Invista-WTI / Innovationsportal zur Unterstützung von Wissenstransfer und Innovationsvorhaben

Innovationsfähigkeit ist für Unternehmen ein Schlüsselfaktor für den Erfolg. In immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen sollen neue Ideen und Produkte entwickelt werden. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen stellt dies eine sehr große Herausforderung dar. Sie haben vielfach nicht die erforderlichen Ressourcen oder Kompetenzträger in ihrem Unternehmen oder sind durch die Integration in das tägliche operative Geschäft nicht in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen. Um stetig Innovationen generieren zu können, sind diese Unternehmer auf externe Ressourcen angewiesen. Dabei handelt es sich nicht nur um qualifiziertes Fachpersonal, das Forschungs- und Entwicklungsprojekte vorantreibt. Auch die Unsicherheit vieler Unternehmer hinsichtlich Kooperationsmöglichkeiten mit öffentlichen Forschungseinrichtungen sowie organisatorische Bedenken mit dem damit verbundenen Koordinationsaufwand spielen eine wichtige Rolle.

Ziel

Ziel des Projektes INVISTA war der Aufbau eines Innovationsportals, das über die reine Kontaktvermittlung einzelner Know-how-Felder hinaus geht und den Unternehmen wissenschaftliche Begleitung für alle Schritte eines Innovationsprozesses anbietet. Zur Überprüfung der Praxistauglichkeit und der direkten Anbindung an die Bedürfnisse von potenziellen Unternehmen für den Wissens- und Technologietransfer erfolgte die Einbindung eines Pilotunternehmens.

Ergebnisse

Das im Rahmen des Projektes entwickelte Innovationsportal „inno4regio“ basiert auf einem generischen Innovationsprozess. Mittels standardisierten Prozessen soll den Unternehmern die Möglichkeit gegeben werden, externe Innovationsvorhaben durch eine Problemanalyse anzustoßen und Partner aus Hochschulen einzubeziehen. Unternehmen können die Themenstellung ohne Koordinationsaufwand über den öffentlich zugänglichen Bereich des Portals eintragen. Nach Eingang der Anfrage wird mit geeigneten Forschern aus den IBH-Mitgliedshochschulen Kontakt aufgenommen und sie finden sich – je nach Fragestellung – in hochschularten- und grenzüberschreitenden Teams zusammen. Hat sich das Unternehmen für die Zusammenarbeit mit den IBH-Forschenden entschieden, greift die zweite Funktion des Portals: Passwortgeschützt und unternehmensspezifisch können sich im Sinne eines Open Innovation Ansatzes in einem nicht öffentlichen Bereich (Outside-In-Prozesse) alle Projektbeteiligten austauschen – von der Ideenentwicklung über die Projektplanung bis zur Markteinführung, einschliesslich Fragen der Lizenzierung und Patentierung. Dieser Bereich kann sehr komplex sein, schliesslich ist denkbar, dass Professoren einer badischen Hochschule mit Forschenden einer Schweizer Hochschule sowie den Vertretern eines österreichischen Unternehmens zusammenarbeiten.

Durch die Vorgabe von bereits entwickelten Rahmenverträgen sowie Prozessschritten erleichtert das Innovationsportal eine schnelle und effiziente Projektabwicklung. Der Zugriff auf das fachliche sowie kreative Potenzial von 30 Hochschulen im IBH-Verbund ist dabei ein Alleinstellungsmerkmal, welches in dieser Form bisher noch nicht am Markt existiert.

„Das Portal bringt Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und vereinfacht den Zugriff der Unternehmen auf die unterschiedlichen Wissensfelder innerhalb der IBH-Hochschulen.“

Beteiligte Projektpartner: HTWG Konstanz (Projektleitung), FHS St.Gallen

Projektlaufzeit: 1.1.2012-30.6.2014

Weitere Informationen zu inno4regio im Info-Film

www.inno4regio.com

Schlussbericht