Konferenz der deutschsprachigen Forschungszentren und Institute für Familienunternehmen 2015

Familienunternehmen sind eine tragende Säule für Wirtschaft und Gesellschaft. Dies wurde in den letzten Jahren – auch aufgrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise – nochmals verdeutlicht. Entsprechend ist zu beobachten, dass das Forschungsinteresse an dieser besonderen Organisationsform in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen ist. Die Forschung hat dabei insbesondere in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren erhebliche Fortschritte im Hinblick auf die theoretisch fundierte Erforschung unternehmerischen Handelns von Familienunternehmen zu verzeichnen.

Aus der steigenden Anzahl an Studien resultiert jedoch auch eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen und Konzeptualisierungen, welche die Entstehung eines einheitlichen wissenschaftlichen Fundaments erschweren (z.B. Chrisman et al., 2005; Chrisman et al., 2010; Pearson & Lumpkin, 2011). Entsprechend existiert aktuell auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Theorien und Konzepten, welche teilweise von anderen Forschungsbereichen adaptiert (Fauchart & Gruber, 2011), teilweise eigenständig entwickelt wurden (Pearson & Lumpkin, 2011). Ein intensiver und interdisziplinärer Austausch zu dieser herausfordernden Thematik ist dringend notwendig. Die Konferenz der deutschsprachigen Forschungszentren und Institute für Familienunternehmen bietet (Nachwuchs-) WissenschaftlerInnen und wissenschaftlich-orientierten Praktikern in der D-A-CH-Li-Region eine Plattform für eine tiefergehende und intensive Diskussion über die zukünftige Entwicklung der noch jungen Forschungsdisziplin.

Insbesondere die Mannigfaltigkeit der verschiedenen parallel angewandten theoretischen Perspektiven soll dabei eine erhöhte Aufmerksamkeit erfahren. Deshalb sind nicht nur WissenschaftlerInnen aus der Kerndisziplin, sondern ebenso aus benachbarten Forschungsgebieten eingeladen. So zeichnen sich auch die beiden Key Note Speaker, Prof. Dr. Marc Gruber (Entrepreneurship-Forscher und Mitherausgeber des Academy of Management Journals) von der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) und Prof. Dr. Dirk Baecker (führender Soziologe) von der Zeppelin Universität, durch ihre Interdisziplinarität aus. So soll die Konferenz Raum zum wissenschaftlichen Austausch über die aktuellen Entwicklungen der Disziplin sowie der Erörterung relevanter Fragestellungen geben.

Für das Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen | FIF der Zeppelin Universität ist die Durchführung der Konferenz ein wichtiger Schritt, sich fünf Jahre nach Gründung als bedeutender Akteur in der internationalen Forschungslandschaft zu etablieren.

Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Veranstaltung fand am 2.-3.3.2015 an der Zeppelin Universität statt.

Beteiligte Projektpartner: Zeppelin Universität, Universität St.Gallen