Kreativwirtschaft Bodensee – Wertschöpfung zwischen Kultur, Ökonomie und Technologie

Wo lassen sich aus grenzübergreifenden Kooperationen der Kreativwirtschaft innovative Netzwerke und Wertschöpfungskonstellationen identifizieren, deren Dynamik die Bodenseeregion als Innovationsstandort prägen? Diese Fragen adressiert das Projekt, wenn es darum geht, die empirische Basis für das Verständnis der Spezifik und Komplexität der transnationalen Region zu legen.

Die Beantwortung der Fragen erfolgt auf verschiedenen Ebenen: statistisch quantitativ wie qualitativ aus Sicht der Akteure. Aufgrund der speziellen Kontextbedingungen und der kulturräumlichen Verortung der Kreativwirtschaft lassen sich zugleich einige grundlegende Forschungsfragen der internationalen Debatte untersuchen: Ist die Kreativwirtschaft ein städtisches oder regionales Phänomen? Wie organisiert sie sich in ländlichen Gebieten? Welche Vernetzungen gibt es zu Branchen jenseits der Kreativwirtschaft, die aufgrund der räumlichen Nähe erfolgen? Wie sind die lokal verwurzelten Akteure mit globalen Logiken verknüpft?

Das Projekt legt erstmalig statistisches Datenmaterial für die Kreativwirtschaft in einer grenzüberschreitenden Perspektive vor. Damit wird ein vernetzter Zugang gewählt, der für die Bodenseeregion adäquat ist. Dazu entwickelt das Projekte u.a. Mappings, welche einer länderübergreifenden Betrachtung der Kreativwirtschaft auf attraktive und aufschlussreiche Weise zu visualisieren vermögen. Nebst der Aufarbeitung im „Kreativwirtschaftsbericht Bodensee“ werden innovative Formate entwickelt, um die Resultate an unterschiedliche Communites in Praxis, Politik und Wissenschaft zu vermitteln.

Beteiligte Projektpartner: Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) (Projektleitung), HTWG Konstanz

Praxispartner: Statistisches Amt Kanton Zürich

Projektlaufzeit: 1.4.2017 – 31.12.2018