren: Aus verschiedenen Blickwinkeln, interaktiv mit dem Publikum und gern auch kontrovers. Unerwartete Diskussionen entstehen, wenn Expertisen aus unterschiedlichen Fachgebieten und Hochschulen zusammentreffen und neue Perspektiven auf ein aktuelles Thema möglich machen.

„Grenzgänger Wissenschaft“ greift aktuelle, gesellschaftsrelevante Themen und Debatten auf, mit besonderem Fokus auf die Städte Konstanz und Kreuzlingen sowie auf die Region. Zu diesen Fragestellungen zeigt die moderierte Veranstaltungsreihe Lösungen und Denkanstöße auf, die die Konstanzer und Kreuzlinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten – für Stadt und Region, für die Gesellschaft und übergreifende Fragen. Jeweils zwei oder mehrere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen der Hochschulen stellen ihre aktuelle Forschung zu den Themengebieten vor und diskutieren die Themen interaktiv mit dem Publikum.

„Grenzgänger Wissenschaft“ findet an zwei wechselnden Orten statt, pendelnd zwischen Konstanz und Kreuzlingen in der Schweiz. Die politische Grenzlinie zwischen den Staaten ist jedoch nur eine der Grenzen, die die neue Veranstaltungsreihe überschreitet: Die Diskussion bewegt sich auch über die Grenzen der wissenschaftlichen Fachdisziplinen hinweg, schafft einen Austausch zwischen Forschenden aus drei Hochschulen und schließt nicht zuletzt die vermeintliche Grenze zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Die Veranstaltungen werden von der Internationalen Bodensee-Hochschule IBH gefördert und finden im Rahmen der Reihe „IBH-Positionen“ statt. Das IBH-Jahresthema 2017/2018 lautet „Demokratie“.

GesprächspartnerInnen:

  • Prof. Dr. Ines Mergel (Universität Konstanz)
  • Prof. Dr. Jürgen Neuschwander (HTWG Konstanz)

Moderation: Hanna Kasper (Translake GmbH)

Veranstaltungsort: Café Pano, Konstanz

Veranstalter: HTWG Konstanz, Universität Konstanz, PHTG, Stadt Konstanz

Weitere Informationen: https://www.grenzgaenger-wissenschaft.de/


Studium Generale: „Demokratie im weltgesellschaftlichen Kontext“

In unserer hochkomplexen Zeit zeigt sich die Demokratie in nationalen Kontexten, aber ebenso international in Europa und darüber hinaus weltweit in einer ungeheuren Dynamik. Deshalb prägt sich ihre historische Grundidee, ein Maximum an Partizipation ihrer Bürger mit einem Minimum an Herrschaft zu verbinden, heute sehr verschieden aus und ist darin schon abhängig von der demokratisch unterschiedlichen Gewichtung ihrer konstitutiven Elemente.

Umwillen politischer Handlungsfähigkeit und Führung bedarf es offensichtlich eines Grundmaßes an inhaltlichen Übereinstimmungen. Was ist jedoch, wenn diese in Sachfragen (z.B. beim Flüchtlingsgeschehen) verloren gehen und infolge zunehmender Heterogenität sogar organisatorische Rahmenbedingungen der Demokratie infrage gestellt werden?

Wieviel Populismus verträgt die parlamentarische Demokratie in solchen Situationen, wieviel massenmediale Dynamik, wieviel (charismatische) Führung, überhaupt wieviel unterschiedliche Kulturen und heterogene kollektive Lebensentwürfe? Welche Extreme bis zu welchem Grad? Und wiederum, warum gerät die „repräsentative Demokratie“ wiederholt an ihre Grenzen und fühlen sich so viele Bürger gerade nicht mehr wirklich repräsentiert? Muss angesichts weltgesellschaftlicher Zusammenhänge das Verhältnis von „repräsentativer“ und „plebiszitärer Demokratie“ neu überdacht werden? Aber der Bürger scheint gegenwärtig schon chronisch überfordert zu sein durch ständige – verstärkt digital an ihn ergehende – Mitbestimmungszumutungen und auch eine ausschließlichere „plebiszitäre Demokratie“ birgt große Gefahren neuer autoritärer und potentiell totalitär werdender Strukturen, die just die demokratische Basis bedrohen könnten.

Offenkundig wird auch jede zukünftige Demokratie, die sich als freiheitlich-säkulare Lebensform versteht, von individuellen, kollektiven, organisatorischen Voraussetzungen abhängen, deren Einhaltung sie selber nicht bis ins Letzte erzwingen kann, weil sie so gerade ihre freiheitliche Gestalt verspielte. Deshalb ist es das Ziel der interdisziplinären Studium Generale-Reihe, die unverzichtbaren Grundlagen und Grundvoraussetzungen demokratischer Lebensformen im weltgesellschaftlichen Kontext zu überdenken, um auch von unserer Herkunft her wieder in Erinnerung zu rufen und zu bedenken, was uns zukünftig zu tragen vermag.

Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Reihe „IBH-Positionen“ statt. Das IBH-Jahresthema 2017/2018 lautet „Demokratie“.

Thema: „Demokratie und Rationalität“

Referent: Professor Dr. Silvio Vietta, Universität Hildesheim

Zusammenfassung: Demokratie und Rationalität: Die Demokratie ist eine Erfindung im Rahmen der Revolution der Rationalität, wie sie sich in der griechischen Antike vollzog. In ihrem Verlauf wird die Aristokratie zurückgedrängt, werden die Tyrannen vertrieben. An ihre Stelle tritt die Gleichheit der männlichen Vollbürger und deren Selbstverantwortung für den Staat. Schon in der Antike und erst recht in der Moderne wird die neugewonnene Freiheit mit der Verantwortung der Bürger, zunehmend auch der Frauen, für den Staat verbunden. In der Demokratie wird der mündige Bürger –  seine Rationalität also –   selbst zum verantwortlichen Subjekt des Handelns und damit seiner Geschichte.  In den modernen Demokratien sorgt darüber hinaus der Parlamentarismus und die Gewaltenteilung, sowie die Rechtssicherheit des zivilen Staates für ein geordnetes Staatswesen. Gleichzeitig aber schafft die technisch-industrielle, kapitalistische Weltgesellschaft auch Problemstrukturen, die der einzelne Bürger und auch viele Politiker nur schwer durchschauen können. Die internationalen großindustriellen Strukturen sind auch demokratisch nur schwer kontrollierbar. Welche Chancen hat die Demokratie in der heutigen Weltgesellschaft? Der Vortrag untersucht diese Zusammenhänge in ihren Ambivalenzen und bietet so eine Plattform für die rationale Diskussion des Themas.


Grenzgänger Wissenschaft – Erst der Profit und dann die Moral? Demokratie und Verantwortung in Wirtschaft und Bildung

Die Hochschulen aus Konstanz und Kreuzlingen sowie die Stadt Konstanz bringen ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, um aktuelle Entwicklungen aus Forschung und Gesellschaft zu diskutieren: Aus verschiedenen Blickwinkeln, interaktiv mit dem Publikum und gern auch kontrovers. Unerwartete Diskussionen entstehen, wenn Expertisen aus unterschiedlichen Fachgebieten und Hochschulen zusammentreffen und neue Perspektiven auf ein aktuelles Thema möglich machen.

„Grenzgänger Wissenschaft“ greift aktuelle, gesellschaftsrelevante Themen und Debatten auf, mit besonderem Fokus auf die Städte Konstanz und Kreuzlingen sowie auf die Region. Zu diesen Fragestellungen zeigt die moderierte Veranstaltungsreihe Lösungen und Denkanstöße auf, die die Konstanzer und Kreuzlinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten – für Stadt und Region, für die Gesellschaft und übergreifende Fragen. Jeweils zwei oder mehrere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen der Hochschulen stellen ihre aktuelle Forschung zu den Themengebieten vor und diskutieren die Themen interaktiv mit dem Publikum.

„Grenzgänger Wissenschaft“ findet an zwei wechselnden Orten statt, pendelnd zwischen Konstanz und Kreuzlingen in der Schweiz. Die politische Grenzlinie zwischen den Staaten ist jedoch nur eine der Grenzen, die die neue Veranstaltungsreihe überschreitet: Die Diskussion bewegt sich auch über die Grenzen der wissenschaftlichen Fachdisziplinen hinweg, schafft einen Austausch zwischen Forschenden aus drei Hochschulen und schließt nicht zuletzt die vermeintliche Grenze zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Die Veranstaltungen werden von der Internationalen Bodensee-Hochschule IBH gefördert und finden im Rahmen der Reihe „IBH-Positionen“ statt. Das IBH-Jahresthema 2017/2018 lautet „Demokratie“.

GesprächspartnerInnen:

  • Prof. Dr. Annette Kleinfeld (HTWG Konstanz)
  • Prof. Dr.Christian Colberg (PHTG)
  • Juniorprof. Dr. Sebastian Koos (Universität Konstanz

Moderation: Mario Testa (Thurgauer Zeitung)

Veranstaltungsort: Café|Bar Six, Hauptstrasse 6, Kreuzlingen

Veranstalter: HTWG Konstanz, Universität Konstanz, PHTG, Stadt Konstanz

Weitere Informationen: https://www.grenzgaenger-wissenschaft.de/