Fluiddurchströmte Glasfassadenelemente – Fluidglas

Weltweit werden 40% des Energiebedarfs im Gebäudesektor verwendet, wobei Heizung und Kühlung für den Grossteil davon verantwortlich sind. Durch ein sog. fluiddurchströmtes Glasfassadensystems kann dieser Energieverbrauch signifikant reduziert werden. Hierbei handelt es sich um transparente Solarkollektoren, die als Bauteile in Hauswände integriert werden. Diese transparenten Kollektoren ersetzen zusätzlich die isolierende Gebäudehülle und bilden ein standardisiertes Bauteil. Ziel des Projektes ist es, Architekten und Ingenieure ein Produkt zu liefern, das die Effizienz ihrer Gebäude entscheidend verbessert. Im Vergleich zu konventionellen Doppelfassadensystemen können ca. 50 – 70cm an Fassadentiefe eingespart werden, wodurch die nutzbare Fläche des Gebäudes erhöht wird.

Die Forschungsergebnisse führten zu neuartigen Lösungen bei flüssigkeitsdurchströmten Fassaden. Es konnten Prototypen mit zwei flüssigkeitsführenden Schichten entwickelt werden. Eine entsprechende Patentanmeldung erfolgte. Aufbauend auf den Projektergebnissen konnte im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms – Energy ein Antrag über 5 Mio. € erfolgreich eingereicht werden. Neben der Universität Liechtenstein und der NTB Buchs sind 9 weitere europäische Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft an diesem Projekt beteiligt.

Das Projekt gehört zum Schwerpunktthema „Energie, Umwelt und Mobilität in der Regio Bodensee“ der Internationalen Bodensee-Hochschule.

Beteiligte Projektpartner: Universität Liechtenstein (Projektleitung), NTB Buchs.

Weitere beteiligte Hochschulen (nicht IBH-Hochschulen, separat finanziert): Technische Universität München, Institut für Stahlbau „ICOM“ der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne EPFL

Projektlaufzeit: 1.4.2009-31.3.2012

ProjektPlakate_A4_Fluidglas