Initialprojekte

Initialprojekte sind Start- und Anschubfinanzierungen für hochschulübergreifende Projekte aus Forschung und Entwicklung sowie Lehrangebote und Nachwuchsförderprogramme. Das Ergebnis eines Initialprojektes ist entweder ein eingereichter Antrag an eine externe Forschungsförderungseinrichtung oder ein Antrag für eine weitere Finanzierung durch die antragsstellenden IBH-Hochschulen. (max. 40‘000,- € Zuschuss)

„Gamification“ als digitale Lernbegleitung in der Hochschullehre

Digitale Technologien ermöglichen neue Formen der individuellen Lernbegleitenden bei Studierenden an Hochschulen. Notwendig hierfür ist der Einsatz von Learning Analytics und Big Data, was durch die zunehmende Verwendung von digitalen Lernmedien und die daraus resultierenden Datenspuren ermöglicht wird. Dadurch gelingt es den Lernenden, individuelle Rückmeldung bezüglich seines Lernprozesses zu geben und sie in ihrem selbstorganisierten und selbstbestimmten Lernen zu unterstützen. Mit dieser Entwicklung geht die steigende Zunahme von Gamification einher. Darunter wird die Nutzung von Spiel-Design-Elementen in spielfremden Kontexten verstanden. In Abgrenzung zu Serious Games handelt es sich hierbei nicht um geschlossene Spielszenarien. In letzter Zeit konnten empirische Untersuchungen einen positiven Effekt in der Lernunterstützung durch Gamification nachweisen. Diese Erkenntnisse sollen für die Gestaltung eigener Lehr-Lern-Szenarien genutzt werden. Deshalb stellt sich die Frage, wie durch den Einsatz von Gamification die Motivation und das Engagement von Studierenden erhöht werden kann. Zur Beantwortung der Frage sollen Design-Prinzipien für die Anwendung eines Gamification-Ansatzes in universitären Veranstaltungen entwickelt werden. Charakteristisch für diese Prinzipien sind deren generische Eigenschaften. Deshalb können diese zusammen mit anderen Elementen in einen Leitfaden zusammengefasst werden, wodurch dieser in unterschiedlichen Kontexten anwendbar ist. Eingeschlossen in den gestaltungsorientierten Entwicklungsprozess ist eine Evaluation bezüglich Wirksamkeit.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden zunächst vorbreitende Arbeiten durchgeführt. Diese beinhalten eine ausführliche Literaturanalyse zum Thema Gamification, der Vorentwicklung von Design-Elementen und der Akquisition eines Praxispartners für die Bereitstellung einer Software-Applikation. Darauf folgt der Ersteinsatz eines Prototyps in einer Lehrveranstaltung (1. Halbjahr – FS 2017). Hierfür müssen beteiligte Stakeholder eingebunden werden und die Design-Prinzipien zu einem Initialkonzept weiterentwickelt werden. Darauf folgt die Verwendung durch den Einsatz in einer Lehrveranstaltung. Nach Abschluss erfolgt eine Evaluation, worauf die Weiterentwicklung des Prototyps basiert. Im Rahmen eines iterativen Prozesses erfolgt die Weiterentwicklung des Prototyps in einer zweiten, darauf folgenden Veranstaltung (2. Halbjahr – HS 2017). Der Ablauf ist analog zu sehen. Abschliessend erfolgt eine Gesamtevaluation, in dem der Prototyp summativ evaluiert wird. Darauf aufbauend werden die Gestaltungsprinzipien finalisiert und ein Leitfaden über die Verwendung von Design-Prinzipien zur Anwendung von Gamification erstellt („Gamification-Navigator“).

Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Design-Prinzipien zur Anwendung von Gamification, wodurch die Motivation und das Engagement von Studierenden erhöht werden soll. Die Erkenntnisse dienen als Basis für die didaktische Neukonzeption von Lehrveranstaltungen. Mittels deren generische Struktur, welche in einem Leitfaden zusammengestellt sind, können diese an andere Lehrpersonen aus Hochschulen oder anderen Bildungseinrichtungen (z. B. Schulen, betriebliche Weiterbildung) in der Bodenseeregion zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin werden die Erkenntnisse für weitere geplante Forschungsaktivitäten im Kontext von Learning Analytics genutzt. Somit kann dem steigenden Interesse gegenüber Gamification Rechnung getragen werden und ein neuer Forschungsbereich „Digitale Lernbegleitung und Gamification“ aufgebaut und etabliert werden.

Keywords: Gamification, digitale Lernbegleitung, Student motivation

Beteiligte Projektpartner: Universität St.Gallen (Projektleitung), PH Weingarten

Laufzeit:1.1.2017 – 31.12.2017


„Industrie 4.0“ in der Transportlogistik

Unter dem Begriff Industrie 4.0 möchte die deutsche Bundesregierung ihre Hightech-Strategie zur Informatisierung bzw. Digitalisierung der klassischen Industrien, wie z.B. in der Produktionstechnik, vorantreiben. Dabei fokussiert man vordergründig auf produzierende Unternehmen und damit intralogistische Prozesse. Die Auswirkungen auf die Extralogistik, d.h. den Transport und der Lagerhaltung an der Schnittstelle zur Beschaffung und Distribution, d.h. zu Lieferanten und Kunden, wurde bisher kaum beleuchtet.

Die Bodenseeregion wird von den beschriebenen Entwicklungen zweifach betroffen sein. Einerseits sind die hier angesiedelten Industrieunternehmen typischerweise Zulieferer großer Systemfirmen (OEM) und damit auf eine optimale Organisation der Transporte für die Auslieferung ihrer Vorprodukte an die OEMs angewiesen. Andererseits sind gerade in der Region Vorarlberg viele international tätige Transportdienstleister angesiedelt, die auf die kommenden Herausforderungen durch Industrie 4.0 mit einer Veränderung oder Anpassung ihrer Geschäftsprozesse reagieren müssen.

Um diesen Akteuren die Anpassung an kommende Auswirkungen der Industrie 4.0 zu erleichtern, bzw. um ihnen eventuell sogar die Mitgestaltung der künftigen Prozesse zu ermöglichen, sind die Auswirkungen auf extralogistische Transporte und insbesondere auf die Prozesse und Schnittstellen zwischen Fahrzeug, Fahrer, Ladung und der IT-Welt (ERP-Systeme, Warenwirtschaftssysteme, usw.) im Detail zu untersuchen. Darauf aufbauend sind Prozesse zu optimieren, ggfs. neue Prozesse und notwendige Tools zu entwickeln.

Ziel des von der Universität St. Gallen und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg (DHBW RV) durchgeführten IBH-Initialprojekts ist es, einen Förderantrag für ein anschließendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu erarbeiten. In diesem F+E-Projekt sollen die vorstehend beschriebenen künftigen Geschäftsprozesse und Schnittstellen im extralogistischen Kontext von Industrie 4.0 untersucht werden. Dafür sollen im Rahmen des Initialprojekts weitere regionale Akteure aus Industrie, Transportwirtschaft, Verbänden und sonstigen Interessensorganisationen zur Teilnahme am anschließenden F+E-Projekt gewonnen werden.

Als Projektpartner des Initialprojekts treffen sich mit dem Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen und dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der DHBW Ravensburg zwei Organisationseinheiten, die umfangreiche, aber komplementäre Erfahrungen und Vorarbeiten im Transport- und Logistikumfeld einbringen. Eine für das anschließende F+E-Projekt ggfs. notwendige Simulationsumgebung ist an der DHBW Ravensburg vorhanden.

Fokusworkshop „Industrie 4.0 in der Transportlogistik“

Interessierte Stakeholder vernetzen – Impuls für ein praxisrelevantes Forschungsprojekt setzen. Am 22. September 2015 luden die Duale Hochschule (DHBW) Ravensburg sowie die Universität St. Gallen zu einem Fokusworkshop zum Thema „Industrie 4.0 in der Transportlogistik“ ins Hotel Bad Schachen in Lindau. Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie nahmen an der zukunftsweisenden Veranstaltung, die von der Internationalen Bodenseehochschule gefördert wurde, teil. Die genauen Inhalte und weitere Details entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer: Fokusworkshop_industrie40

Die Vorträge der Referenten  und die Auswertung des Fokusworkshops können Sie hier downloaden:

Weitere aktuelle Informationen und Publikationen zum Thema finden sie hier:

Keywords: Industrie 4.0, Logistik, Geschäftsprozesse

Beteiligte Projektpartner: Duale Hochschule Baden-Württemberg, Universität St. Gallen

Projektlaufzeit: 01.07.2015 – 31.12.2015

Projektplakat: IBH_ProjektPlakate_A0_Industrie40-Transportlogistik


E-Health Tool WOMAN PRO

Bei Frauen mit Krebs an den äusseren Genitalien (Vulva) verursachen chirurgische Eingriffe zahlreiche Symptome und Komplikationen, welche die Lebensqualität der Betroffenen einschränken und zu höheren Krankheitskosten führen. Bei den meisten Frauen könnte die Anzahl der Symptome durch entsprechende Therapien und Betreuung reduziert werden. Im Zuge der WOMAN-PRO Studie wurde ein Symptomassessment für diese Frauen entwickelt. In der multizentrischen randomisierten Phase II Studie WOMAN-PRO II, wird die entwickelte WOMAN-PRO II Beratungsintervention evaluiert. Ziel des geplanten Forschungsprojektes WOMAN-PRO III ist, eine e-Health Beratungsintervention zu entwickeln, da sich ein e-Health-Tool bei einer tabuisierten Erkrankung besonders anbietet. Diese e-Health Beratungsintervention soll in einer randomisierten Phase III Studie anschliessend evaluiert werden. Um eine gute Behandlung für seltene Krebsarten zu erlagen, setzen sich internationale Organisationen, gerade für die Unterstützung von Forschungsprojekten für seltene Krebsarten ein. Basierend auf diesem Betreuungsmodell können in Zukunft auch für andere Krankheitsbilder e-Health Beratungsinterventionen entwickelt werden.

Dieses Initialprojekt zielt auf eine Förderung durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF).

Keywords: E-Health, Vulväre Neoplasie, Beratungsintervention

Beteiligte Projektpartner: FHS St.Gallen (Projektleitung), PH Weingarten

Projektlaufzeit: 1.6.2014 – 31.3.2015

Projektplakat: IBH_ProjektPlakate_A0_E-Health-Tool


Internationalisierung von Familienunternehmen

Die Studie untersucht das Internationalisierungsverhalten von Familienunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese stellen dort mehr als 95% aller Unternehmen dar (Fueglistaller & Halter, 1995). Die Dominanz dieser Unternehmensform, sowie die besonderen Eigenschaften (Habershon et al., 2007) lassen eine Untersuchung des Internationalisierungsverhaltens bedeutsam erscheinen – jedoch wurde dies in der Forschung bisher vernachlässigt (Debicki et al., 2009). Entsprechend soll eine empirische Untersuchung zu den Auswirkungen der International Entrepreneurial Orientation auf die Markteintrittsform, Ländermarktselektion und die Entscheidungsgeschwindigkeit, sowie den möglichen Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg durchgeführt werden. Nach einer qualitativen Befragung werden eine experimentelle Studie sowie eine quantitative Befragung durchgeführt. Die geplante Studie ist im Hinblick auf Forschungsfrage, Methodik als auch Umfang einzigartig.

Dieses Initialprojekt strebt eine Förderung durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) an.

Keywords: Familienunternehmen, Internationalisierung, Entrepreneurship

Beteiligte Projektpartner: Universität Liechtenstein (Projektleitung), Universität St.Gallen

Projektlaufzeit: 1.9.2014 – 30.4.2016

Projektplakat: IBH_ProjektPlakate_A0_Int-Familenunternehmen


Karrierefähigkeit: Erfolgsfaktoren des Übergangs von Hochschule und Beruf

Das Projektkonsortium will eine Analyse der Parameter eines qualifizierten Berufseinstiegs junger Akademiker im interdisziplinären und internationalen Vergleich unter Berücksichtigung der digitalen Kommunikation der Generation Y durchführen.

Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren des Übergangs von Hochschule zu Beruf durch eine empirische Untersuchung von Bachelorabsolventen beispielhaft für zwei Studiengänge (Tourismus und Informatik) zu untersuchen. Als Initialprojekt soll ein übergreifendes Forschungsdesign entwickelt und getestet werden, das auch auf andere Hochschulen im IBH‐Verbund, internationale Partner sowie andere Studiengänge angewendet werden kann.

Keywords: Generation Y, Beschäftigungsfähigkeit, digitale Kommunikation

Beteiligte Projektpartner: Hochschule Kempten (Projektleitung), ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, FH Vorarlberg GmbH

Projektlaufzeit: 01.01.2017 – 31.12.2017


Lehrcluster empirische Sozialforschung

Erfolgreiche Vernetzung in den Sozialwissenschaften: Lehr- und Forschungscluster nutzt Anschubfinanzierung zur Schaffung nachhaltiger Strukturen

Die politikwissenschaftlichen Institute der Zeppelin-Universität Friedrichshafen, der Universität Konstanz und der Universität Zürich zählen als empirisch orientierte Lehr- und Forschungseinrichtungen in ihrer Disziplin international zur Topgruppe. Eine neu angegangene Bündelung der Kompetenzen der drei Einrichtungen ermöglicht Synergieeffekte, die die Qualität der Forschung und die Abdeckung breiterer Themenbereiche weiter vorantreibt.

Durch die IBH gefördert fand seit Herbst 2014 ein strukturierter Vernetzungsprozess statt, der im Bereich der empirischen Sozialforschung das Ziel der Clusterbildung verfolgt. Ziel ist die Etablierung einer gemeinsamen strukturierten Doktorierendenausbildung. Das Projekt lief über knapp zwei Jahre von September 2014 bis Dezember 2015 und hatte zwei Säulen, die beide überaus erfolgreich durchgeführt wurden.

Zum einen wurde Studierenden und Doktorierenden der drei Institute ermöglicht, kostenfrei (und durch einen Reisekostenzuschuss der IBH gefördert) an den jeweiligen Partnereinrichtungen Kurse zu besuchen. Sie konnten hier sowohl Blockveranstaltungen als auch reguläre wöchentliche Kurse belegen. Diese wurden an der Heimatuniversität voll anerkannt und die Credits für das Studium berechnet.

Zum zweiten fand im Mai 2015 im Tagungszentrum Kloster Hegne ein Vernetzungsworkshop der beteiligten Forschungsgruppen statt. Hierbei war neben den drei Instituten das Department of Government der University of Essex, der weltweit herausragenden Universität im genannten Forschungsbereich, als externer Partner des Netzwerks eingebunden. Der Workshop legte die Basis für eine bessere Verzahnung der Forschungs- und Dissertationsprojekte. Alle der neun in Hegne vorgestellten Dissertationsprojekte sollen nun in Co-Tutelle durch Forscher von je zwei Partnereinrichtungen betreut werden. Mit dem Workshop erfolgte daher der Startschuss für eine strukturierte gemeinsame Doktorierendenausbildung.

Langfristiges Ziel ist es, dass

  • drei Forschungsseminare an den drei Universitäten besucht werden können,
  • das Kursangebot aufeinander abgestimmt wird und – vor allem –
  • ein strukturiertes gemeinsames Promotionsprogramm entwickelt wird.

Diese Kooperation wird durch seine internationale Dimension und die hohe Qualität der Ausbildung einzigartig sein.

Dieses Initialprojekt strebt eine dauerhaft Etablierung dieses Lehrangebots und eine Finanzierung durch die beteiligten Hochschulen an.

Keywords: Politikwissenschaft, empirische Methoden, Doktorandenausbildung

Beteiligte Projektpartner: Universität Konstanz (Projektleitung), Universität Zürich, Zeppelin Universität

Projektlaufzeit:1.6.2014 – 31.12.2015

Projektplakat: IBH_ProjektPlakate_A0_Lehrcluster_Emp_Sozialforschung


Lehrqualitäts- und Kompetenzentwicklung durch didaktische Qualifizierung hochschulexterner Lehrbeauftragter

An vielen Hochschulen wird ein bedeutender Anteil des Lehrumfangs von „externen“ Lehrbeauftragten getragen – häufig Praktiker/innen oder Wissenschaftler/innen anderer Organisationen. Für Hochschulen sind diese Lehrbeauftragten daher eine wichtige Zielgruppe, die gleichzeitig wesentliche Herausforderungen mit sich bringt. Einerseits sind externe Lehrbeauftragte weniger mit der Lehr-/Lernkultur der Hochschule vertraut. Andererseits ist es aufgrund der fehlenden institutionellen Zugehörigkeit auch schwieriger, sie mit didaktischen Aus- und Weiterbildungsangeboten zu erreichen.

Ziel des Initialprojekts war es, über die IBH-Hochschulen hinweg eine Bestandsaufnahme hinsichtlich der lehrbezogenen Qualifizierungsbedarfe und -möglichkeiten von externen Lehrbeauftragten durchzuführen, um Qualifizierungsangebote konzipieren zu können, die von den Lehrbeauftragten akzeptiert und wahrgenommen zu werden. So sollte ein Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Lehre an den beteiligten Hochschulen geleistet werden. Von Anfang an wurden dabei sowohl die (1) institutionelle Perspektive der Hochschulen als auch die (2) individuelle Sichtweise der ELBA in den Blick genommen. Dabei galt es, insbesondere zu erforschen:

(a) welchen Herausforderungen externen Lehrbeauftragten in der Lehre begegnen,
(b) welche hochschuldidaktischen Kompetenzen externen Lehrbeauftragten fehlen und
(c) wie ein hochschuldidaktisches Lehr-/Lernangebot für diese spezifische Zielgruppe gestaltet sein muss, um deren spezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Das Projekt brachte folgende zentralen Erkenntnisse:

  • Externe Lehrbeauftragte (ELBA) bewältigen an vielen IBH-Hochschulen (insbesondere den Universitäten, Fachhochschulen und dualen Hochschulen) einen substantiellen Anteil des Lehraufkommens.
  • Bis auf einzelne Ausnahmen bestehen für ELBA an den IBH-Hochschulen keine systematischen Rekrutierungs-, Management- und Qualifizierungsprozesse.
  • Die Auswahl von ELBA erfolgt praktisch ausschliesslich auf Basis fachlicher Qualifikationen; die didaktischen Kompetenzen spielen keine oder allenfalls eine sekundäre Rolle.
  • Von Seiten der ELBA wie auch seitens mehrerer IBH-Hochschulen bestehen unterschiedliche Informations- und Qualifikationsbedürfnisse.
  • Aufgrund ihrer spezifischen Anstellungs- und Arbeitsverhältnisse werden „traditionelle“ hochschuldidaktische Aus- und Weiterbildungsmassnahmen von ELBA kaum wahrgenommen. Es besteht ein Bedarf an speziell auf die Bedürfnisse von ELBA zugeschnittenen Angeboten.
  • Ausgehend von der festgestellten Bedarfslage erscheint es sinnvoll, ein Management- und Qualifizierungskonzept für die Sicherstellung und Weiterentwicklung der Lehrqualität externer Lehrbeauftragter zu gestalten. Hierzu können bestehenden Initiativen von IBH-Hochschulen mit neu gewonnenen Erkenntnissen kombiniert und Konzepte bedarfsangemessen (weiter-) entwickelt werden.

Die Ergebnisse des Initialprojekts zeigen deutlich die Bedeutsamkeit des Themenbereichs „Qualifizierung externer Lehrbeauftragter“. Mehr noch als im Projektantrag antizipiert, bestehen ausgesprochene Defizite, nicht nur in der didaktischen Qualifizierung von ELBA, sondern auch hinsichtlich der Rekrutierungs- und Managementprozesse an IBH-Hochschulen. Die Entwicklung eines Weiterbidungskonzeptes und deren institutionelle Verankerung könnten einen wesentlichen Beitrag zur Qualitfizierung externer Lehrbeauftragter leisten. Erste Erfahrungen hierzu liegen an der DHBW bereits vor.

Die Ergebnisse des Projekts sollen auf mindestens drei Arten verbreitet werden: durch Publikationen, durch Beiträge auf Tagungen sowie durch Dokumentation des Projektverlaufs über soziale Medien. Dabei sind Projekt- und Tagungspublikationen sowohl für wissenschaftliche als auch praxisnahe Communities geplant.

Keywords: Hochschuldidaktik, Qualifizierung externer Lehrbeauftragter, Lehrqualität

Beteiligte Projektpartner: Universität St.Gallen (Projektleitung), Zeppelin Universität

Projektlaufzeit: 1.9.2015 – 30.4.2016

Projektplakat: IBH_ProjektPlakate_A0_Lehrqualitäts-Kompetenz


Non-intrusive appliance load monitoring for battery storage

Im Projekt wird die intelligente Stromverbrauchmessung im Haushalt und die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten zur Erhöhung des Eigenverbrauchs durch den gezielten Einsatz eines elektrischen Speichers untersucht. Eine neue intelligente Stromverbrauchsmessung soll den individuellen Stromgeräteverbrauch erfassen und einen Verbrauch vorausschauend ermitteln. Durch den Stromverbrauch in Haushalten lassen sich die Alltagshandlungen darstellen und prospektiv berechnen. Die Optimierung soll bei der Dimensionierung und der Ansteuerung des elektrischen Speichers die Energieerzeugung durch erneuerbare Energiequellen berücksichtigen. Um die Aufwände und Kosten für ein solches System möglichst gering zu halten, sieht das vorliegende Konzept nur eine einzige hochauflösende Strommessung an einer zentralen Stelle direkt nach dem Hausanschluss vor. Hieraus sollen die einzelnen Geräteverbrauchsdaten bestimmt und die Optimierung berechnet werden.
Eine Herausforderung der regenerativen Stromerzeugung durch z. B. Photovoltaikanlagen besteht darin, dass die höchste Produktionsrate in die Zeit eines geringen häuslichen Eigenverbrauchs fällt. Der richtig dimensionierte elektrische Speicher spielt für eine möglichst effiziente Deckung des Eigenbedarfs eine entscheidende Rolle. Für die Lade- und Entladeverfahren von elektrischen Speichern werden heute verschiedene Algorithmen eingesetzt. Übliche Strategien bestehen darin die Kosten zu minimieren, die Batterielebensdauer zu maximieren oder den Eigenverbrauch auf Grund des aktuellen Verbrauchs zu optimieren. Die einzuhaltenden elektrischen Grenzwerte des Speichers legen die Primärparameter fest; sekundär sind die Parameter des Speichers hinterlegt, um die Lebensdauer zu gewährleisten. Wird der aktuelle elektrische Verbrauch nicht durch die erzeugte Energie abgedeckt liefert der Speicher, soweit die obigen Bedingungen eingehalten werden, die notwendige Restenergie. Ist die erzeugte Energie grösser als der Verbrauch, wird unter den obigen grundlegenden Bedingungen der Speicher geladen.

Mit diesem Projekt soll der neue Ansatz den elektrischen Eigenverbrauch auf der Basis des prognostizierten Einzelgeräteverbrauchs untersucht werden. Hieraus soll abgeleitet werden, wie zukünftig die Vielzahl der Photovoltaikanlagen in der Bodenseeregion im Rahmen des Klimaschutzes besser genutzt werden können. Durch die Zusammenarbeit des Instituts für Energiesysteme und Fluid-Engineering (ZHAW-IEFE) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur und der Fakultät Mechanical and Medical Engineering (HFU-MME) der Hochschule Furtwangen im Schwarzwald sind zwei kompetente Partner mit ausgewiesenen Fähigkeiten am Projekt beteiligt.

Dieses Projekt soll, nach erfolgter Initialphase bei der IBH, gemeinsam weiter verfolgt werden. Hierzu ist ein Gesuch um Fördermittel bei „interreg“ für die Projektkategorie „Umwelt, Energie & Verkehr“ geplant. Das Projekt ist für die Unterkategorie „Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien“ sowohl inhaltlich und als auch durch die Kooperation bzw. Beteiligung von zwei internationalen Hochschulen sowie Unternehmen sehr gut geeignet. Mit der IBH-Förderung können die Grundlagen für diesen Antrag geschaffen werden. Durch die lange und enge Kooperation der Arbeitsgruppe Benyoucef mit dem Institut MIPS der Université de Haute-Alsace sind weitere internationale Partner vorhanden, die sich im Rahmen eines Antrags im Interreg-Programm thematisch und inhaltlich ergänzen.

Keywords: Non-Intrusive Load Monitoring, Smart Grid, Electrical Storage

Beteiligte Projektpartner: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) (Projektleitung), Hochschule Furtwangen

Praxispartner: Energy Depot GmbH

Laufzeit:1.5.2016 – 31.1.2017


Personal Health Buddy

The IBH funding will help to prepare a proposal for an EU project aimed at developing a platform for individually tailored health management. It will focus on eating habits and nutrition as one of the most important aspects of personal health. The project will generate biomarker data for a well-defined group of patients, i.e. people with serious weight problems. Obesity constitutes a major risk factor for chronic diseases such as diabetes, but although this is well known, behavioural change is extremely difficult and requires a multidimensional approach. The platform will be based on an integrated care model for improving the outcome of obesity treatment with bariatric surgery, and the prevention and treatment of related chronic diseases such as diabetes. It will combine feedback based on biomarker data (proteomics, metabolomics, lipidomics), wearable sensors and mobile apps for self-tracking and monitoring vital data as well as educational components aimed at enhancing health literacy and self-management of individual conditions. A portfolio of mobile self-management components based on clinical psychology and behavioural economics are meant to support motivation and user engagement, which can be applied to other lifestyle factors besides eating habits.For preparing the proposal we can build on the proven expertise and experience of the project partners in the areas of digital health, chronic disease (self-) management, ‘omics’ research, metabolic, physiological and psychological aspects of eating behaviour, obesity treatment, social innovation, health literacy and education as well as behavioural economics. Together, the partners can mobilise a formidable array of stakeholders and organisations in the Bodensee Region and beyond as well as in relevant industries to ensure the sustainability of results. The Project will be a major contribution for realising the vision of Personalised Medicine and address present health challenges such as the increasing burden of chronic disease by merging socially innovative practices with new developments in biomarker screening and digital health.

Dieses Initialprojekt zielt auf eine Förderung durch das EU-Programm Horizon 2020 „HEALTH“.

Keywords: Individuelles Healthmanagement, Biomarker-Data

Beteiligte Projektpartner: FHS St.Gallen (Projektleitung), PH Weingarten, Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Projektlaufzeit: 1.6.2014 – 31.5.2015

Projektplakat: IBH_ProjektPlakate_A0_Persoanl_Health-Buddy

Interview mit Dieter Stoll, Projektleiter der Hochschule Albstadt-Sigmaringen


Tackling childhood obesity

IBH funding is sought for preparing a proposal for the EU Call „How to tackle the childhood obesity epidemic?“ Childhood obesity has more than doubled in the past 30 years. More research is therefore required to identify the causes of this dramatic increase and find remedies. The expected outcomes of the project are:

  • An ecosystem promoting sound dietary habits in the young that has been validated in real‐life settings
  • A portfolio of mobile self‐management components including personalised nutritional advice, stress management and peer group support to ensure the engagement of young people.
  • Wearables using a colorimetric detection method for providing users with a visual, immediate indication of the rising level of certain metabolites such as glucose
  • Insights into how to design and implement mobile technology to change health behaviour and increase acceptance among children (e.g. through gamification).

Whilst the lead partner IPM‐FHS will contribute its expertise in mobile health, motivation and stress management, the PH Weingarten will focus on gamification, nutrition and physical sciences. For the EU proposal, additional partners will be recruited for nutrigenomics and urban design/planning to address the issue of “obesogenic” environments.

Keywords: mobile health, nutrition, obesity

Beteiligte Projektpartner: FHS St.Gallen (Projektleitung), PH Weingarten

Praxispartner: EMPA, Swissanalytics

Projektlaufzeit: 1.5.2016 – 30.6.2017