Digitale Agenda Bodensee (DAB)

Die Digitalisierung ist eine der zentralen unternehmerischen Herausforderungen. Sie wirkt sowohl auf organisationsinterne Bereiche (Investitionsvolumina, Qualifizierung bestehenden Personals, Gewinnung neuer Fachkräfte, Organisationsstruktur) wie auch auf die Unternehmensumwelt: Dabei sind vor allem die politischen, rechtlichen, infrastrukturellen und kompetenzfördernden Rahmenbedingungen zentral, die die Digitalisierung von Unternehmen befördern oder behindern können.
Das IBH-Lab KMUdigital will genau diese Herausforderungen umfassend bearbeiten und praktische Potentiale für KMUs in der Bodenseeregion nachhaltig profilieren. Denn für KMUs stellt sich die Frage der Digitalisierung sehr speziell. Durch ihre Spezifika sind sie insbesondere auf die Gestaltung eines digitalisierungsfreundlichen Umfelds angewiesen.

Das Einzelprojekt DIGITALE AGENDA BODENSEE (DAB) fokussiert deshalb auf die Unterstützung bei der Schaffung von Rahmenbedingungen innerhalb der eigenen Grenzen sowie in der IBH-Region. Dies geschieht unter folgender forschungs- und praxisleitender Fragestellung: Welche Rahmenbedingungen (Politik, Regulierung, Kompetenzentwicklung) können innerhalb der jeweiligen IBH-Länder als auch grenzüberschreitend aktiv gestaltet werden, um die Digitalisierung von KMUs zu unterstützen, Kooperationen und Netzwerke des Dialogs und des Lernens zu etablieren und langfristig erfolgreich auszubauen?

In einem integrativen Prozess verfolgen die Partner aus Wissenschaft und Praxis folgende Ziele:

  1. Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur kurz-, mittel- und langfristigen Gestaltung von Rahmenbedingungen zur Unterstützung, Profilierung und Kompetenzentwicklung von KMUs
  2. Organisation von Stakeholder-Dialogen zur gemeinsamen Identifizierung von Handlungsfeldern und Erarbeitung von Lösungsmodellen
  3. Integration in gemeinsame, hochschulübergreifende studentische Projektformate und Dissertationen
  4. Wissenschaftliche Dissemination der Ergebnisse deutschsprachig und international

Diese Ziele werden mit folgenden Maßnahmen erreicht:

  1. Erstellung eines Grünbuchs zur Zusammenfassung des Status der Digitalisierung von KMUs, der politischen, rechtlichen und kompetenzorientierten Bedingungen
  2. Stakeholder-Dialoge (KMUs, Interessenverbände, Politik, Verwaltung und Wissenschaft) zur Erarbeitung von praktischen Handlungsempfehlungen
  3. Erstellung eines Weißbuchs mit konkreten Handlungsoptionen und Lösungswegen
  4. Aufbau einer nachhaltigen Dialog-Plattform
  5. Studentische Forschungsprojekte und –arbeiten
  6. Wissenschaftliche Publikationen

Damit können folgende übergeordnete Wirkungen für die IBH-Region erzielt werden:

  1. Erhöhung der Standortattraktivität
  2. Steigerung der Forschungs- und Innovationsfähigkeit
  3. Profilierung von einzelnen Unternehmen
  4. Erweiterung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und Schaffung von Kompetenzclustern
  5. Verbesserung der Kompetenz von Fachkräften sowie Gewinnung neuer Fachkräfte

Projektlead: Zeppelin Universität, Projektleiter: Alexander Ruser (alexander.ruser@zu.de)

Projektpartner: FHS St.Gallen, HTWG Konstanz

Projektlaufzeit: 01.01.2017 – 31.12.2019