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Usability Day IV
Fachhochschule Vorarlberg, Dornbirn
9. Juni 2006

Der Usability Day ist eine interdisziplinäre Tagung auf der verschiedene aktuelle Fragen aus dem Themenbereich „Mensch & Technik“ von international anerkannten Experten aufgegriffen und im Schnittfeld zwischen Wissenschaft und Praxis einem möglichst breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Der vierte Usability Day behandelte speziell die Frage, wie Informationen im Internet, Lernprogrammen, Wissensmanagementsystemen, Datenbanken und anderen Informationssystemen erfolgreich nutzbar gemacht werden können. Im Zentrum stand der Wissenstransfer zwischen Mitgliedhochschulen der Internationalen Bodenseehochschule und den regionalen Unternehmen.

Organisation
Der  Usability Day IV wurde als eine, von der Internationalen Bodenseehochschule (IBH) im Auftrag der Internationalen Bodenseekonferenz, geförderte themenspezifische Technologietransfer-Tagung ausgetragen. Das zentrale IBH Kompetenz-Cluster der Tagung bestand aus der Fachhochschule Vorarlberg (Prof. Dr. Guido Kempter), der Universität Konstanz (Prof. Dr. Harald Reiterer) und der Fachhochschule St. Gallen (Dr. Edith Maier). Die Organisationstätigkeit des Forschungszentrums für Nutzerzentrierte Technologien an der Fachhochschule Vorarlberg (Projektleiter: Prof. Dr. Guido Kempter und Mag. Philipp von Hellberg) umfasste u.a.:  das Aufsetzen der Tagungswebsite (www.fhv.at/go/uday), das Einholen und Auswählen von Beiträgen (Referate, Keynotes, Poster, Workshop, Informationsstände), die Aufstellung des Tagungsprogramms, die Erstellung eines Tagungsbandes als auch alle Vorbereitungen und die Koordination des Tagungsablaufes.
Referenten

Auf der Tagung berichteten Wissenschaftler von akademischen Einrichtungen (wie z.B. dem IBH Kompetenz-Cluster und der Universität Zürich), und Forschungsinstitutionen (wie z.B. dem Kompetenznetzwerk Informationstechnologie zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen in Hagenberg) als auch Spezialisten von praktisch tätigen kleineren und mittleren Unternehmen (wie z.B. Namics AG aus der Schweiz und eye square GmbH aus Deutschland) und öffentlichen Organisationen (wie z.B. der Österreichischer Rundfunk) über ihre Erfahrungen, wie relevante Informationen mit Hilfe von elektronischen Informationssystemen erfolgreich nutzbar gemacht werden können.

Die Präsentationen fanden in drei parallelen Vortragsreihen mit jeweils 12 Vorträgen statt. In der ersten Vortragsreihe wurden die Themen eLearning, interaktives Fernsehen und Informationssuche behandelt. In der zweiten Vortragsreihe wurden die Themen alternative Zugänge, Mobilität, Design und Visualisierung von/zu Informationen behandelt. In der dritten Vortragsreihe wurden die Themen Barrierefreiheit, Entscheidungsunterstützung und Informationsstrukturierung behandelt. Im Verlauf der Vortragsreihen fanden noch vier Keynotes und vier Pausen statt, in welchen alle Besucher zusammentreffen konnten. Zusätzlich zu den Vorträgen fand noch eine Ausstellung von Postern bzw. Exponaten (11 Aussteller) als auch ein Workshop statt.

Besucher
An der Tagung nahmen neben den 50 Referenten bzw. Ausstellern noch zirka 130 Besucher von akademischen Einrichtungen (wie z.B. von den Universitäten Freiburg und Innsbruck) als auch kleineren und mittleren Unternehmen (wie z.B. von  der Technischen Informationssystem GesmbH aus Österreich, der Meyer-Hayoz Design Engineering GmbH aus Deutschland und der Zeix AG aus der Schweiz) teil. Von den 180 Tagungsteilnehmern (Angehörige der Fachhochschule Vorarlberg sind nicht mit eingerechnet) waren 64% Praktiker und 36% Forscher bzw. kamen 56% aus Österreich, 24% aus der Schweiz und 20% aus Deutschland. Die Tagungsteilnehmer teilten sich relativ gleichmäßig auf die drei Vortragsreihen auf und trafen sich zu den gemeinsamen Keynotes als auch in den Pausen, um weitere Informationen auszutauschen, vertiefende Gespräche zu führen und Kooperationen anzubahnen. Am Vorabend fand eine Führung durch die Labore des Forschungszentrums für  Nutzerzentrierte Technologien statt. An dieser Führung nahmen 18 Personen teil.

Bewertung
Sowohl die Anzahl und Qualität der eingereichten Beiträge als auch die Anzahl der Besucher während des Usability Day überstieg die vorab vom Organisator gestellten Erwartungen. Besonders positiv zu vermerken war das große Interesse von Vertretern aus der Privatwirtschaft und Industrie an den Themen der Referenten. Darüber hinaus war es sehr erfreulich, dass sowohl Beitragende wie auch Besucher aus der gesamten grenzüberschreitenden Bodenseeregion und darüber hinaus angereist kamen. Die Idee, interdisziplinäre Beiträge mit wissenschaftlichen Ansprüchen von Forschern und Praktikern einbringen zu lassen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen, konnte scheinbar erfolgreich umgesetzt werden. Während der Vorträge, den Ausstellungen, im Workshop und während den Pausen kam es so zu einem intensiven Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis.

Text: Horst Hodel

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