SpiMaF- Spielintegrierte Mathematische Frühförderung

Mit sichtbarer Ausstrahlung auf alle drei deutschsprachigen Länder werden im Bodenseeraum seit Jahrzehnten Spiele entwickelt und seit einigen Jahren auch erforscht. Die Optimierung bestehender und die Entwicklung neuer Spiele zur mathematischen Frühförderung stellt eine Stärkung der Stellung der Bodenseeregion im Bereich Spiele und Elementarpädagogik dar.

Im Rahmen einer Vorstudie konnten für Kinder des zweiten Kindergartenjahres überzeugende Lernfortschritte mit einer eigens entwickelten spielintegrierten mathematischen Frühförderung gezeigt werden.

Ziel

Ziel des Projektes „SpiMaF – Spielintegrierte mathematische Frühförderung“ war es, aufbauend auf den in der Vorstudie gewonnen Ergebnissen, die spielintegrierte Frühförderung im Kindergarten für eine länderübergreifende Weiterentwicklung zu nutzen. Spiel als Modus des Lernens für die mathematische Frühförderung zum Aufbau des Zahlenbegriffs kann in den sehr unterschiedlichen institutionellen Kontexten der Bodenseeländer so gewinnbringend eingesetzt werden.

Ergebnisse

Während der Projektlaufzeit wurde eine Umfrage bei rund 500 Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Erhebung der Mindsets durchgeführt. Erste Ergebnisse liegen vor. Die Stichprobe für die Erprobung der Spiele wurde von 18 auf 30 erhöht (10 Kindergärten in jedem Land), weil sich im Laufe der Arbeiten gezeigt hat, dass sich mit 18 Kindergärten ein zu wenig deutliches Bild sowohl für die solide Spielentwicklung als auch für das videografische Forschungsvorhaben ergeben hätte. Die Erprobung der optimierten und neu entwickelten SpiMaF-Spiele wurde in Videovignetten festgehalten. Die DVDs mit Videobeispielen können für die Ausbildung von Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen (z.B. Spieleinführung, Spielbegleitung, etc.) genutzt werden. Die Aufnahmen wurden darüber hinaus wissenschaftlich z.B. in Bezug auf das mathematische Potenzial der eingesetzten Spiele, des differentiellen Förderpotenzials oder des didaktischen Settings analysiert.

Die im Rahmen einer vergleichenden Interventionsstudie (Hauser, Vogt, Stebler & Rechsteiner, 2014) zusammengestellte und zum Teil eigens entwickelte Spielesammlung zur mathematischen Frühförderung wurde in Zusammenarbeit mit Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen weiter entwickelt und während der Dauer eines Semesters im IBH-Raum erprobt. Das zentrale Ergebnis dieses Projekts, eine Einführung in die spielintegrierte mathematische Frühförderung und eine Beschreibung aller Spiele an konkreten Alltagsbeispielen, steht ab 2016 im Buch „Mehr ist mehr“ zur Verfügung.

Beteiligte Projektpartner: PH St.Gallen (Projektleitung), Universität Zürich, PH Weingarten, Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Kindergarteninspektorat

Projektlaufzeit: 1.4.2012-31.12.2014

Projektseite der PH St.Gallen

Projektseite der Universität Zürich

Projektseite der PH Weingarten

ProjektPlakat_SpiMaF_A4

Unterrichtsvideos