| 16. April 2010 | ||
| 14:00 | bis | 18:30 Uhr |
Fachtagung: Implizites Wissen in internationalen Unternehmen
Herausforderungen an den technologischen Wissenstransfer
Industrieunternehmen aus der Bodenseeregion arbeiten in hohem Masse mit internationalen Partnern. Die Einführung neuer Technologien in Länder mit anderen Kulturen ist dabei nur vordergründig ein rein technisches Problem. Oft werden die Bedeutung eines anderen Umgangs mit Verfahrensweisen im Team und eines unterschiedlichen Technikverständnisses für die erfolgreiche Zusammenarbeit unterschätzt.
Es handelt sich dabei um Wissen, das Ingenieure aufgrund ihrer langjährigen Einsätze und Erfahrungen in internationalen Projekten beiläufig und unbewusst erwerben. Als implizit erworbenes Wissen bleibt es zumeist unreflektiert, unartikuliert und vor allem anderen Personen unzugänglich. Diese Wissensressource stellt sowohl für den Ingenieurnachwuchs, als auch für die Unternehmen eine wichtige Quelle erfolgreicher Strategien im internationalen Geschäft dar.
Besonders in den Bereichen Software, Montage und Service sind junge Ingenieure in ihrer Karriere von Anfang an damit konfrontiert, technisches Wissen an internationale Standorte zu transferieren und vor Ort mit den lokalen Technologien und Vorgehensweisen kompatibel zu machen.
Die Tagung fragt nach dem impliziten Wissen und den persönlichen Erfahrungen, die bei der Einführung neuer Technologien in umfangreichen Projekten in anderen kulturellen Umgebungen gewonnen und entwickelt werden. Wie kann beispielsweise mit kulturell, national oder regional verschiedenen Technikverständnissen, mit unterschiedlichen Arten des Wissenserwerbs und mit kulturell geprägten organisatorischen Voraussetzungen umgegangen werden? Diese Faktoren können eine zentrale Rolle für die Implementierung oder Weiterentwicklung von Technologien spielen.
Tagungsteilnehmer erhalten die Möglichkeit, von Experten mit langjähriger Auslandstätigkeit zu erfahren, welche Methoden sie als erfolgreich erlebt haben sowie die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch. Folgende Fragen sollen im Mittelpunkt stehen:
Lässt sich das implizite Erfahrungswissen so zugänglich machen, dass andere Beteiligte im Unternehmen und das Unternehmen selbst davon profitieren? Können die Hochschulen zu einem gelungenen technologischen Wissenstransfer im internationalen Kontext beitragen?
Programm:
14:00 Begrüssung
Dr. Kai Handel, Präsident, HTWG Konstanz
Rudolf Landwehr, Bodenseeland
14:20 Vorstellung des Themas
Dr. Neena Gupta-Biener, Exzellenzcluster, Universität Konstanz
14:45 Erfahrungsberichte aus der Praxis
Dr. Wolfgang Heizmann, CIO, Tognum AG
Dr. Gerhard Wischmann, Senior Vice (COO),EADS Defence&Security
Dr. Rolf Gall, Head of Engineering, ZF China
16:45 Pause
17:00 Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Karin Knorr-Cetina, Department of Sociology, Universität Konstanz
Dr. Paul Jokiel, Head of HR, Hilti Corporation
Dr. Gerhard Wischmann, Senior Vice President Operations (COO), EADS Defence&Security
Matthias Benz, Vice President und Member of Board of ZF Services,
Dr. Rolf Gall, Head of Engineering, ZF China
Prof. Dr.-Ing. Rudi Feurstein, Rektor, Fachhochschule Vorarlberg
Moderation: Prof. Dr. Sibylle Olbert-Bock, Fachhochschule St.Gallen
18:15 Ausblick und Verabschiedung
Prof. Dr. Zaharka, HTWG Konstanz
18:30 Ende der Tagung/Apéro
Beteiligte Hochschulen:
HTWG und Universität Konstanz, FHS St. Gallen, Zürcher Hochschule, Fachhochschule Vorarlberg im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums der IBH
Ort: 78462 Konstanz,
Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal
Wessenbergstr. 39
Anmeldung zur Tagung
Die Veranstaltung ist kostenlos.


