Kunst-Wirtschaft-Medien

Im Rahmen des Calls 2017 wurden Schwerpunktprojekte zum Thema „Kunst-Wirtschaft-Medien“ausgeschrieben. Folgende Projekte konnten bewilligt werden.

Alltagskunst als Innovations- und Integrationsfaktor in Unternehmen der Bodenseeregion – eine Illustration am Beispiel der Musik

Im geplanten Forschungsprojekt „Alltagskunst als Innovations- und Integrationsfaktor“ soll am Beispiel der Musik festgestellt werden, welche Voraussetzungen, Prozesse und Ergebnisse der Kooperation zwischen Wirtschaftsunternehmen und Kunst bzw. Künstlern/innen in der Bodenseeregion existieren und wie sich die Kompetenzen von Musikern/innen in Unternehmen umsetzen bzw. nutzen lassen. Auf der Basis der Resultate soll ein Handbuch entwickelt werden, das sich an Unternehmen und Musiker/innen richtet.

Das Handbuch soll zum einen aufzeigen, wie und auf welche Art und Weise von Unternehmen Musiker/innen zur Unterstützung von Innovations- und Integrationsprozessen und damit zur Unternehmensentwicklung eingesetzt werden können. Andererseits adressiert es Musiker/innen aus der Bodenseeregion und gibt Handlungsempfehlungen, welche Art von Unternehmen unter welchen Rahmenbedingungen und mittels welcher Kompetenzen als Auftraggeber in Frage kommt.

Um aufzuzeigen, wie die Musik in die Unternehmensstrategie und/oder in die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit integriert werden kann, ist vorgesehen, für die am Projekt beteiligten Wirtschaftsunternehmen im Rahmen eines Pilotprojekts Workshops mit Unternehmen und Musikern/innen durchzuführen und einen konkreten Umsetzungsplan zu entwickeln. Dabei sollen neben dem integrativen Charakter der Musik im Sinne von Diversity insbesondere auch die von Musik ausgehenden innovativen Impulse für Unternehmen Beachtung finden.

Beteiligte Projektpartner:

Prof. Dr. Wilfried Lux, FHS St.Gallen (Projektleitung)

Prof. Evelyn Fink-Mennel, Vorarlberger Landeskonservatorium

Prof. Dr. Pietro Morandi, Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)

Projektlaufzeit: 1.1.2017 – 31.10.2018

Umfrage: Wir such Musiker (und Unternehmen), die über ihre Erfahrungen (oder Erwartungen) berichten können.

Ab März 2017 wird eine Umfrage in der Region D-A-CH (Deutschland, Österreich, Schweiz) starten, um eine Bestandsaufnahme der aktuellen Zusammenarbeit von Künstler/-innen und Wirtschaftsunternehmen zu machen. Dazu suchen wir Künstler/-innen (vor allem Musiker/-innen) und Unternehmen, die über ihre Erfahrungen (oder Erwartungen) berichten können. Wir bitten diejenigen, die bereit sind, im Rahmen einer Online-Erhebung oder in einem persönlichen/ telefonischen Interview darüber zu erzählen, sich bei uns zu melden.

Kontakt: FHS St.Gallen, Institut für Unternehmensführung

Frau Liselotte Arnet, Tel.: +41 71 226 13 80, Email: Liselotte.Arnet@fhsg.ch.

Mitwirkenden bietet sich Gelegenheit, sich untereinander sowie mit den mitwirkenden Unternehmen zu vernetzen. Wir freuen uns von Ihnen zu Hören.


Kretaivwirtschaft Bodensee – Wertschöpfung zwischen Kultur, Ökonomie und Technologie

Wo lassen sich aus grenzübergreifenden Kooperationen der Kreativwirtschaft innovative Netzwerke und Wertschöpfungskonstellationen identifizieren, deren Dynamik die Bodenseeregion als Innovationsstandort prägen? Diese Fragen adressiert das Projekt, wenn es darum geht, die empirische Basis für das Verständnis der Spezifik und Komplexität der transnationalen Region zu legen.

Die Beantwortung der Fragen erfolgt auf verschiedenen Ebenen: statistisch quantitativ wie qualitativ aus Sicht der Akteure. Aufgrund der speziellen Kontextbedingungen und der kulturräumlichen Verortung der Kreativwirtschaft lassen sich zugleich einige grundlegende Forschungsfragen der internationalen Debatte untersuchen: Ist die Kreativwirtschaft ein städtisches oder regionales Phänomen? Wie organisiert sie sich in ländlichen Gebieten? Welche Vernetzungen gibt es zu Branchen jenseits der Kreativwirtschaft, die aufgrund der räumlichen Nähe erfolgen? Wie sind die lokal verwurzelten Akteure mit globalen Logiken verknüpft?

Das beantragte Projekt legt erstmalig statistisches Datenmaterial für die Kreativwirtschaft in einer grenzüberschreitenden Perspektive vor. Damit wird ein vernetzter Zugang gewählt, der für die Bodenseeregion adäquat ist. Dazu entwickelt das Projekte u.a. Mappings, welche einer länderübergreifenden Betrachtung der Kreativwirtschaft auf attraktive und aufschlussreiche Weise zu visualisieren vermögen. Nebst der Aufarbeitung im „Kreativwirtschaftsbericht Bodensee“ werden innovative Formate entwickelt, um die Resultate an unterschiedliche Communites in Praxis, Politik und Wissenschaft zu vermitteln.

Beteiligte Projektpartner: Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) (Projektleitung), HTWG Konstanz

Praxispartner: Statistisches Amt Kanton Zürich

Projektlaufzeit: 1.4.2017 – 31.12.2018