Lehrcluster empirische Sozialforschung

Erfolgreiche Vernetzung in den Sozialwissenschaften: Lehr- und Forschungscluster nutzt Anschubfinanzierung zur Schaffung nachhaltiger Strukturen

Die politikwissenschaftlichen Institute der Zeppelin-Universität Friedrichshafen, der Universität Konstanz und der Universität Zürich zählen als empirisch orientierte Lehr- und Forschungseinrichtungen in ihrer Disziplin international zur Topgruppe. Eine neu angegangene Bündelung der Kompetenzen der drei Einrichtungen ermöglicht Synergieeffekte, die die Qualität der Forschung und die Abdeckung breiterer Themenbereiche weiter vorantreibt.

Durch die IBH gefördert fand seit Herbst 2014 ein strukturierter Vernetzungsprozess statt, der im Bereich der empirischen Sozialforschung das Ziel der Clusterbildung verfolgt. Ziel ist die Etablierung einer gemeinsamen strukturierten Doktorierendenausbildung. Das Projekt lief über knapp zwei Jahre von September 2014 bis Dezember 2015 und hatte zwei Säulen, die beide überaus erfolgreich durchgeführt wurden.

Zum einen wurde Studierenden und Doktorierenden der drei Institute ermöglicht, kostenfrei (und durch einen Reisekostenzuschuss der IBH gefördert) an den jeweiligen Partnereinrichtungen Kurse zu besuchen. Sie konnten hier sowohl Blockveranstaltungen als auch reguläre wöchentliche Kurse belegen. Diese wurden an der Heimatuniversität voll anerkannt und die Credits für das Studium berechnet.

Zum zweiten fand im Mai 2015 im Tagungszentrum Kloster Hegne ein Vernetzungsworkshop der beteiligten Forschungsgruppen statt. Hierbei war neben den drei Instituten das Department of Government der University of Essex, der weltweit herausragenden Universität im genannten Forschungsbereich, als externer Partner des Netzwerks eingebunden. Der Workshop legte die Basis für eine bessere Verzahnung der Forschungs- und Dissertationsprojekte. Alle der neun in Hegne vorgestellten Dissertationsprojekte sollen nun in Co-Tutelle durch Forscher von je zwei Partnereinrichtungen betreut werden. Mit dem Workshop erfolgte daher der Startschuss für eine strukturierte gemeinsame Doktorierendenausbildung.

Langfristiges Ziel ist es, dass

  • drei Forschungsseminare an den drei Universitäten besucht werden können,
  • das Kursangebot aufeinander abgestimmt wird und – vor allem –
  • ein strukturiertes gemeinsames Promotionsprogramm entwickelt wird.

Diese Kooperation wird durch seine internationale Dimension und die hohe Qualität der Ausbildung einzigartig sein.

Dieses Initialprojekt strebt eine dauerhaft Etablierung dieses Lehrangebots und eine Finanzierung durch die beteiligten Hochschulen an.

Keywords: Politikwissenschaft, empirische Methoden, Doktorandenausbildung

Beteiligte Projektpartner: Universität Konstanz (Projektleitung), Universität Zürich, Zeppelin Universität

Projektlaufzeit:1.6.2014 – 31.12.2015

Projektplakat: IBH_ProjektPlakate_A0_Lehrcluster_Emp_Sozialforschung