Interview mit Gudrun Damm und Anne Pajarinen

Die Sprecherinnen der IBH-AG Karriere über ihr Engagement in der IBH und aktuelle Angebote der IBH-AG Karriere.

Seit wann kennen Sie die IBH?

Gudrun Damm: Mit der Übernahme meiner Aufgabe als Koordinatorin des Mentoringprogramms Konstanz 2007 lernte ich gleich die IBH kennen. Denn zu meinen Aufgaben gehörte auch die Leitung des Verbundes der Mentoringprogramme innerhalb der IBH, des „Bodensee-Mentorings“.

Anne Pajarinen: Bereits seit über 10 Jahren. Damals habe ich noch in Stuttgart gelebt und mir ist eine Stellenausschreibung der IBH aufgefallen. Die Region war mir bereits bekannt und ich hätte mir gut vorstellen können, an einer der IBH-Hochschulen zu arbeiten. Vor knapp 8 Jahren war es dann so weit, als ich an die Universität Konstanz gewechselt habe. Dort habe ich dann gleich das Projekt „Bodensee-Mentoring“ kennengelernt.

Welches ist ihre Funktion? Wie engagieren Sie sich innerhalb der IBH?

Gudrun Damm: Zusammen mit Anne Pajarinen bin ich seit 2013 Sprecherin der IBH-AG Karriere, die hervorgegangen ist aus der Fusionierung der Projekte „Vernetzung der Career Services am Bodensee“ und “Bodensee-Mentoring“. Da beide Projekte die Karriereförderung von Studierenden und Promovierenden an der Schnittstelle Hochschule/Wirtschaft hatten, lag die Zusammenarbeit nahe.

Anne Pajarinen: Seit April 2014 leite ich das TalentCenter an der Zeppelin Universität und zusammen mit meiner ehemaligen Konstanzer Kollegin Gudrun Damm bin ich Sprecherin der AG Karriere. In Konstanz koordinierte ich einige Jahre das Projekt „Vernetzung der Career Services am Bodensee“ und nahm auch regelmäßig an den Veranstaltungen des „Bodensee-Mentorings“ teil. Als dann das Ende der Projektlaufzeiten nahte, gründeten wir die IBH-AG Karriere.      

Warum engagieren Sie sich in der IBH?

Gudrun Damm: Die Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbarländern empfinde ich als große Bereicherung meiner Arbeit. Durch den fachlichen Austausch mit Expertinnen und Experten lerne ich viel dazu und kann meine eigene Arbeit auch kritisch hinterfragen. Ein großer Gewinn ist es auch, dass wir gemeinsam innovative und spannende neue Formate und Veranstaltungsangebote entwickeln. Ein wesentlicher Aspekt ist es dabei, dass wir das Thema grenzüberschreitende Zusammenarbeit für unsere Studierenden und Promovierenden durch gemeinsame Angebote realisieren können. Das positive Feedback zeigt uns, dass diese Arbeit wichtig für den gelebten Austausch ist.

Anne Pajarinen: Die Career Services an den Hochschulen sind in der Regel kleine Einrichtungen, die alle mit denselben Problemen zu kämpfen haben. Durch die Vernetzung, gerade über die Ländergrenzen hinweg, können neue Ideen reflektiert und Best Practices weitergegeben werden. Die kurzen Wege und das immer noch recht kleine Netzwerk (z.B. im Vergleich zu career services netzwerk deutschland) ermöglichen regelmäßigen Austausch und passgenaue Angebote sowohl für die Studierenden als auch für uns Mitarbeitende. Über das IBH-Netzwerk bin ich übrigens auch an meine jetzige Stelle gekommen.

Was bedeutet die Mitgliedschaft in der IBH für Ihre Hochschule?

Gudrun Damm: Mit organisatorischer und finanzieller Unterstützung der IBH gelingt es uns immer wieder die Uni Konstanz zu einem Ort zu machen, der Treffpunkt im Bereich Karriereförderung für Studierende und Promovierende sowie von Expertinnen und Experten aus der Bodensee-Region ist. Wir können Angebote machen, die ohne die Förderung der IBH nicht möglich wären. Fachlicher Austausch und inhaltliche Weiterentwicklung werden durch die IBH befördert, was natürlich auch eine Qualitätssicherung der Angebote mit sich bringt.

Anne Pajarinen: Neben grenzüberschreitenden Forschungsprojekten finden immer wieder von der IBH geförderte WTT-Tagungen statt, an denen die ZU als Projektpartner beteiligt ist. Anfang März fand zum Beispiel die Konferenz der deutschsprachigen Forschungszentren und Institute für Familienunternehmen dort statt. Mit der Unterstützung der IBH können wir als kleine Universität Projekte realisieren, die sonst nicht zu stemmen wären.

Wie nützt die IBH der Bodenseeregion?

Gudrun Damm, Anne Pajarinen: Die Region profitiert sowohl von den Forschungsprojekten, die einen regionalen Bezug haben (z.B. Bodensee 2030), von den WTT-Tagungen, die Forschende aus allen IBH-Ländern zusammenbringen, als auch von den strukturbildenden Maßnahmen, die vor allem die Qualität der Hochschulen verbessern und so die Region attraktiver für Studieninteressierte macht.

Was passiert aktuell?

Gudrun Damm, Anne Pajarinen: Im Moment haben wir neben den Studierendenveranstaltungen zwei neue Events in Planung: Im Sommer werden wir ein neues Workshopformat für Studierende entwickeln, in dem die Methode Design Thinking mit dem Thema Karriereplanung kombiniert wird. Im Oktober findet dann ein Management Contest für Studentinnen und Doktorandinnen statt, hier laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren.

Wo sehen Sie die IBH in 5 Jahren?

Gudrun Damm, Anne Pajarinen: In fünf Jahren ist die IBH an allen Hochschulen so bekannt, dass kein Erklärungsbedarf mehr besteht.

Wenn Sie sich etwas wünschen dürften, was wünschen Sie sich für die IBH?

Gudrun Damm, Anne Pajarinen: Dass die relativ neuen Arbeitsgruppen ein fester Bestandteil der IBH werden. Vernetzung kann mit einem Projekt angestoßen werden, nur macht es keinen Sinn, Netzwerke für zwei Jahre zu bilden und sie dann wieder auseinanderfallen zu lassen. Daher ist uns Kontinuität ein großes Anliegen.