Zuverlässige Bestimmung von Verhaltensunterschieden bei Fischen für grundlegende Verbesserungen in der Bodenseeregion

Alle höheren Wirbeltiere, auch Fische, besitzen stablile Verhaltensprofile. Diese beschreiben Verhaltensunterschiede wie Scheue oder Agressivität zwischen Individuen einer Art. Für die Fischzucht und den Besatz von Gewässern mit Fischen sind diese Unterschiede hochrelevant. Die Fischzucht für Speisefische benötigt schnellwachsende, friedliche Fische. Die Fischzucht für Besatzfische benötig Fische, die sich natürlich verhalten, damit sie nach dem Aussetzen bis zur Fangreife überleben. Dieses Initialprojekt hat es zum Ziel die Quantifizierung dieser Verhaltensunterschiede in die Fischzucht zu implementieren.

Ein grosses Forschungsprojekt zu diesem Thema wird modernste automatisierte Quantifizierung mittels Know-How der Universität Konstanz, mit der praktischen Expertise in der Fischzucht der ZHAW verbinden. Fischzüchtern wird dadurch eine Werkzeug in die Hand gegeben, das eine Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung und Erhöhung des Tierwohls erlaubt. Dies wird, neben den vielen Fischzuchten am Bodensee, vor allem der im Bodenseeraum sozio-ökonomisch bedeutsamen Berufs- und Sportfischerei zugute kommen. Um den Erfolg und die Praxisrelevanz für die Bodenseeregion sicherzustellen, werden die Praxispartner durch einen transdisziplinären Ansatz in den Forschungsprojekt integriert.

Keywords: Fischzucht, Verhaltensforschung, Initialprojekt

Beteiligte Projektpartner: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft (Projektleitung), Universität Konstanz

Laufzeit:1.1.2018 – 31.12.2018