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Optische Systemtechnik: Trumpf stiftet Hochleistungslaser
In der Wiese vor dem Hauptgebäude der Hochschule Ravensburg-Weingarten sind derzeit tiefe Reifenspuren zu sehen. Sie sind Zeugnisse für die neuste Errungenschaft des Masterstudiengangs Optische Systemtechnik, einem 1,3 Tonnen schweren Laser, der nur mit einem Spezialkran in das Optik-Labor im ersten Stock gehievt werden konnte. Dafür hat er aber einiges zu bieten, er verfügt über die sagenhafte Lichtleistung von 1000 Watt. Professor Dr. Michael Pfeffer hat die großzügige Spende der Firma Trumpf Laser GmbH in die Wege geleitet.

„Es ist wirklich sehr interessant, so ein Gerät an der Hochschule zu haben, schließlich ist die Technik des Lasers auf dem neuesten Stand“, erklärt der Schweizer Pascal Wenger, der gerade an der Hochschule Ravensburg-Weingarten seinen Master in Optischer Systemtechnik macht. Und auch Professor Pfeffer freut sich schon darauf, den Laser für neue Forschungsprojekte einzusetzen. Durch eine neuartige Entwicklung hat der sogenannte „Scheibenlaser“ eine hohe Effizienz und Strahlenqualität, und das bei sehr hoher Lichtleistung, die ungefähr 200.000 Mal so hoch ist, wie etwas bei einem handelsüblichen Laserpointer.

Damit lassen sich fast alle Materialien bearbeiten. Pfeffer will zunächst einmal erforschen, welche Wechselwirkung es zwischen dem Laserlicht und bestimmten Materialien gibt. Das Ziel dabei ist, Oberflächen gezielt zu modifizieren, so dass sie für andere optische Anwendungen einsetzbar werden. Mit dem Laser lassen sich zum Beispiel verschiedene Materialien sehr fein und präzise strukturieren. Und auch zum Einsatz in der Lehre eignet sich die neue Errungenschaft sehr gut. „Es lässt sich sehr schön das Grundprinzip eines Lasers erklären“, betont Pfeffer. Auch für Projektarbeiten gibt es ab sofort viele interessante Themen rund um den neuen Laser.

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Dr. Michael Pfeffer und Dr. Eckehard Klemt inspizieren den neuen Hochleistungslaser im Labor der Hochschule, aus Sicherheitsgründen tragen sie dabei spezielle Schutzbrillen (Foto: Heike Amann)

Mit einer Projektarbeit kam auch der Stein ins Rollen, der letztendlich zu der großzügigen Spende führte. Als Dr. Christian Schmitz, Leiter Forschung und Entwicklung der Firma Trumpf Laser GmbH in Schramberg, einen Vortrag an der Hochschule hielt, erkundigte sich Pascal Wenger nach Projektarbeiten oder Masterthesen im Bereich Lasertechnik. Schmitz schlug daraufhin Professor Pfeffer vor, dass es sicher vorteilhaft wäre, wenn die Weingartner Studierenden sich während des Studiums intensiv und praxisnah mit diesem Thema beschäftigen könnten. So wären sie auch optimal für Projektarbeiten und Maserthesen bei der Firma vorbereitet. Michael Pfeffer und seine Studierende waren von dieser Idee sofort begeistert. In Zukunft will der Masterstudiengang Optische Systemtechnik noch enger mit Trumpf zusammenarbeiten. (Text: Heike Amann)

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