Meinungsaustausch zum Wirtschaftsraum Bodensee
IBH als wichtiges Bindeglied
Erstmals haben sich Vertreter der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) und Beiräte des Botschafterclubs Bodenseeland offiziell zu einem Meinungsaustausch getroffen. Beide Institutionen setzen sich für die Entwicklung des Wirtschafts- und Lebensraums Bodensee ein – jedoch aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Konkret vereinbart wurden eine bessere gegenseitige Information sowie der Einsatz der jeweiligen Stärken, um konkrete Projekte anzustoßen, etwa im Bereich des Wissens- und Technologietransfers auch über die Grenzen hinweg. Neben weiteren Akteuren wie den Wirtschaftskammern seien dazu die Hochschulen ein wichtiges Bindeglied.
Große Übereinstimmung bei den Zielen
Die IBK als Plattform der Länder und Kantone versammelt Führungskräfte aus Politik und Verwaltung. Sie strebt nach einer nachhaltigen Entwicklung der Bodenseeregion und hat neben dem Wirtschaftsraum auch Umweltfragen, den gemeinsamen Kulturraum oder die Wissensregion Bodensee im Blick. Der Botschafterclub ist eine Nichtregierungsorganisation. Er gilt inzwischen als eines der größten grenzüberschreitenden Netzwerke in der Bodenseeregion. Unter dem Motto „Wirtschaft für Wirtschaft“ setzen sich 270 Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichem Leben, aus Wissenschaft und aus den Wirtschaftsunternehmen der Region ehrenamtlich als Botschafter für ein besseres Profil der internationalen Bodenseeregion ein.
Übereinstimmend erklärten die Delegationsleiter, Dr. Rainer Gonzenbach, Vorsitzender des Ständigen Ausschusses der IBK und Thomas Willauer, Sprecher des Beirats des Botschaftsclubs, dass dieser erste offizielle Kontakt die große Übereinstimmung bei den Zielen untermauert habe und sich die Beteiligten nun auf die vereinbarten gemeinsamen Schritte freuten.
IBH als wichtiges Bindeglied
Wichtiges Bindeglied ist das Netzwerk der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH), welche von den IBK-Ländern auf den Weg gebracht wurde und die Kontakte zu den Wirtschaftsunternehmen verstärken will. Nach Meinung von Stephan Prehn, Leiter der IBH-Geschäftsstelle sieht sich die IBH in der Verantwortung, Aktivitäten an der Schnittstelle zum Hochschulwesen zu bündeln.
Einig waren sich die Teilnehmer des Treffens, das in den Räumen der IBH-Geschäftsstelle in Kreuzlingen stattfand, dass es für die gemeinsame Sache gar nicht genug Netzwerke geben könne. Jede Institution und jedes grenzüberschreitende Gremium habe seine Berechtigung und seine Stärken, sei es im Tourismus, im Gewerbe und Handel, sei es im Verbund der Hochschulen oder in der politischen Zusammenarbeit unter dem Dach der IBK. Wichtig sei jedoch, dass die Verbindung zwischen den Netzwerken hergestellt werde.
Die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) ist die gemeinsame Plattform der Regierungen der Länder und Kantone Baden-Württemberg, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern. Ziel der IBK ist es, die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern und die regionale Zusammengehörigkeit zu stärken. Sie bildet den Kern eines breit gefächerten Netzwerkes der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Bodenseeregion.
Weitere Informationen unter www.bodenseekonferenz.org
Bildunterschrift:
Die Teilnehmer des Meinungsaustauschs (v.li.): Stephan Prehn, Leiter der IBH-Geschäftsstelle, Hermann-Dieter Disselkamp, Unternehmer, Josef Mattle, Stadtpräsident Bischofszell, Klaus-Dieter Schnell, Geschäftsführer IBK, Dr. Rainer Gonzenbach, Staatsschreiber Kanton Thurgau und Vorsitzender des Ständigen Ausschusses der IBK, Rudolf Landwehr, Geschäftsführer Bodensee-Standortmarketing GmbH, Rolf Graf, Dienststelle Aussenbeziehungen Kanton Thurgau, Edgar Sidamgrotzki, Leiter Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Thurgau und Vorsitzender der IBK-Kommission Wirtschaft, Thomas Willauer, Unternehmer und Sprecher des Beirats Botschafterclub Bodenseeland.
Text:Bodensee-Informationsdienst (BI)
Bild: IBH-Geschäftsstelle


