Pumpensysteme: Anwendung von fortgeschrittenen Regelungs- und Diagnoseverfahren bei Pumpensystemen

Die Erzeugung von Energie bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt ist eine zentrale Herausforderung für die Zukunft. In Mitteleuropa entfallen ca. 20 % des industriellen Stromverbrauchs auf den Betrieb von Pumpensystemen. Durch die Optimierung von Pumpensystemen können Schätzungen zufolge bis 50% des jährlichen Strombedarfs eingespart werden. Ziel des Projektes war es, fortgeschrittene Verfahren zur Regelung und Diagnose für Pumpensysteme zu entwickeln und zu implementieren.Der Industriepartner Allweier AG aus Radolfzell ist Lieferant von grossen Kraftwerksplanern und Energieanlagenbauern, so dass die Forschungsergebnisse direkt in die Praxis gelangen.

Als Projektergebnis konnte ein voll funktionstüchtiger Prototyp erstellt werden, der sowohl Aspekte der modellbasierten Regelung als auch der modellbasierten Diagnose überzeugend darstellt. Weitere fortgeschrittene Verfahren wie der Einsatz neuronaler Netze, Fuzzy Logic und erweiterter Kalman-Filter wurden eingehend untersucht. Ebenso wurden Aspekte der Integration in bestehende Informationssysteme im Detail bearbeitet und veröffentlicht. Schließlich konnten sogar Aspekte der vorausschauenden Systementwicklung (Design for Diagnosis) sowie der wirtschaftlichen Bewertung und der kundenorientierten Argumentation über integrierte Funktionalitäten von Regelung, Diagnose und Monitoring beleuchtet werden.

Das Forschungsthema gehört zum Schwerpunktthema „Energie, Umwelt und Mobilität in der Regio Bodensee“ der Internationalen Bodensee-Hochschule.

Beteiligte Projektpartner: HS Ravensburg-Weingarten (Projektleitung), HSR Rapperswil

Projektlaufzeit: 1.4.2009-31.12.2012

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