Home Health Living

Das Projekt hat zum Ziel, eine Richtlinie für nachhaltige Home-Health-Services zu entwickeln. Dieses Ziel wird in vier Phasen erreicht, die jeweils Zwischenziele definieren: Die erste Phase hat zum Ziel, Barrieren zu erkennen und eine Anforderungsanalyse zu erarbeiten. Die zweite Phase hat zum Ziel, die Konzeption der HHLLs zu erstellen und parallel dazu Testwohnungen zu identifizieren. Die dritte Phase hat zum Ziel, eine prototypische technische Umsetzung zu realisieren und den Betrieb in den Testwohnungen zu evaluieren. Die abschließende Phase hat zum Ziel, den Betrieb gemäß den ersten Ergebnissen zu verfeinern, erneut in der Praxis zu evaluieren und begleitend dazu das nachhaltige Konzept abzuleiten. Nach der zweiten und der letzten Phase findet jeweils ein öffentlicher Workshop statt. Die Workshops dienen zum intensiven Austausch mit dem EP1 und andererseits zur Diskussion mit der interessierten Öffentlichkeit. Es wurde bereits im Vorfeld durch „Letters of Intent“ starkes Interesse an den Ergebnissen signalisiert.

Der Betrieb der Home Health Living Labs (HHLLs) arbeitet die Kernfrage nach den AAL-Herausforderungen im Themenbereich Health in seiner Wirkung für die Bodenseeregion heraus. Benutzerbarrieren, technische Barrieren, Marktbarrieren und auch Netzwerkbarrieren werden in verschiedener Hinsicht untersucht: Einerseits aus Sicht der PatientInnen mit ihren besonderen Bedürfnissen und örtlichen Gegebenheiten und andererseits grenzüberschreitend regional. Dieses Projekt wird in seiner Wirkung das regionale Betreuungskonzept maßgeblich beeinflussen und die Frage nach dem „wie“ mitbestimmen.

Thema und Übertragbarkeit: Viele Faktoren haben Einfluss auf die Gesundheit. In diesem Projekt werden Stressbelastungen, Schlafstörungen und Rehabilitation exemplarisch in Beziehung gesetzt und anschließend im Sinne einer AAL-Herausforderung bewertet. Die Erkenntnisse sind auf andere Bereiche übertragbar und z.B. für Dienstleister relevant, wenn sie regional und grenzüberschreitend tätig werden möchten. Ebenso sind die Ergebnisse für Gesundheitsverbände sowie Kommunen von Bedeutung, damit ein Konzept für eine nachhaltige Bereitstellung von Leistungen zukünftiger Services bei den Bodenseeanrainern entwickelt werden kann. Es entsteht ein neuer Markt für Leistungsanbieter, der regional verankert ist und den EndverbraucherInnen schlussendlich von Nutzen sein wird.

Die Aktivitäten umfassen konzeptuelle Arbeiten und praktische Untersuchungen in Testwohnungen, die die HHLLs sein werden. Das Konsortium aus Wissenschaft- und Praxispartnern wird zuerst die Anforderungsbestimmung und die Konzeption der HHLLs erarbeiten. Es sind Maßnahmen zur Kooperation auch zum Einzelprojekt 1 und zur qualifizierten Auswahl der Testwohnungen erforderlich. Die wesentliche Maßnahme ist jedoch die Inbetriebnahme der HHLLs in unterschiedlichen Ländern sowie die technisch-wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung über zwei Testphasen hinaus. Hier liegen die wesentlichen USP’s, denn eine vergleichbare F+E-Untersuchung hat es in der Bodenseeregion bisher nicht gegeben.

 Projektlead: HTWG Konstanz, Projektleiter: Ralf Seepold (ralf.seepold@htwg-konstanz.de)

Projektpartner: FHS St.Gallen, HS Kempten, Hochschule Reutlingen, Kalaidos Fachhochschule, AWO Kreisverband Schwarzwald-Baar e. V., Nestor International Corporation AG, Tielsa GmbH

Projektlaufzeit: 01.03.2018 – 31.10.2020