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Schutzhüllen - Aufbau eines gemeinsamen Angebotes für die anwendungsorientierte F&E

Enzyme sind bioaktive Stoffe und haben nur eine begrenzte Haltbarkeit. Für den Vertrieb von Lebensmitteln sind deswegen bioaktive Stoffe von besonderem Interesse, die über lägere Zeit und bei Raumtemperatur gelagert werden können. Durch Schutzhüllen können sie vor schädigenden Einflüssen der Umwelt bewahrt werden. In diesem Forschungsprojekt werden Starterkulturen für die Produktion von Wurstwaren einschlussimmobilisiert und anschliessend beschichtet. Damit kann einerseits der energieintensive Gefriertrocknungsprozess vermieden werden. Andererseits können die Starterkulturen bei höheren Temperaturen sowie im Kontakt mit dem antimikrobiell wirkenden Gewürz gelagert werden. Es ergeben sich Einsparungen bei der Produktion, wodurch auch Vorteile im Marketing genutzt werden können.

Ziel des Projekts ist der Aufbau einer Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Wädenswil und der FH Albstadt-Sigmaringen. An der Hochschule Wädenswil sind die Immobilisierungs- und Verfahrenstechnik seit langem ein fester Bestandteil der Lehre. Es existieren bereits Apparaturen für die Einschlussimmobilisierung; für ein umfassendes Angebot fehlen aber die geeigneten Apparate für das Trocknen (Wirbelschichttrockner) und Beschichten von Immobilisaten (Coating). Mit der Ausstattung der FH Albstadt Sigmaringen kann diese Lücke geschlossen werden.

Durch das Projekt sind die apparativen Voraussetzungen für ein gemeinsames F&E-Angebot der Fachhochschulen Wädenswil und Albstadt Sigmaringen im Bereich der Immobilisierungs- und Bioverfahrenstechnik zur Anwendung in der pharmazeutischen Technologie sowie in der Bio- und Lebensmitteltechnologie geschaffen.

 REM ungecoatet                   REM gecoatet

Rasterelktronenmikroskopische Aufnahmen von einschlussimmobilisierten Mikroorganismen ohne Beschichtung (links) und mit Beschichtung (rechts).

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