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Wenn beide das Gleiche wollen

Dual Career Couples sind Paare, bei denen beide Partner eine hohe Bildung und Berufsorientierung besitzen sowie eine eigenständige Berufslaufbahn verfolgen. Diese Paar- und Familienkonstellation trifft auf einen überwiegenden Teil der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu. Frauen wie Männer stehen vor dem Problem der Vereinbarkeit von Familie und beruflicher Karriere im wissenschaftlichen oder akademischen Bereich. Die hohen Anforderungen an zeitlicher Flexibilität und Mobilität im Hochschulbereich stehen oft der Idealvorstellung entgegen, dass beide Partner gleichermaßen eine berufliche Karriere verfolgen und gemeinsam die Familie managen.

Als Projekt der Internationalen Bodensee-Hochschule haben sich sechs ihrer Hochschulen sowie die Universität Tübingen entschlossen, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen: Universität Zürich, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz, der Hochschule Ravensburg-Weingarten, Pädagogischen Hochschule Weingarten sowie der Universität Konstanz, bei der die Projektkoordination liegt.

Konkrete Umsetzung und Ziele

Ziel ist, hochschul- und länderübergreifendes Programm zur Förderung dualer Karrieren aufzulegen und den Frauenanteils in der Wissenschaft zu erhöhen. Gefördert wird das Projekt auch vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Das Programm beinhaltet einzelne Servicestellen, die jeweils an ihren Hochschulen die Partnerinnen und Partner neu kommender Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beraten und sie in Fragen der eigenen beruflichen Karriere und des Familienumzugs unterstützen. Hochschulen kooperieren im Verbund mit dem Ziel, gemeinsame Fördermöglichkeiten für duale Karrieren zu erarbeiten. Zudem wird ein Netzwerk der Hochschulen mit der regionalen Wirtschaft und Arbeitgebern der Region geschaffen.

Langfristig ist es durch den angestrebten Familiennachzug und Unterstützung des Partners bei der Suche nach einer ausbildungsäquivalenten Tätigkeit möglich, hochqualifizierte Arbeitnehmer in der Regio Bodensee einer langfristigen Perspektive zu bieten. Das Projekt wirkt so der Abwanderung von Wissenschaftlern ins Ausland entgegen und kann sogar ein Entscheidungskriterium für die Rückkehr in die Region sein. Laut des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft (Brain Drain – Brain Gain, 2002) machen 80% der verheirateten deutschen Wissenschaftler ihre Entscheidung nach Deutschland zurückzukehren, davon abhängig, ob ihre Lebenspartner dort ebenfalls ein befriedigendes Stellenangebot haben.

Weitere Informationen über das Projekt:  http://www.uni-konstanz.de/dcc

Kontakt: Julika Funk, Netzwerkkoordinatorin und Servicestelle Dual Career Couples, Universität Konstanz, Gleichstellungsreferat, Raum E 614, Tel: +49 (0)7531/88-2430, julika.funk@uni-konstanz.de

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