Karriereperspektiven für Nachwuchsforschende

7. Mai 2018

Rund 80 Prozent der PromovendInnen und HabilitandInnen im IBH-Raum wechseln nach ihrem wissenschaftlichen Abschluss in andere Bereiche in Wirtschaft, Politik oder Kultur. Manche von ihnen gründen ein eigenes Unternehmen. Wie Nachwuchsforschende bei ihrem Schritt in die Selbständigkeit unterstützt werden können, stand im Zentrum einer von den Universitäten Konstanz, Zürich, Liechtenstein sowie der Zeppelin Universität organisierten Tagung.

Wie gelingt ein „Ausstieg“ aus dem Bekannten? Welche anderen „Milieus“ erwarten mich? Was muss ich mitbringen, um auch ausserhalb der Universität beruflich Fuß fassen zu können? Was macht einen erfolgreichen „Gründertypus“ aus, wenn es einen solchen gibt? “ Rund 65 NachwuchswissenschaftlerInnen diskutierten mit ExpertInnen diese Fragen an dieser von der IBH und der IHK Hochrhein-Bodensee geförderten Tagung mit dem Titel „Gründung und Selbständigkeit als außeruniversitäre Perspektive für Promovierende und Postdocs“.

„Das grosse Interesse beim einleitenden Kaminabend zu den Chancen und Herausforderungen der Selbständigkeit zeigte, welch große Bedeutung dem Thema Gründung offenbar zukommt, wenn es um die Frage geht, wohin das Berufsleben mit Promotion oder Habilitation führen könnte“,  erklären die Organisatorinnen Alexandra Hassler (Universität Konstanz) und Stephanie Nau (Zeppelin Universität) die Ergebnisse der Tagung.

Aus verschiedenen Gründen ist es meistens nicht die klassische akademische Laufbahn, die mit dem Ruf auf einen Lehrstuhl endet.Gerade deshalb setze das ursprünglich als „Kaminabend“ betitelte Format bereits zum wiederholten Male ausgewählte Karrieremöglichkeiten in der Vierländerregion jenseits der universitären Laufbahn in den Fokus der Betrachtung.

In der diesjährigen Tagung vermittelten ausgewählte ExpertInnen unterschiedlicher akademischer Hintergründe und mit ganz diversen Gründungserfahrungen einen lebensnahen und sehr ermutigenden Eindruck über das Potential, das gerade die Wissenschaft für Gründungsvorhaben mit sich bringt. Aktiv diskutiert wurde auch in den beiden Workshops am Folgetag, die sich mit der Frühphase von Gründungsvorhaben auseinandersetzten und zahlreichen Interessierten erste praktische Einblicke ermöglichten. „Von der Gründung als Idee bis zur Ideenentwicklung“ setzte dabei ganz am Anfang des Gründungsinteresses an, während das Thema „Fachkompetenz versus Selbstvermarktung – kein Widerspruch!“ gerade die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einer schlagkräftigen „Vermarktung“ ihrer Potentiale einlud.

Die Grundidee des Formats, dem wissenschaftlichen Nachwuchs optionale Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen, soll seine Fortsetzung mit weiteren Themenschwerpunkten finden.