Weitere Projekte

Seit 2013 werden Projekte in die Kategorien „Initialprojekte“, „Schwerpunktprojekte“ und „Regionalprojekte“ eingeteilt. Auch in den Jahren davor wurden die für die Bodenseeregion relevanten Themen im Rahmen der Projektförderung aufgegriffen. Folgende Projekte wurden zwischen 2009 und 2013 von der IBH unterstützt:

ALPHA-Unterrichtskompetenz im Berufseinstieg

Im  Projekt wurde längsschnittlich die Entwicklung von Unterrichtskompetenz im Vorbereitungsjahr bzw. ersten Berufsjahr untersucht. Zu Beginn des Vorbereitungsdienstes bzw. der Berufstätigkeit wird bei den Lehrerinnen und Lehrern der Stand der Unterrichtskompetenz erhoben und im Verlaufe des ersten Berufsjahres dessen Veränderung gemessen. Fokussiert werden dabei das Ausmaß der Standarderreichung und das Niveau der Ausbildung hinsichtlich Tiefe, Nachhaltigkeit und deren Abstützung auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Kombination verschiedener Untersuchungsinstrumente (Fragebogen, Vignettentest, Unterrichts-Videographie, Schülerfragebögen, Erhebung von Persönlichkeitsvariablen bzw. Selbstwirksamkeitserwartungen) soll ermöglichen, sowohl die Selbsteinschätzung der Lehrpersonen, die Einschätzung durch die Schülerinnen und Schüler sowie Beobachtungsdaten zur Unterrichtskompetenz miteinander in Beziehung zu setzen. Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen die Fragen, wie sich komplexes, handlungswirksames (Lehrerinnen bzw. Lehrer-) Wissen aufbaut und es der Ausbildung gelingt, diesen Erwerb zu fördern.

Die Ergebnisse zeigen, dass es allgemein im ersten Berufsjahr keine signifikanten Veränderungen der unterrichtlichen Kompetenzen gibt. Zwischen den vier Regionen und ihren Ausbildungsstätten ergaben sich jedoch signifikante Unterschiede, und zwar nicht nur bei den unterrichtlichen Kompetenzen, sondern auch bei der Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Für die Gesamtstichprobe zeigten sich stabile Verläufe zwischen der Unterrichtskompetenz und der abhängigen Variablen Mathematikleistung und Unterrichtswahrnehmung durch die Schüler/innen. Der Vergleich zwischen Berufseinsteigern und erfahrenen Lehrpersonen zeigte nur in Teilaspekten der kognitiven Aktivierung signifikate Unterschiede.

Beteiligte Projektpartner: PH Weingarten (Projektleitung), PH St.Gallen, PH Vorarlberg, PH Zürich

Projektlaufzeit: 1.9.2009-31.8.2012

Projekthomepage

Projektseite PH St.Gallen

Projektseite PH Vorarlberg

ProjektPlakate_A4_ALPHA


BAER – Bodensee-Alpenrhein-Energieregion

Die Regio Bodensee ist eine wirtschaftlich sehr dynamische und ökologisch hochwertige Region inmitten Europas. Sie zeichnet sich eine grosse Innovationskraft und ein hohes Mass an internationaler Vernetzung aus. Allerdings beruht die wirtschaftliche und kulturelle Dynamik auf Energiesystemen, die zum weitaus grössten Teil aus importierten Erdöl-, Erdgas-, Kohle- und Uranressourcen bestehen. Wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Bodenseeregion aus, wenn diese Ressourcen verknappen oder sie ökologisch nicht mehr tragbar sind? Was bedeutet es für andere Regionen?

Das Projekt BAER (Bodensee-Alpenrhein-Energieregion) prüfte die Chancen der Regio Bodensee, sich selbst mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Gleichzeitig sollten Risiken und Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Region übertragen werden.

Das Projekt hat gezeigt, dass der Raum BAER vollständig durch erneuerbare Energien versorgt werden kann – bis 2030 mit Strom, bis 2050 mit Wärme und E-Mobilität-Energie. Eine Wertschöpfung in Höhe von € 1.7 Milliarden bis 2020 ist möglich, auch 5‘300 neue Arbeitsplätze könnten entstehen. Die Effizienzpotenziale werden im Gebäudepark und Transport als gross angesehen, da die Integrationschancen für erneuerbare Energien enorm sind. Insbesondere der Transportsektor hat grosse Chancen auf erneuerbare Energien umzusteigen. Aus Sicht des Projetteams kann auf eine breite Unterstützung in der Bevölkerung zurückgegriffen werden.

Das von der IBH unterstützte Projekt Bodensee-Alpenrhein Energie- und Klimaregion (BAER) ist eines der Projekte, die für den IBK-Nachhaltigkeitspreis 2014 nominiert wurden. Es wurde vom Fürstentum Liechtenstein vorgeschlagen.

Die Ergebnisse des Projektes wurden im Buch “Regenerative Region Energie- und Klimaatlas Bodensee-Alpenrhein / Energy- and Climate Atlas Lake Constance-Alpine Rhine” veröffentlicht.

Das Projekt gehört zum Schwerpunktthema „Energie, Umwelt und Mobilität in der Regio Bodensee“

Beteiligte Projektpartner: Universität Liechtenstein (Projektleitung), Universität St. Gallen, HTWG Konstanz, HSR Rapperswil und ZHAW

Projektlaufzeit: 1.10.2009-31.3.2013

Hompage des Projektes

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Biologie und Photonics

Das Projekt „Biologie und Photonics“ integrierte Erkenntnisse der Biologie und der Photonik und befindet sich so an der Schnittstelle verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen, was sich in die Beteiligung von Forschenden der Mikroskopie, Laser-Physik und Molekularbiologie der Universitäten Zürich und Konstanz widerspiegelt. Im Rahmen dieses Projektes wurden vor allem Proteinveränderungen aufgrund von UV-Einstrahlungen untersucht, um so einen Beitrag zur Erforschung von Hautkrebs zu leisten. Um genaue Kenntnisse über die Ursachen und den Verlauf dieser sich in den vergangen Jahren stark verbreitenden Krankheit zu erlangen, sind Kenntnisse über die Auswirkungen von UV-Strahlung auf die DNA notwendig.

Die Reparatur von DNA-Schäden ist ein zentraler Schutzmechanismus, der unser Genom stabilisiert und somit der Entstehung von Krebs entgegenwirkt. Im Rahmen des Projektes wurden die Aktivitäten mehrheitlich auf die Frage ausgerichtet, wie menschliche Zellen auf DNA-Schädigungen reagieren. Als universelle Reparaturmechanismen wurden die Wirkungen der Nukleotide-Excisionsreparatur untersucht. Durch die im Projekt eingesetzten Photonics-Methoden konnten wichtige neue Erkenntnisse zu den Mechanismen der Erkennung und Reparatur von DNA-Schäden gewonnen werden, die für das Verständnis und die Therapie von Krebs von Bedeutung sind.

Beteiligte Projektpartner: Universität Zürich (Projektleitung), Universität Konstanz

Projektlaufzeit: 1.3.2009-31.12.2012


Bodensee Geschäftsklimaindex BGKI

Der Bodensee Geschäftsklimaindex BGKI ergänzt die nationalen Geschäftsklimaindizes um eine internationale, grenzüberschreitende Perspektive.

Der Bodensee Geschäftsklimaindex BGKI.net ist der konjunkturelle Stimmungsindikator für die internationale Bodenseeregion. Er basiert  auf einer regelmässigen Online-Umfrage unter Unternehmen, in der Daten zur aktuellen und prognostizierten wirtschaftlichen Entwicklung gewonnen werden. Diese können in Verbindung mit einer Auswertung den EntscheidungsträgerInnen in Wirtschaft und Politik wichtige Zusatzinformationen liefern und einen Input für die Bearbeitung  regionalökonomischer Fragestellungen bilden.

Mittels der IBH-Förderung konnte die zweijährigen Pilotphase ausgeweitet werden, um zu einer repräsentativen Erweiterung der teilnehmenden Unternehmen sowie zu  einer Vernetzung mit weiteren Projektpartnern zu gelangen. Studierenden verschiedener Hochschularten erlangen Praxiserfahrung im Umgang mit Befragungs- und Datenanalysemethoden.

Beteiligte Projektparner: Universität Konstanz (Projektleitung), Universität Liechtenstein und HS Ravensburg- Weingarten

Projektlaufzeit: 1.3.2010-31.12.2012

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Brücke-Berufsorientierung und Übergangsmanagement

Das Projekt trägt dazu bei, denÜbergang von der Sekundarstufe I in den Beruf zu verbessern. Verantwortliche in den Bereichen Bildungspolitik, regionales Bildungsmanagement, Berufsinformation, Curriculumentwicklung, Schulleitung und Lehrerbildung Betrieben sowie Organisationen der Arbeitswelt erhalten neue Erkenntnisse, wie der Berufseinstieg verbessert werden kann. Langfristig sollen von den Erkenntnissen die regionalen Unternehmen und die Berufseinsteiger profitieren, weil z.B. das Risiko für Ausbildungsabbrüche gemindert werden kann.

Das Projekt erforscht die regionalen Entwicklung von Berufsvorbereitungs- und Übergangsmanagementsystemen in Hauptschulen, Mittelschulen und Realschulen bzw. Schulen der Sekundarstufe I der internationalen Bodenseeregion. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf die Nutzung von regionalen und subregionalen Ressourcen, wie z.B. durch Schulkooperationen, Wirtschafts- und Betriebskooperationen, Mittelakquisition, Elterneinbindung und andere Ehrenamtsbeteiligungen, gelegt.

Durch die Befragung von Schulleitungen, Schüler/-innen, Lehrpersonen und Betriebsakteuren in der Bodenseeregion der drei Staaten Deutschland, Österreich und Schweiz sollen sowohl ein grenzübergreifendes regionales Forschungsergebnis entstehen als auch mögliche länderspezifische Unterschiede herausgearbeitet werden.

Als Ergebnis des Projektes konnten die Leistungen und Wirkungen der Schulen und ihrer Partner in der Berufsorientierung und im Übergangsmanagement Schule – Beruf multiperspektivisch exploriert und dargestellt werden. Es wurden Good-Practice-Beispiele als Handbuch publiziert und zur Verfügung gestellt. Damit konnte auch ein Beitrag zum Image der Schulen und ihrer Partner im Übergangsmanagement geleistet werden.

Beteiligte Projektpartner: PH Weingarten (Projektleitung), PH St.Gallen, PH Thurgau, PH Vorarlberg, Zürcher Hochschulinstitut für Schulpädagogik und Fachdidaktik

Projektlaufzeit: 1.9.2010-31.12.2012

Projektseite PH Weingarten

Projektseite PH St. Gallen

Projektseite PH Vorarlberg

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Schlussbericht


CLILA- Fremdsprachlicher Sachfachunterricht

Der fremdsprachliche Sachfachunterricht, auch Content and Language Integrated Learning (CLIL) genannt, wird von der Europäischen Union und vielen Fremdsprachendidaktikern als Chance gesehen, eine auf dem traditionellen Fremdsprachenunterricht aufbauende, jedoch weit darüber hinausgehende Möglichkeit zum Erreichen einer angemessenen Fremdsprachkompetenz zu erzielen. Diese Unterrichtsform gewinnt in der Primarstufe an Bedeutung. In diversen Kantonen der Ostschweiz und in Baden-Württemberg sind verschiedene Formen des CLIL-Unterrichts eingeführt.

Die zeitnahe Lösung zahlreicher didaktischer Fragen, die das Verhältnis von Sprache und Inhalt zueinander betreffen, insbesondere aber die der Leistungsmessung und -bewertung, entscheiden über die weitere Akzeptanz und Verbreitung von CLIL. Bislang existieren weder in der Forschung noch in der Unterrichtspraxis konkrete und ausgereifte Überlegungen, wie die Leistung angemessen evaluiert werden könnte, sodass ein Kompetenzzuwachs in der Fremdsprache und im Sachthema berücksichtigt wird. Ziel des Projektes der PH Weingarten und der PH Zürich war die Erarbeitung eines Bewertungsinstrumentes für die sachfachlichen und fremdsprachlichen Leistungen von Grundschülern im CLIL-Unterricht.

Das Instrument soll eine Synthese der Kompetenzbeschreibungen des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, des lingualevel Modells (2007) sowie der Kompetenzbeschreibungen der Sachfachdidaktiken und der Lehrpläne der beteiligten Fächer darstellen. Deskriptoren, Bewertungsskalen und exemplarische Beispiele werden in Kooperation mit CLIL-Lehrkräften erarbeitet, in der Unterrichtspraxis getestet, und in überarbeiteter Form in einem Handbuch veröffentlicht und in Lehrerfortbildungen vermittelt.

Im Rahmen des Projektes wurden Deskriptoren, Bewertungsskalen und Beispiele für förderorientierte sowie beurteilungsrelevante Assessment-Aufgaben erarbeitet und in Kooperation mit CLIL-Lehrkräften in der Unterrichtspraxis getestet. Die Ergebnisse wurden überarbeitet und in Lehrerfortbildungen vermittelt.

Beteiligte Projektpartner: PH Weingarten (Projektleitung), PH Zürich

Projektlaufzeit: 1.10.2010 – 31.12.2012

Projektseite PH Weingarten

ProjektPlakate_A4_CLILA


Dual Career Couples

Dual Career Couples (DCC) sind Paare, bei denen beide Partner eine hohe Bildung und Berufsorientierung besitzen sowie eine eigenständige Berufslaufbahn verfolgen. Diese Paar- und Familienkonstellation trifft auf einen überwiegenden Teil der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu. Frauen wie Männer stehen vor dem Problem der Vereinbarkeit von Familie und beruflicher Karriere im wissenschaftlichen oder akademischen Bereich. Die hohen Anforderungen an zeitlicher Flexibilität und Mobilität im Hochschulbereich stehen oft der Idealvorstellung entgegen, dass beide Partner gleichermaßen eine berufliche Karriere verfolgen und gemeinsam die Familie managen.

Als Projekt der Internationalen Bodensee-Hochschule haben sich sechs ihrer Hochschulen sowie die Universität Tübingen entschlossen, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen: Universität Zürich, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz, der Hochschule Ravensburg-Weingarten, Pädagogischen Hochschule Weingarten sowie der Universität Konstanz, bei der die Projektkoordination liegt.

Ziel war es, hochschul- und länderübergreifendes Programm zur Förderung dualer Karrieren aufzulegen und den Frauenanteils in der Wissenschaft zu erhöhen. Gefördert wird das Projekt auch vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Das Programm beinhaltet einzelne Servicestellen, die jeweils an ihren Hochschulen die Partnerinnen und Partner neu kommender Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beraten und sie in Fragen der eigenen beruflichen Karriere und des Familienumzugs unterstützen. Hochschulen kooperieren im Verbund mit dem Ziel, gemeinsame Fördermöglichkeiten für duale Karrieren zu erarbeiten. Zudem wird ein Netzwerk der Hochschulen mit der regionalen Wirtschaft und Arbeitgebern der Region geschaffen.

Langfristig ist es durch den angestrebten Familiennachzug und Unterstützung des Partners bei der Suche nach einer ausbildungsäquivalenten Tätigkeit möglich, hochqualifizierte Arbeitnehmer in der Regio Bodensee einer langfristigen Perspektive zu bieten. Das Projekt wirkt so der Abwanderung von Wissenschaftlern ins Ausland entgegen und kann sogar ein Entscheidungskriterium für die Rückkehr in die Region sein. Laut des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft (Brain Drain – Brain Gain, 2002) machen 80% der verheirateten deutschen Wissenschaftler ihre Entscheidung nach Deutschland zurückzukehren, davon abhängig, ob ihre Lebenspartner dort ebenfalls ein befriedigendes Stellenangebot haben.

Durch das Projekt erhielt die Dual-Career-Thematik im Bodenseeraum einen Schub: die Thematik wurde bekannt gemacht sowie die Chancen, die Karrierepaare für die Bodenseeregion bedeuten, verdeutlicht. Auch ist die Dual-Career-Thematik an den beteiligten Hochschulen Bestandteil der Hochschulstrategie geworden und trägt zur Attraktivitätssteigerung des Wissenschafts- und Wirtschaftsraumes Bodensee bei. Die Projekthochschulen zählen zu den Pionierinnen der Dual-Career-Unterstützung. Die Bildung eines hochschularten- und grenzübergreifenden Netzwerks war bis dato einmalig. Die Begleitung von Dual-Career-Paaren trug nicht nur dazu bei, zahlreiche WissenschaftlerInnen sowie Fach- und Führungskräfte zu gewinnen, sondern diese auch nachhaltig an den Standorten zu integrieren.

Beteiligte Projektpartner: Universität Konstanz (Projektleitung), HTWG Konstanz, ZHAW, Universität Zürich

Projektlaufzeit: 1.1.2008-30.9.2010

Weitere Informationen zum Thema Dual Career Couples an der Universität Konstanz:  http://www.uni-konstanz.de/dcc

Kontakt: Kerstin Melzer, Universität, Fach 59, D-78457 Konstanz, Tel: +49 7531 88 2430, Kerstin.Melzer@uni-konstanz.de


E-Society Bodensee 2020: Impulse für offene gesellschaftliche Innovation in der Bodensee-Region

Staat und Verwaltung verändern sich, öffnen sich und werden zunehmend bürgernäher. Auch der Stil im Umgang miteinander wandelt sich. An Ideen, Impulsen und Vorschlägen von ganz unterschiedlichen Akteuren mangelt es kaum. Innovationspotentiale, Ideen- und Kreativwettbewerbe werden bereits heute schon oftmals eingesetzt, um externe Wissensressourcen zu nutzen.

Ziel

Das Projekt eSociety Bodensee 2020 beschäftigte sich mit der Fragestellung, wie offene Innovation zur Lösung gesellschaftlicher Fragen in der Bodensee-Region beitragen kann. Unter der Verwendung von Open Innovation Ansätzen sollten Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt werden.

Ergebnisse

Im Rahmen des Projektes wurden in der Bodenseeregion erste herausragende Praxisbeispiele offener gesellschaftlicher Innovation analysiert, wie z.B. „Sag’s doch“ als Bürgerhinweisservice der Stadt Friedrichshafen, der Mängelmelder „Züri wie neu“ und die Partizipationsplattform „mySG“ der Stadt St. Gallen. Auch wurden eigene Pilotprojekte in der Region angestoßen. So entstand in Kooperation mit dem Liechtensteinischen Landesmuseum mit „Du bisch dra!“ ein Ideen- und Kreativwettbewerb, bei dem es darum ging, gemeinsam mit der Liechtensteinischen Bevölkerung das Landesmuseum der Zukunft zu gestalten. Die Zeppelin Universität rief zur „Mapping-Aktion“ mit der Wheelmap auf, um in Friedrichshafen, Konstanz, Lindau und St. Gallen gemeinsam öffentliche Orte hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit für Menschen mit Mobilitätseinschränkung zu bewerten.

Der zweite Schwerpunkt der Aktivitäten lag in der strukturierten Erfassung und systematischen Evaluation der Werkzeuge, die offene gesellschaftliche Innovation befördern können. In einem frei zugänglichen Werkzeugkasten für offene gesellschaftliche Innovation (The Open Societal Innovation Toolbox (TosiT): http://www.tosit.org) sind die Evaluationsergebnisse zusammengefasst. Der Katalog mit seinen acht Kategorien soll Interessierten aus der Bodenseeregion helfen, geeignete Werkzeuge und Dienste für innovative Projekte zu finden. Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wird es so vereinfacht, auf vorhandene Angebote zu offener gesellschaftlicher Innovation zurückzugreifen und diese in ihren Vorhaben einzusetzen. Derzeit sind mehr als 170 Werkzeuge in der TosiT-Datenbank erfasst.

Für eine innovative Region wird es jedoch nicht ausreichen, nur auf die entsprechenden Dienste und Werkzeuge zu verweisen. Das Potential dieser Dienste muss von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erkannt, verstanden und praktisch erprobt werden, um mit guten Ideen und wertvollen Impulsen zu überzeugen. Zugleich sind Initiatoren, Koordinatoren und Aktivisten, die sich von einem Einsatz dieser Dienste echte Mehrwerte für ihr Anliegen und eine professionelle Unterstützung versprechen, im Umgang mit diesen Diensten zu schulen und zu trainieren. Bürgern muss es zudem sehr leicht gemacht werden, sich und ihre Kreativität in entsprechende gestalterische Vorhaben einzubringen.

„Schließlich liegt es an uns, also an den Bürgern, Politikern, Verwaltungsmitarbeitern und Wirtschaftstreibenden in der Region, welche Impulse wir in innovative Prozesse einbringen und was wir letztendlich daraus machen wollen.“ Prof. Dr. Jörn von Lucke, Projektleiter, Zeppelin Universität

Beteiligte Projektpartner: Zeppelin Universität (Projektleitung), Universität Liechtenstein, FHS St.Gallen

Projektlaufzeit: 1.1.2012-31.12.2014

Projekthomepage

Projektseite der FHS St.Gallen

ProjektPlakat_A4_eSociety

Folienprasentation Projekt eSociety


Fluiddurchströmte Glasfassadenelemente – Fluidglas

Weltweit werden 40% des Energiebedarfs im Gebäudesektor verwendet, wobei Heizung und Kühlung für den Grossteil davon verantwortlich sind. Durch ein sog. fluiddurchströmtes Glasfassadensystems kann dieser Energieverbrauch signifikant reduziert werden. Hierbei handelt es sich um transparente Solarkollektoren, die als Bauteile in Hauswände integriert werden. Diese transparenten Kollektoren ersetzen zusätzlich die isolierende Gebäudehülle und bilden ein standardisiertes Bauteil. Ziel des Projektes ist es, Architekten und Ingenieure ein Produkt zu liefern, das die Effizienz ihrer Gebäude entscheidend verbessert. Im Vergleich zu konventionellen Doppelfassadensystemen können ca. 50 – 70cm an Fassadentiefe eingespart werden, wodurch die nutzbare Fläche des Gebäudes erhöht wird.

Die Forschungsergebnisse führten zu neuartigen Lösungen bei flüssigkeitsdurchströmten Fassaden. Es konnten Prototypen mit zwei flüssigkeitsführenden Schichten entwickelt werden. Eine entsprechende Patentanmeldung erfolgte. Aufbauend auf den Projektergebnissen konnte im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms – Energy ein Antrag über 5 Mio. € erfolgreich eingereicht werden. Neben der Universität Liechtenstein und der NTB Buchs sind 9 weitere europäische Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft an diesem Projekt beteiligt.

Das Projekt gehört zum Schwerpunktthema „Energie, Umwelt und Mobilität in der Regio Bodensee“ der Internationalen Bodensee-Hochschule.

Beteiligte Projektpartner: Universität Liechtenstein (Projektleitung), NTB Buchs.

Weitere beteiligte Hochschulen (nicht IBH-Hochschulen, separat finanziert): Technische Universität München, Institut für Stahlbau „ICOM“ der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne EPFL

Projektlaufzeit: 1.4.2009-31.3.2012

ProjektPlakate_A4_Fluidglas


Green Destination

Beim Management von Destinationen konzentriert man sich hinsichtlich der Steuerung relevanter Prozesse traditionell auf Aspekte wie Zeit, Kosten oder Qualität, vernachlässigt aber häufig ökologische und soziale Gesichtspunkte. Viele dieser Destinationen werden heute mit der Herausforderung konfrontiert, dass Energie und natürliche Ressourcen immer knapper bzw. teurer werden. Vor diesem Hintergrund besteht beim Destinationsmanagement allein schon aus Wirtschaftlichkeitsgründen die Notwendigkeit, Ressourcen und Energie in den Prozessen effizient einzusetzen. Weitere Treiber für eine effiziente Ressourcen- und Energienutzung sind die Wünsche ökologisch bewusster Kunden, sich bei der Nutzung von Dienstleistungen umwelt- und ressourcenbewusst zu verhalten. Eine nachhaltige Gestaltung der gesamten Prozesse und Wertschöpfungsnetzwerke im Destinationsmanagement bedarf jedoch einer ganzheitlichen Betrachtung.

Ziel

Ziel des Projekts Green Destination war es, den Tourismus in der Bodenseeregion auf lange Sicht nachhaltiger zu gestalten und die Entwicklung und Anpassung von Angeboten an die Folgen des Klimawandels aktiv zu unterstützen. Die Erfahrungen im Tourismus zeigen, dass das Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung zunimmt und immer mehr Gäste einen ressourcenschonenden Umgang mit Natur und Landschaft wünschen. In der Praxis fehlen den touristischen Entscheidungsträgern aber häufig die Zeit oder das Know-how, um die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen einer Anpassung abschätzen zu können. Das Projekt Green Destination setzte an der konzeptionellen Entwicklung eines praxistauglichen, nachhaltigen Managementcockpits für touristische Destinationen an. Unter einem nachhaltigen Managementcockpit ist ein intelligentes Software-System zu verstehen, das dem Monitoring und Benchmarking der relevanten Nachhaltigkeits-Kennzahlen und Indikatoren im Destinationsmanagement sowie zu deren Kommunikation und Verbreitung dient.

Ergebnisse

Im Rahmen des Projektes wurden Destinationen in den Pilotregionen Bodenseeraum und Zürichsee in den teilnehmenden Ländern (Deutschland, Österreich und Schweiz) ausgewählt, die naturnahe oder auch kulturelle Tourismusprojekte vermarkten. Die Ist-Aufnahme hat gezeigt, dass vor allem in den größeren Destinationen keine konkrete Grüne Vision und Mission vorliegt und eine strukturierte Herangehensweise oftmals nicht vorhanden ist. Insbesondere für (grenzüberschreitende) Destinationen empfiehlt sich der Einstieg in das ökologische Nachhaltigkeitsmanagement durch eine Fokussierung auf zunächst wenige strategische Ziele/Indikatoren in einem festgelegten Bereich, der mit einer ersten Transparenz und Relevanzbewertung erschlossen werden kann. Ein verbindendes Nachhaltigkeitsthema, das große Auswirkungen auf die ökologische Umwelt hat und über die Ländergrenzen hinweg eine große Rolle für die erfassten Destinationen spielt, ist beispielsweise der Bereich der nachhaltigen Mobilität. Die Einführung eines ökologischen Nachhaltigkeitsmanagements in das Feld der nachhaltigen Mobilität kann die Komplexität des Themas auf handhabbares Maß reduzieren und die Begründung für ein erfolgreiches grünes Destinationsmanagement darstellen.

Als Ergebnis des Projektes wurden Nachhaltigkeitskennzahlen erarbeitet, die mit Hilfe eines webbasierten Tools erfasst und ausgewertet werden können, um ein Benchmarking vorzunehmen und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

„Ein webbasiertes Managementcockpit liefert Tourismusdestinationen ein wertvolles Instrument für die Entwicklung von Strategien zu mehr Nachhaltigkeit.“

Beteiligte Projektpartner: HTWG Konstanz (Projektleitung), HSR Rapperswil

Projektlaufzeit: 1.7.2013-31.3.2014

Projektseite an der HTWG

Masterstudierende forschen im Projekt „Green Destination“ an der HTWG Konstanz

ProjektPlakat_A4_Green-Destination


Indikatorengestützte Bildungsberichte im Bodenseeraum

In der Gesellschaft ist das Bewusstsein über den Zusammenhang zwischen Bildung und wirtschaftlichem Erfolg gewachsen. Eine systematische Datengrundlage bzw. Datenerfassung leitet sich aus der Grundidee ab, eine Bildungsplanung anzustreben, in der zukünftige Bedürfnisse rechtzeitig erkannt und mit entsprechenden strategischen und operativen Massnahmen gesteuert werden. Die datenbasierte Steuerung und Rechenschaftslegung sind zentrale Elemente zur Entwicklung des Bildungssystems.
Um den Bodensee befindet sich eine Reihe namhafter Städte und Kommunen, die Bildung als bedeutsam für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und der Region erkannt haben. Der Bodenseeraum ist heute in Bezug auf Bildung nicht transparent erschlossen, geschweige denn basieren die Entwicklungsstrategien der Städte und Kommunen auf Bildungsindikatoren.

Gemeinsam mit dem Internationalen Städtebund Bodensee ISB wurden Bildungsindikatoren zur laufenden Beobachtung (Bildungsmonitoring) und Steuerung der Rahmenbedingungen, der Verlaufsmerkmale und der Ergebnisse von Bildungsprozessen erhoben. Ziel war es, die Bildungslandschaft um den Bodensee zu erkunden und den politischen und pädagogischen Handlungsbedarf rechtzeitig zu erkennen und strategisch zu handeln. Die Bildungsindikatoren liefern die Grundlage für einen Bildungsbericht und die strategische Ausrichtung des Bildungsraums.

Die Erhebung der Bildungsindikatoren in acht Städten und Kommunen basiert auf dem Indikatorenraster des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (2011) und umfasst die
Tageseinrichtungen für Kinder und die allgemeine Schule. Aus einer Gesamtschau der Bildungsindikatoren der beteiligten Kommunen und Städte wird eine Bildungslandkarte als
Entwicklungsprogramm für den Bodenseeraum erstellt.

Ein im Projekt entwickeltes Indikatorenraster schaffte die Grundlage für die gemeinsame Betrachtung der unterschiedlichen Bildungssysteme Deutschlands, Österreichs und der Schweiz und der jeweiligen Bundesländer bzw. Kantone. Die qualitative Analyse der vorliegenden Daten zeigte grosse Unterschiede in den Steuerungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene und einen ausgeprägten Bedarf an Fachunterstützung in der Erhebung und Nutzung von Datenmaterial für Steuerungszwecke.

Beteiligte Projektpartner: PH St.Gallen (Projektleitung), PH Weingarten, Internationaler Städtebund Bodensee

Projektlaufzeit: 1.5.2012-31.7.2013

Projektseite der PH St.Gallen

Projektseite der PH Weingarten

IBH-WTT Tagung:  „Bildung in den Kommunen gezielt steuern!?“

ProjektPlakat_A4_Indikatorengestützte-Bildungsberichte

Schlussbericht


INTeB- Innovation naturwissenschaftlich-technischer Bildung in Grundschulen

Das Projekt zur Innovation naturwissenschaftlich-technischer Bildung in Grundschulen der Region Bodensee (INTeB) unterstützte länderübergreifend Grundschulen im Hinblick auf die naturwissenschaftlich- technische Interessen- und Wissensbildung von Kindern und Lehrkräften. Das Material- und Lernraumangebot „Lerngarten Fliegen“ wird mit einer Lehrkräfte-Schulung hinsichtlich Lernberatung und fachdidaktischer Unterstützung ergänzt, in ein konzentriertes mobiles Lernarrangement umgewandelt und vor Ort im Primarbereich eingesetzt.

Die Auswirkungen auf die Interessenentwicklung und Lernprozesse von Kindern und die Kompetenzentwicklung von Lehrkräften vor dem Hintergrund der jeweiligen institutionellen Rahmung wurden untersucht. Die Nachhaltigkeit in der Region wird angestrebt durch die Bildung eines gemeinsamen Schwerpunktes in Forschung und Lehre und die Distribution der erprobten Materialien an den Hochschulstandorten. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen dem Aufbau eines innovativen Netzwerkes von Ausbildungs- und Bildungsinstitutionen für den Ringtausch und die Weiterentwicklung von mobilen Unterrichtsmaterial und die Qualifizierung von Lehrkräften.

In einzelnen Aspekten des Professionswissens wie Fachwissen oder fachdidaktischem Wissen zeigten die Fortbildungen unterschiedliche Wirkungen: viele Aspekte des fachdidaktischen Wissens und der pädagogischen Überzeugungen verändern sich längerfristig nicht. Im Bereich der Lernbegleitung konnten drei differenzierbare Muster von unterstützendem Lehrerhandeln analysiert werden. Diese Ergebnisse können gewinnbringend für Weiter- und Fortbildungen sein. Auf Schülerseite konnte gezeigt werden, dass die Schüler durch den Einsatz des Lernarrangements etwas hinsichtlich experimentelles Fähigkeiten dazu gelernt haben. Es wird wie geplant über das Projektende hinaus weitergearbeitet.

Beteiligte Projektpartner: PH Weingarten (Projektleitung), PH St. Gallen, PH Vorarlberg sowie das Regionale Didaktische Zentrum Gossau und das Staatliche Schulamt Markdorf.

Projektlaufzeit: 1.1.2011-31.12.2013

Projektseite der PH Weingarten

Projektseite der PH St.Gallen

ProjektPlakate_A4_INTEB


Invista-WTI / Innovationsportal zur Unterstützung von Wissenstransfer und Innovationsvorhaben

Innovationsfähigkeit ist für Unternehmen ein Schlüsselfaktor für den Erfolg. In immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen sollen neue Ideen und Produkte entwickelt werden. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen stellt dies eine sehr große Herausforderung dar. Sie haben vielfach nicht die erforderlichen Ressourcen oder Kompetenzträger in ihrem Unternehmen oder sind durch die Integration in das tägliche operative Geschäft nicht in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen. Um stetig Innovationen generieren zu können, sind diese Unternehmer auf externe Ressourcen angewiesen. Dabei handelt es sich nicht nur um qualifiziertes Fachpersonal, das Forschungs- und Entwicklungsprojekte vorantreibt. Auch die Unsicherheit vieler Unternehmer hinsichtlich Kooperationsmöglichkeiten mit öffentlichen Forschungseinrichtungen sowie organisatorische Bedenken mit dem damit verbundenen Koordinationsaufwand spielen eine wichtige Rolle.

Ziel

Ziel des Projektes INVISTA war der Aufbau eines Innovationsportals, das über die reine Kontaktvermittlung einzelner Know-how-Felder hinaus geht und den Unternehmen wissenschaftliche Begleitung für alle Schritte eines Innovationsprozesses anbietet. Zur Überprüfung der Praxistauglichkeit und der direkten Anbindung an die Bedürfnisse von potenziellen Unternehmen für den Wissens- und Technologietransfer erfolgte die Einbindung eines Pilotunternehmens.

Ergebnisse

Das im Rahmen des Projektes entwickelte Innovationsportal „inno4regio“ basiert auf einem generischen Innovationsprozess. Mittels standardisierten Prozessen soll den Unternehmern die Möglichkeit gegeben werden, externe Innovationsvorhaben durch eine Problemanalyse anzustoßen und Partner aus Hochschulen einzubeziehen. Unternehmen können die Themenstellung ohne Koordinationsaufwand über den öffentlich zugänglichen Bereich des Portals eintragen. Nach Eingang der Anfrage wird mit geeigneten Forschern aus den IBH-Mitgliedshochschulen Kontakt aufgenommen und sie finden sich – je nach Fragestellung – in hochschularten- und grenzüberschreitenden Teams zusammen. Hat sich das Unternehmen für die Zusammenarbeit mit den IBH-Forschenden entschieden, greift die zweite Funktion des Portals: Passwortgeschützt und unternehmensspezifisch können sich im Sinne eines Open Innovation Ansatzes in einem nicht öffentlichen Bereich (Outside-In-Prozesse) alle Projektbeteiligten austauschen – von der Ideenentwicklung über die Projektplanung bis zur Markteinführung, einschliesslich Fragen der Lizenzierung und Patentierung. Dieser Bereich kann sehr komplex sein, schliesslich ist denkbar, dass Professoren einer badischen Hochschule mit Forschenden einer Schweizer Hochschule sowie den Vertretern eines österreichischen Unternehmens zusammenarbeiten.

Durch die Vorgabe von bereits entwickelten Rahmenverträgen sowie Prozessschritten erleichtert das Innovationsportal eine schnelle und effiziente Projektabwicklung. Der Zugriff auf das fachliche sowie kreative Potenzial von 30 Hochschulen im IBH-Verbund ist dabei ein Alleinstellungsmerkmal, welches in dieser Form bisher noch nicht am Markt existiert.

„Das Portal bringt Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und vereinfacht den Zugriff der Unternehmen auf die unterschiedlichen Wissensfelder innerhalb der IBH-Hochschulen.“

Beteiligte Projektpartner: HTWG Konstanz (Projektleitung), FHS St.Gallen

Projektlaufzeit: 1.1.2012-30.6.2014

Weitere Informationen zu inno4regio im Info-Film

www.inno4regio.com

Schlussbericht


KUBEX

Kollegiales Unterrichtscoaching und Entwicklung experimenteller Kompetenz im Unterrichtspraktikum (KUBEX)

Mit der Studie werden Effekte einer Intervention zu Kollegialem Unterrichtscoaching (Kreis & Staub  2009, 2013) im Zusammenhang mit einem fachdidaktischen Lernimpuls auf die Entwicklung professioneller Kompetenzen zukünftiger Lehrpersonen untersucht.

Die Interventionsstudie zielt darauf,  grenzüberschreitende Expertise zur Entwicklung fachdidaktischer und kooperativer Kompetenz für die Unterrichtsplanung aufzubauen. In einem quasi-experimentellen, multimethodischen Design (Expertenbefragung, Tests, Fragebogen, Videoaufnahmen gemeinsamer Unterrichtsplanung, schriftliche Unterrichtsplanungen) werden Effekte der Intervention auf (a) Wissen und Überzeugungen bezüglich kooperativer Unterrichtsplanung, allgemein didaktischer sowie fachlicher und fachdidaktischer Wissensbestände zum Experimentieren in Biologie und (b) auf das Planungshandeln von Studierenden untersucht. Die Intervention findet im Rahmen von Seminaren zur Vorbereitung von Praktika statt. Die Stichprobe besteht aus ca. 110 Studierenden (Lehramt Biologie, Sek I) der Pädagogischen Hochschulen SG, TG, WE und ZH. Als Analysemethoden werden verschiedene quantitative und qualitative Verfahren eingesetzt.

Die Studie greift Forschungsdesiderate auf, denen sowohl aus wissenschaftlicher Perspektive als auch in der Praxis hohe Relevanz zukommt: Beide Themenbereiche (unterrichtsbezogene Zusammenarbeit von Lehrpersonen und fachdidaktische Kompetenz zum Experimentieren im NW-Unterricht) stehen im Fokus des aktuellen Diskurses über die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen. Die fachbereichs-, institutions- und grenzüberschreitende Kooperation zwischen den Projektpartner/ innen ermöglicht ein Projektdesign, mit dem sich die Förderung professioneller Kompetenzen zukünftiger Lehrpersonen ganzheitlich untersuchen lässt und in dem interdisziplinär neue Erkenntnisse generiert werden.

Tagung: Fachdidaktisches Mentoring in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Die Ergebnisse des Projektes wurden am 27. November 2015 im Rahmen einer Tagung vorgestellt. Die Veranstaltung trägt zur Dissemination der wissenschaftlichen und praxisrelevanten Erkenntnisse aus der IBH-Studie sowie aus weiteren Projekten bei, welche sich durch die Verknüpfung von Fachdidaktik und Mentoring im Hinblick auf Unterrichtspraktika auszeichnen. Ziel ist die Anregung themenbezogener Diskussionen über die Weiterentwicklung der schulpraktischen Ausbildung von Lehrpersonen in der Bodenseeregion und der Wissenstransfer zwischen Ausbildungsinstitutionen und beteiligten Akteurinnen und Akteuren in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Die Tagungsbeiträge geben Anregungen zur Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung durch Mentoring und Coaching in berufspraktischen Lernumgebungen in Verbindung mit fachdidaktischen Ausbildungselementen.

Beteiligte Hochschulen: PH Thurgau (Projektleitung), PH Weingarten, PH St.Gallen und PH Zürich

Projektlaufzeit: 1.1.2014 – 31.12.2015

Projektseite PH Thurgau

Projektseite PH Weingarten

Projektseite PH St. Gallen

Projektseite PH Zürich

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Tagung – Fachdidaktisches Mentoring in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Medienmitteilung zur Tagung

Interview mit Projektleiterin Prof. Dr. Annelies Kreis


Mobility Lake- nachhaltiges Mobilitätskonzept für Tourismus und Freizeit in der Bodenseeregion

Das Projekt hatte ein „Nachhaltiges Mobilitätskonzept für Tourismus und Freizeit in der Bodenseeregion“ im Fokus. Mobilität ist Voraussetzung für Tourismus und Naherholung, der durch sie verursachte Verkehr kann den Erholungswert jedoch negativ beeinflussen. Nachhaltige Mobilität gewinnt mit Fragen der CO2-Reduktion, Ressourcenknappheit und Energiewende allgemein immer mehr an Relevanz in der gesellschaftlichen Diskussion. Die Bodenseeregion könnte hier mit einem Konzept nachhaltiger Mobilität zur Modellregion werden; mit vier angrenzenden Ländern ergibt sich dabei eine Notwendigkeit zur länderübergreifenden Kooperation – im Bereich Mobilität und Verkehr eine besondere Herausforderung.

Die Initiative geht auf einen IBH-Workshop zurück, aus dem eine Arbeitsgruppe „Mobility Lake“ entstanden ist. Das Projekt beinhaltete Forschungstätigkeiten, die Intensivierung des Netzwerkes, die Bildung eines Konsortiums für die Antragstellung und die Etablierung von Kollaborationsformen. In einer Vorstudie soll die Ausgangssituation in Bezug auf Tourismus, Verkehr, länderübergreifende Kooperation und Potenzialen für nachhaltige Mobilitätanalysiert werden. Ergänzend ist eine Reihe von Workshops geplant – zur intensiveren Vernetzung und Erarbeitung eines Antragskonzeptes.

Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass ein nachhaltiges Mobilitätskonzept für die Region den gesamten Verkehr für alle Zwecke mit berücksichtigen muss, und nicht nur die Freizeit- und Tourismusmobilität. In der Region besteht ein von regionalen Akteuren formulierter Handlungsbedarf bezüglich der Verkehrsbelastung und der Verbesserung im grenzüberschreitenden Verkehr. Ein Konzept für nachhaltige Mobilität Bodensee braucht ein Leitbild als attraktive Zielvorstellung, die zum Handeln motiviert. Gefordert wurde, Mobilität neu zu denken. Erfolgreiche Lösungen brauchen Zeit, hier wird weiterer Handlungs- und Forschungsbedarf gesehen.

Beteiligte Projektpartner: ZHAW (Projektleitung), HTWG Konstanz

Projektlaufzeit: 1.1.2012-31.7.2012

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Persistente Infektionen – Chlamydienpersistenz

Chlamydophila (Cp.) pneumoniae, ein obligat intrazelluläres Bakterium, wurde in den letzten 20 Jahren vermehrt in Zusammenhang mit Atherosklerose gebracht. Cp. pneumoniae kann in Zellkultur als spezielle (aberrante) Form vorliegen, welche für chronische Entzündungen im Gewebe verantwortlich sein kann. Der Nachweis solcher aberranter Formen in menschlichem Gewebe stand bis jetzt noch aus. Eine kürzlich durchgeführte Studie am IVPZ in Zürich in Zusammenarbeit mit der Universität Louisville konnte das erste Mal aberrante Formen von Cp. pneumoniae in humanen Koronararterienatheromen zeigen. Parallel dazu wurden an der Universität Konstanz (Biochemische Pharmakologie) eine Methodik entwickelt, die es ermöglicht serologisch chronische Infektionen mit Cp. pneumoniae zu identifizieren. Diese Synergien sollen nun durch eine gezielte prospektive Studie intensiviert werden. Durch ein Grant der American Heart Association stehen transplantierte Herzen und Seren aus Louisville in den nächsten 3 Jahren zur weiteren Aufarbeitung mit verschiedenen etablierten Methoden in Zürich und Konstanz zu Verfügung. Ein Technologietransfer (2-D Gelelektrophorese) von Konstanz nach Zürich soll dabei erfolgen. Die Erkenntnisse aus dieser Studie sollen die Prävalenz dieser aberranten Zustandsformen von Cp. pneumoniae in humanen Koronararterienatheromen ermitteln und diese mit einer differentiellen Antikörperantwort assoziieren. Zusätzlich sollen neue persistenzassoziierte Antigene identifiziert werden, die in Kombination mit der Serologie genutzt werden können um Risikogruppen für Atherosklerose frühzeitig zu diagnostizieren. Die erarbeiteten Resultate sollen einerseits in hochrangigen, internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert werden und andererseits an nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt werden.

Das Projekt zu Chlamydien im Zusammenhang mit Arteriosklerose beschäftigte sich damit, diese im Patientengewebe und im Blut nachzuweisen und hier Reaktionen gegenüber bestimmten Proteinen von Chlamydien zu entdecken. Mithilfe von Markern soll eine chronische Infektion besser diagnostiziert und später auch an therapeutischen Interventionen gearbeitet werden. Zusätzlich konnten neue persistenzassoziierte Antigene identifiziert werden, die in Kombination mit der Serologie genutzt werden können um Risikogruppen für Arteriosklerose frühzeitig zu diagnostizieren.

Beteiligte Projektpartner: Universität Zürich (Projektleitung), Universität Konstanz

Projektlaufzeit: 1.5.2008-31.12.2010


Personalentwicklung als Führungsaufgabe von Schulleitungen im Bodenseeraum

Das Projekt zielte auf die Professionalisierung der Lehrpersonen im Bodenseeraum durch gezielte Personalentwicklung als Führungsaufgabe der Schulleitungen. Dabei werden die Praxis der Personalentwicklung als Schulleitungsaufgabe, ihre Akzeptanz bei Lehrpersonen sowie strukturelle wie kulturelle Einflüsse der Einzelschule und kontextbezogene Einflüsse regionaler Unterschiede auf diese Schulleitungstätigkeit im Kanton St.Gallen (CH), Bundesland Baden-Württemberg (D) sowie Vorarlberg (A) untersucht. Mit Hilfe vielschichtiger Daten werden vertiefte Erkenntnisse erarbeitet, die im Ergebnis Gelingensbedingungen für Personalentwicklung aufzeigen, Rückschlüsse auf die Bedeutung des Führungskontextes für die Ausgestaltung und Akzeptanz von Personalentwicklung zulassen, systembezogene, länderübergreifende sowie länderspezifische Ausprägungen von Personalentwicklung und Stärkenprofile gelingender Personalentwicklung in unterschiedlichen Kontexten ermitteln. Die Ergebnisse, die auch in einer Handreichung für die Schulen zur Verfügung gestellt werden, tragen direkt zur Professionalisierung der Schulleitungen und damit auch der Lehrpersonen bei und liefern so wichtige Grundlagen zur Qualitätsentwicklung der Schulen des Bodenseeraums. Eine hohe Schulqualität erhöht die Standortattraktivität der Region als Lebens- und Wirtschaftsraum.

Das Projekt konnte auf eine Vorstudie der Pädagogischen Hochschulen St.Gallen und Weingarten zurückgreifen, die über eine Ist-Zustands-Analyse einen Überblick aus Schulleitersicht zur Gestaltung der Personalentwicklung in der Volksschule (CH) bzw. allgemeinbildenden Schulen (D) geschaffen hat und für die vertiefenden Untersuchungen dieses Projekts eine Fokussierung der Fragestellungen auf relevante Bereiche des Forschungsgegenstandes ermöglicht.
Im Zentrum der Untersuchung stehen Fallanalysen (Case studies). Der forschungsmethodische Zugang kombiniert qualitative und quantitative Methoden, um eine breite und zugleich vertiefende Datenbasis zu erhalten. Die methodologische Triangulation ermöglicht es, eine Bilanz dieses spezifischen Bereichs des Führungshandeln zu ziehen und diese mit den Motiven, Erwartungen und Bewertungen der Akteur/innen zu kontrastieren. Über eine Dokumentenanalyse werden Rahmenbedingungen der Fallschulen sowie die in der Praxis etablierten Personalentwicklungsinstrumente erhoben. Ferner wurden das Führungsverständnis von Schulleitungen sowie Merkmale ihrer Führungspraxis, die Akzeptanz von Personalentwicklung bei den Lehrkräften sowie der Einfluss der Lern-/Organisationskultur über Fragebögen und problemzentrierte Interviews erhoben. Zusätzlich einbezogen werden die Perspektiven der strategischen Schulführung über Interviews mit der Schulbehörde/-aufsicht.

Ziel war es, Erkenntnisse über gelingende Systemstrukturen und Handlungsstrategien sowie Steuerungswissen zur Professionalisierung von Schulleitungen und zur Aus- und Weiterbildung von Schulleitungen und Lehrpersonen zu generieren. Diese führen für den Bodenseeraum zu einem Bildungsvorteil. Gut ausgebildete Schulabgänger/innen sowie hochstehende Aus- und Weiterbildungsangebote für Schulleitungen und Lehrpersonen können als wirtschaftlichen Standortvorteil gewertet werden und erhöhen die Attraktivität der Region. Aus dem Projekt resultierte eine Fach- und Vernetzungstagung für Schulführungskräfte des Bodenseeraums. Damit fliessen die Forschungsergebnisse direkt an die Schulen zurück. Über die Initiierung einer internationalen Tagung werden zudem der internationale Austausch und die Vernetzung der Schulen des Bodenseeraums gefördert.

Veröffentlichung zum Projekt: Steger Vogt, E., Kansteiner, K., Pfeifer, M. (2014). Gelingende Personalentwicklung in der Schule. Innsbruck: Studienverlag

Beteiligte Projektpartner: PH St.Gallen (Projektleitung), PH Weingarten, PH Vorarlberg

Projektlaufzeit: 1.1.2012-30.6.2014

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Weitere Publikation


Pumpensysteme: Anwendung von fortgeschrittenen Regelungs- und Diagnoseverfahren bei Pumpensystemen

Die Erzeugung von Energie bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt ist eine zentrale Herausforderung für die Zukunft. In Mitteleuropa entfallen ca. 20 % des industriellen Stromverbrauchs auf den Betrieb von Pumpensystemen. Durch die Optimierung von Pumpensystemen können Schätzungen zufolge bis 50% des jährlichen Strombedarfs eingespart werden. Ziel des Projektes war es, fortgeschrittene Verfahren zur Regelung und Diagnose für Pumpensysteme zu entwickeln und zu implementieren.Der Industriepartner Allweier AG aus Radolfzell ist Lieferant von grossen Kraftwerksplanern und Energieanlagenbauern, so dass die Forschungsergebnisse direkt in die Praxis gelangen.

Als Projektergebnis konnte ein voll funktionstüchtiger Prototyp erstellt werden, der sowohl Aspekte der modellbasierten Regelung als auch der modellbasierten Diagnose überzeugend darstellt. Weitere fortgeschrittene Verfahren wie der Einsatz neuronaler Netze, Fuzzy Logic und erweiterter Kalman-Filter wurden eingehend untersucht. Ebenso wurden Aspekte der Integration in bestehende Informationssysteme im Detail bearbeitet und veröffentlicht. Schließlich konnten sogar Aspekte der vorausschauenden Systementwicklung (Design for Diagnosis) sowie der wirtschaftlichen Bewertung und der kundenorientierten Argumentation über integrierte Funktionalitäten von Regelung, Diagnose und Monitoring beleuchtet werden.

Das Forschungsthema gehört zum Schwerpunktthema „Energie, Umwelt und Mobilität in der Regio Bodensee“ der Internationalen Bodensee-Hochschule.

Beteiligte Projektpartner: HS Ravensburg-Weingarten (Projektleitung), HSR Rapperswil

Projektlaufzeit: 1.4.2009-31.12.2012

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IBH-Film


Qualitätsoptimierung in der Lehre

Qualitätsmanagement gehört heute zu den verbindlichen Aufgaben der Hochschulen. Das Hauptziel des Projektes „Qualitätsoptimierung in der Lehre“ ist ein Verfahren des Qualitätsmanagements für den Leistungsbereich „Lehre“ zu identifizieren. Es gibt bislang zwar Instrumente zur Feststellung von Qualität, dennoch fehlen bislang überzeugende Modelle für ein Qualitätsmanagement auf der Grundlage von Q-Regelkreisen, mit denen man wirksam Evaluationsergebnisse umsetzen kann. Denn nur wo das gelingt, können die Bedingungen für eine hochwertige akademischen Ausbildung geschaffen werden, da Erkennnisse zur Verbesserung gesichert in weitere Aktivitäten der Hochschulen einfliessen können. Das Projekt widmet sich dem Qualitätsbereiche der Lehre an Pädagogischen Hochschulen am Beispiel der Lehrerausbildung.

Ausgehend von den bestehenden Verfahren zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung werden im Bereich des Leistungsbereichs Lehre Qualitätsverfahren (Instrumente und Maßnahmen) an den verschiedenen Hochschulen vor dem Hintergrund eines Q-Regelkreises dokumentiert und analysiert. Dabei erstreckt sich die Dokumentation auf die vorhandenen Verfahren, aber ebenso auf deren Analyse mit dem Ziel, relevante Parameter mit Blick auf Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität zu identifizieren und in einem Leitfaden umzusetzen.

Das Qualitätsmanagement ist an den beteiligten Hochschulen unterschiedlich entwickelt. Alle Hochschulen engagieren sich aber im Bereich der Lehre, die sich auch deswegen in einer besonderen Weise für ein gemeinsames Projekt im Qualitätsmanagement eignet, da alle Studiengänge auf eine Lehramtskompetenz 3 (Lehrerprofessionalität) hinauslaufen. In der Studie konnten Instrumente und Verfahren, aber auch Prozesse des Qualitätsmanagements im Leistungsbereich Lehre identifiziert und vor dem Hintergrund eines Qualitäts-Regelkreises dokumentiert und auf deren Wirkung hin analysiert werden.

Beteiligte Projektpartner: PH St.Gallen (Projektleitung), PH Weingarten, PH Vorarlberg

Projektlaufzeit: 1.9.2008-31.12.2010

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Fachtagung „Wie kann Qualitätsmanagement zur Entwicklung der Hochschullehre beitragen?“


RegGen- Regionenbezogenes Generationenmanagement

Der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel wirken sich auf Klein-und Mittelunternehmen (KMU) in ländlichen Regionen in besonderer Weise aus. Die Entwicklung ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  • abnehmende Anzahl an beruflichen Nachwuchskräften
  • abnehmende Verfügbarkeit von Fach-und Führungskräften
  • Notwendigkeit, Arbeitnehmer länger in der Berufstätigkeit zu belassen
  • Notwendigkeit, „Reservegruppen“ des Arbeitsmarktes für eine Erwerbstätigkeit zu mobilisieren
  • im Vergleich zum urbanen Raum eine stärker belastete wirtschaftliche und soziale Situation durch tendenzielle Wanderbewegungen in Richtung Ballungsgebiete.

Das Projekt RegGen geht davon aus, dass die Verfügbarkeit von Humankapital nicht nur für einzelne Unternehmen zum (einschränkenden) Wettbewerbsfaktor wird, sondern für ganze Regionen. Dies wurde in der grenzüberschreitenden Regio Bodensee gezeigt. Um das Fachkräfteangebot qualitativ und quantitativ nachhaltig zu sichern, ist es notwendig, als attraktive Region Potenziale anzuziehen und zu halten sowie umfassende Möglichkeiten zum Aufbau und zur Entwicklung von Kompetenzen vorzuhalten. Es bestehen zwar bereits zahlreiche Initiativen, um auf den Bedarf von Erwerbspersonen unterschiedlichen Alters an der Schnittstelle Beruf/ Privatleben einzugehen. Diese sind aber in ihrer Gesamtheit für Betroffene meist schwer erkennbar, nicht immer zugänglich und oft nicht aufeinander abgestimmt.

Ziel

Ziel des Projektes war es, eine Beschreibung, Bewertung und Förderung regionaler und grenzüberschreitender Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entwicklung für Fach- und Führungskräfte aus den besonders betroffenen Branchen IKT und Industrie vorzunehmen.

Ergebnisse

Das Projekt führte im Entwicklungsteil bereits bestehende Angebote zusammen und identifizierte den bisher nicht gedeckten Bedarf an Massnahmen des Generationenmanagements. Der Fokus lag dabei auf einer lebenslaufbezogenen beruflichen und persönlichen Entwicklung. Es wurden konkrete Vorschläge für die systematische Weiterentwicklung des regionalen Angebots erstellt. Als Ergebnis des Projektes wurde u.a. ein Selbstevaluierungsinstrument entwickelt, das es KMU ländlicher Regionen erlaubt, Generationenmanagement eigenständig zu evaluieren und daraus Massnahmen abzuleiten. Dieses Instrument dient zur Selbsteinschätzung von Unternehmen inwieweit bereits betriebliche Maßnahmen für ein Generationenmanagement vorliegen und wie weitere Aktivitäten den Umgang mit demografischen Veränderungen noch optimieren können. Das Gesamtkonzept kann dann durch betriebsinterne Expertise beurteilt werden. Bei ermitteltem Optimierungspotenzial werden zu den verschiedenen Themenbereichen Maßnahmen empfohlen. So kann Wertschätzung gegenüber unterschiedlichen Altersgruppen und eine lebensphasensensible Laufbahnplanung auch einen Standortfaktor für die Region darstellen. Zudem können unternehmensübergreifende Lösungen und Demografie taugliche Personalstrategien durch gesteigerte Flexibilität zu einem Wettbewerbsvorteil verhelfen.

Im Buch „Fredersdorf, F./ Jüster, M./ Olbert-Bock, S./ Otto, U. (Hg.) (2104): Generationenmanagement im östlichen Bodenseeraum. Unternehmen durch den demografischen Wandel begleiten. i.E. Lambertus.“ sind die Ergebnisse des Projektes publiziert.

Beteiligte Projektpartner: FHS St.Gallen (Projektleitung), FH Vorarlberg, HS Kempten

Projektlaufzeit: 1.1.2012-30.6.2014

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Soziale Nachbarschaften – Schlüsselfaktor einer Regionalentwicklung

Es wurden, ausgehend von den Wohngeschichten der Bewohnerinnen zweier Grenzgemeinden des Rheintals (A, CH), aktuelle Formen Sozialer Nachbarschaften untersucht. Das Erkenntnisinteresse lag dabei im Zusammenhang zwischen den strukturell gesteuerten Bedingungen von Nachbarschaften, der gelebten Dimension relevanter Einheiten für die Bewohnerinnen im Alltag und ihre gelebten Nachbarschaftsbeziehungen sowie den territorialen Gegebenheiten gebauter Siedlungsrealitäten und ihre Auswirkungen auf aktuelle Formen des Zusammenlebens. Die Rekonstruktion sozialer Nachbarschaften im Zusammenspiel dieser drei zentralen Gestaltungsperspektiven sollte zu Erkenntnissen über Gestaltungsprozesse führen, die in der Regionalentwicklung aufgegriffen werden können.

Das Rheintal dient dabei als Modellregion, da die spezifischen Herausforderungen wie Zersiedelung, Verkehrsprobleme oder Arbeitsmigration auch auf andere Gebiete der IBH- Region übertragen werden können. Für die konkrete Region Bodensee wird es über die sozialen Nachbarschaften u.a. möglich, Perspektiven für die Imagebildung und Entwicklung einer gelebten Region aufzuzeigen.

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Zusammenhänge zwischen gelebten, geplanten und politisch gesteuerten Formen Sozialer Nachbarschaften. Die Durchführung als Kooperationsprojekt ermöglichte einen interdisziplinären Zugang zum Thema (Sozialwissenschaften, Raumplanung, Architektur). Als zentrales Ergebnis wurde ein Spannungsfeld sichtbar, welches sich zwischen der jeweiligen Perspektive der Akteurinnen und Akteure und den damit verbundenen Interessen, gängigen Nachbarschaftsbildern bzw. Vorstellungen von Nachbarschaft, alltäglich gelebten Formen sowie Umsetzungsstrategien aufspannt. Zudem wurden Herausforderungen sichtbar, die sich durch die unterschiedlichen Zeitpunkte ergeben, an denen verschiedene Akteurinnen und Akteure Soziale Nachbarschaften gestalten. Ansatzpunkte für Gestaltungsmöglichkeiten sind unter Berücksichtigung dieser Logiken vorwiegend auf einer Prozessebene auszumachen. Zurzeit sind drei Publikationen in unterschiedlichen Fachzeitschriften in Erarbeitung.

Beteiligte Projektpartner: FHS St.Gallen (Projektleitung), FH  Vorarlberg, Universität Liechtenstein und HSR Rapperswil

Projektlaufzeit: 1.3.2011-30.6.2013

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SpiMaF- Spielintegrierte Mathematische Frühförderung

Mit sichtbarer Ausstrahlung auf alle drei deutschsprachigen Länder werden im Bodenseeraum seit Jahrzehnten Spiele entwickelt und seit einigen Jahren auch erforscht. Die Optimierung bestehender und die Entwicklung neuer Spiele zur mathematischen Frühförderung stellt eine Stärkung der Stellung der Bodenseeregion im Bereich Spiele und Elementarpädagogik dar.

Im Rahmen einer Vorstudie konnten für Kinder des zweiten Kindergartenjahres überzeugende Lernfortschritte mit einer eigens entwickelten spielintegrierten mathematischen Frühförderung gezeigt werden.

Ziel

Ziel des Projektes „SpiMaF – Spielintegrierte mathematische Frühförderung“ war es, aufbauend auf den in der Vorstudie gewonnen Ergebnissen, die spielintegrierte Frühförderung im Kindergarten für eine länderübergreifende Weiterentwicklung zu nutzen. Spiel als Modus des Lernens für die mathematische Frühförderung zum Aufbau des Zahlenbegriffs kann in den sehr unterschiedlichen institutionellen Kontexten der Bodenseeländer so gewinnbringend eingesetzt werden.

Ergebnisse

Während der Projektlaufzeit wurde eine Umfrage bei rund 500 Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Erhebung der Mindsets durchgeführt. Erste Ergebnisse liegen vor. Die Stichprobe für die Erprobung der Spiele wurde von 18 auf 30 erhöht (10 Kindergärten in jedem Land), weil sich im Laufe der Arbeiten gezeigt hat, dass sich mit 18 Kindergärten ein zu wenig deutliches Bild sowohl für die solide Spielentwicklung als auch für das videografische Forschungsvorhaben ergeben hätte. Die Erprobung der optimierten und neu entwickelten SpiMaF-Spiele wurde in Videovignetten festgehalten. Die DVDs mit Videobeispielen können für die Ausbildung von Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen (z.B. Spieleinführung, Spielbegleitung, etc.) genutzt werden. Die Aufnahmen wurden darüber hinaus wissenschaftlich z.B. in Bezug auf das mathematische Potenzial der eingesetzten Spiele, des differentiellen Förderpotenzials oder des didaktischen Settings analysiert.

Die im Rahmen einer vergleichenden Interventionsstudie (Hauser, Vogt, Stebler & Rechsteiner, 2014) zusammengestellte und zum Teil eigens entwickelte Spielesammlung zur mathematischen Frühförderung wurde in Zusammenarbeit mit Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen weiter entwickelt und während der Dauer eines Semesters im IBH-Raum erprobt. Das zentrale Ergebnis dieses Projekts, eine Einführung in die spielintegrierte mathematische Frühförderung und eine Beschreibung aller Spiele an konkreten Alltagsbeispielen, steht ab 2016 im Buch „Mehr ist mehr“ zur Verfügung.

Beteiligte Projektpartner: PH St.Gallen (Projektleitung), Universität Zürich, PH Weingarten, Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Kindergarteninspektorat

Projektlaufzeit: 1.4.2012-31.12.2014

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SPRIMA-Sprachförderung im Alltag

Eine umfassende Bildung und Förderung von Kindern im Vorschulalter beeinflusst deren Entwicklung positiv und trägt zur Chancengleichheit sowie Integration bei. Die Arbeit pädagogischer Fachkräfte mit drei- bis fünfjährigen Kindern in Spielgruppen, Kindertagesstätten und Kindergärten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Als ein besonders wichtiger Baustein erweist sich in diesem Kontext der für die gesamte Entwicklung zentrale Bereich der Sprache und des Spracherwerbs.

SpielgruppenleiterInnen, Kindergarten-Lehrpersonen und ErzieherInnen setzen sich in ihrer Arbeit unablässig mit der Sprachförderung auseinander. Mit Bilderbüchern und Geschichten, Liedern, Versen, beim Erarbeiten von Themen sowie beim Spielen und Werken unterstützen sie die Sprachentwicklung der Kinder auf vielfältige Art und Weise.

Ziel

Ziel des Projektes war es, mithilfe einer Weiterbildung die förderdiagnostische Kompetenz im Bereich Sprache zu verbessern, damit Spielgruppenleiter/innen, Kindergarten-Lehrpersonen und Erzieher/innen in ihrer alltäglichen pädagogischen Arbeit die Sprache junger Kinder besser fördern können. Projekt richtete sich an ElementarpädagoInnen, die mit unterschiedlichen Ausbildungen und in verschiedenen Settings (Spielgruppe, Kindergarten, Kindertagesstätte) mit drei- bis fünfjährigen Kindern arbeiten, um zu deren Professionalisierung im Entwicklungsbereich Sprache beizutragen. Dazu wurde zunächst ein Einblick in den Arbeitsalltag, wie die Sprache junger Kinder gefördert wird, gewonnen sowie Erfahrungen und Einschätzungen der Fachkräfte erfasst. Auf dieser Grundlage wurde anschließend eine Weiterbildung konzipiert, die neues Wissen und neue Fertigkeiten zum kindlichen Spracherwerb, zur Beobachtungskompetenz, zu Sprachfördermaßnahmen und Anregungen für die Praxis vermittelt.

Folgende Fragestellungen wurden über zwei Jahre mittels Fallvignette, videobasierter Unterrichtsbeobachtung und Interview untersucht:

  • Wie kann die förderdiagnostische Kompetenz durch die Intervention gefördert werden?
  • Zeigt die Intervention nachhaltige Wirkung im pädagogischen Alltagshandeln?
  • Unterscheiden sich die ElementarpädagogInnen in Bezug auf ihre Ausbildung, auf das Setting oder die regionalen Unterschiede im Sprachgebrauch (Dialekt, Standardsprache)?

Ergebnisse

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes zeigen, dass die Wichtigkeit der Sprachförderung schon bei der ersten Befragung als hoch eingestuft wurde und sich dies nicht signifikant geändert hat. Die Frühpädagoginnen fühlten sich jedoch nach der Weiterbildung sicherer, insgesamt und in Bezug auf sprachliche Auffälligkeiten. Besonders erfreulich ist es, dass die Weiterbildung auf der Ebene des Handelns in der Praxis wirksam war: Fast alle der vermittelten Strategien wurden nach der Weiterbildung im Alltag integriert und häufiger wie auch besser umgesetzt. Die verschiedenen Berufsgruppen und Länder unterschieden sich nicht signifikant. Die Weiterbildung weist demnach Effekte auf die Qualität der Sprachförderung im Alltag auf.

Beteiligte Projektpartner: PH St.Gallen (Projektleitung), SHLR-Schweizer Hochschule für Logopädie Rorschach, PH Weingarten

Projektlaufzeit: 1.1.2012-30.4.2014

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Publikation


TING – Treffpunkte und Netzwerke in Gemeinden

Ziel des Projekts TING ist es, die Selbstbestimmung und Selbstständigkeit von Menschen in ländlichen Gemeinden durch den Aufbau von Vernetzungsstrukturen und Angeboten (TING) zu erhöhen. Damit sollen verschiedene Ziele erreicht werden:

  • Kommunen werden attraktiver, weil sie lebenswerter bleiben
  • Ressourcen werden gebündelt
  • Angebotsstrukturen von Diensten und Services vor Ort schaffen Arbeits- und Versorgungsmöglichkeiten

TING leistet die Vermittlung und Vernetzung von Dienstleistungen, die im weitesten Sinne die Selbstständigkeit von Menschen und Kommunen stärken. Die Aufgaben des Projektes konzentrieren sich inhaltlich auf folgende Schwerpunkte: Vernetzung von Ressourcen und Angeboten zu Gesundheitsdienstleistung, Hauswirtschaftliche Dienstleistung, Treuhand- und heilpädagogische Dienstleistungen. Damit stärkt TING die individuelle Lebensqualität, trägt dazu bei, Autonomie zu erhalten, hilft Alltagseinschränkungen zu überwinden, lokale Potentiale und Netzwerke zu nutzen, lokale Identität zu stärken und die Attraktivität des Lebensorts zu steigern.

TING ist ein multidisziplinäres Forschungsprojekt, in dem Mediziner (Uni Zürich/ Universitätsspital Zürich) Sozialwissenschaftler, Gesundheitsökonomen (HS Kempten), Ernährungswissenschaftler (ZHAW Wädenswil, HS Albstadt-Sigmaringen), Heilpädagogen und Informatiker (HTWG Konstanz) ihre Expertise einbringen.

Das Projekt wurde als Anschubfinanzierung für eine Antragstellung bei einer Förderorganisation durchgeführt. Das Ergebnis ist eine Einreichung beim EU-Programm COST (European Cooperation in Science and Technologie) geplant. COST verfolgt das Ziel, länderübergreifende Wissenschafts- und Technologiekooperationen zu fördern.

Beteiligte Projektpartner: HTWG Konstanz, ZHAW, Universität Zürich / Universitätsspital, HS Albstadt-Sigmaringen, HS Kempten


Verantwortung und Wertemanagement – Aus- und Weiterbildungskonzepte zur Corporate Social Responsibility (CSR)

Die Forderung nach der Wahrnehmung gesellschaftlicher, das heißt: ökonomischer, ökologischer und sozialer, Verantwortung durch Unternehmen hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Hieraus ergibt sich nicht nur ein Qualifizierungs- und Weiterbildungsbedarf für Mitarbeiter und Führungskräfte der Wirtschaft, sondern auch für Studierende, Doktoranden und Lehrer, der bisher nicht abgedeckt wird. Sachlich geht es um das Management von Werten, wofür sich heute das Konzept des Wertemanagements (Leadership Excellence Institute Zeppelin – LEIZ) und der Corporate Social Responsibility (Institut für Wirtschaftsethik – IWE-HSG) in Theorie und Praxis durchgesetzt haben.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen soll das Projekt wichtige Lücken des Aus- und Weiterbildungsangebots schließen, indem verschiedene, jeweils auf Dauer angelegte Veranstaltungsformate im Bereich „Wertemanagement und Corporate Social Responsibility“ geschaffen werden sollen. Das Augenmerk richtet sich dabei auf drei Akteursgruppen, für die spezifische, passgenaue Weiterbildungsangebote entwickelt werden sollen (Studierende, Doktoranden, Lehrer).

Im Jahr 2014 konnten in diesem Zusammenhang vier Veranstaltungen realisiert werden: Im Bereich der Lehrerweiterbildung fand ein eintägiger Workshop für Lehrerinnen und Lehrer in Zusammenarbeit mit dem Bildungsdepartement des Kanton St.Gallen und FORMI – Fort­bildung für Mittelschullehrkräfte zum Thema „Wirtschaftsethik am Gymnasium: Ökono­misierung der Gesellschaft“ statt. Ebenfalls im Bereich der Weiterbildung für Lehrpersonal wurde ein zweitägiges Seminar zum Thema „Wirtschaftsethik und Corporate Social Responsibility“ für Religionslehrer, Seelsorger und Pfarrer in Zusammenarbeit mit den Dekanaten Appenzell & Wil-Wattwil realisiert.

Im Bereich der Doktorandenausbildung richteten wir am Institut für Wirtschaftsethik einen Doktoranden-Workshop zum Thema „Unternehmensverantwortung“ aus, bei dem, unter Anwesenheit ausgewiesener Experten, Doktoranden aus Zürich, Konstanz und St.Gallen ihre Dissertationsprojekt zur kritischen Diskussion stellten. Eine Fort­setzung im Jahr 2015 ist vorgesehen. Letztlich wurde im Berichtszeitraum die summer school „Consulting Akademie Unternehmensethik“ in Konstanz realisiert, bei der Studierende aus Deutschland und der Schweiz eine Woche lang mit Experten aus Wissenschaft und Praxis die aktuellen Entwicklungen der Unternehmensethik diskutierten. Das Thema lautete „Wert und Werte in der Lieferkette – Verantwortung in der globalen Wertschöpfung“. Auch diese summer school wird im kommenden Jahr fortgesetzt.

Das Projekt unterstreicht durch die dauerhaft angelegten Weiterbildungsangebote die Innovationsfähigkeit unserer Region und erhöht deren regionale, nationale und internationale Sichtbarkeit. Zugleich wird damit ein Qualifizierungsangebot für die regionale Wirtschaft und deren Beschäftigten geschaffen, das auch einen Beitrag zur Attraktivität des Arbeits- und Weiterbildungsmarktes der Bodenregion insgesamt leistet.

Beteiligte Projektpartner: Universität St.Gallen (Projektleitung), Zeppelin Universität

Projektlaufzeit: 1.7.2013-31.12.2014