Hochschulverbund

Die Internationale Bodensee-Hochschule IBH ist der grösste hochschulartenübergreifende Verbund Europas. Sie ermöglicht die Zusammenarbeit von 30 Hochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz in Forschung, Lehre und Transfer. Die IBH unterstützt grenzüberschreitende Forschungsprojekte zu gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen für den Bodenseeraum. Sie koordiniert den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs, ermöglicht Innovationen in der Lehre und unterstützt gemeinsame Angebote der Hochschulservices. Mit ihren Projekten leisten die IBH und ihre Mitgliedshochschulen einen international sichtbaren Beitrag für das regionale Innovationssystem Bodensee.

Gründung

Die Internationale Bodenseekonferenz (IBK), die Konferenz der Bodenseeanrainerländer und -kantone, beauftragte 1998 ihre Kommission „Bildung, Wissenschaft und Forschung“, eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit unter den Hochschulen des Bodenseeraums anzustoßen. Um diese Idee zu verwirklichen, wurde die IBH geschaffen. Gegenwärtig kooperieren unter ihrem Namen 30 Hochschulen aus Deutschland, dem Fürstentum Liechtenstein, Österreich und der Schweiz miteinander. Im Jahr 2010 feierte die IBH den 10. Jahrestag der ersten Rektorenkonferenz, im Jahr 2015 konnte sie ihr 15jähriges Bestehen feiern.

Nutzen

Die Studierenden profitieren von einem erweiterten Studienangebot – seit Beginn der Zusammenarbeit wurden zehn innovative, grenzüberschreitende Masterstudiengänge ins Leben gerufen. Zudem sind die Hochschulen für alle Studierenden aus der Region geöffnet: sie können an jedem Standort die Mensen und Bibliotheken so nutzen, als wären sie vor Ort eingeschrieben. Ausländische Studierende aus der ganzen Welt können gemeinsame Summer Schools besuchen.

Die Mitgliedshochschulen stärken mit der gemeinsamen Entwicklung von Services die Hochschulzusammenarbeit. Hierzu existieren Arbeitsgruppen (z.B. zu den Themen Gender & Diversity, Karriereförderung, Kommunikation, Wissens- und Technologietransfer und International), in denen sich VertreterInnen der Mitgliedshochschulen sowohl fachlich innerhalb des Netzwerkes austauschen als auch Veranstaltungen für ein breiteres Publikum anbieten.

Die Lösung von gesellschaftlich relevanten Herausforderungen durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte ist ebenfalls ein wichtiges Ziel der Internationalen Bodensee-Hochschule. Die IBH unterstützt Projekte aus den Bereichen Lehre, Forschung und Entwicklung, Wissens- und Technologietransfer und Strukturbildung, an denen mindestens zwei Hochschulen aus mindestens zwei der vier Mitgliedsstaaten beteiligt sind.

Im Bereich Wissens- und Technologietransfer existieren Strukturen für einen praxisnahen Dialog zwischen den Hochschulen und Unternehmen der Region. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft/Gesellschaft trägt zur Bildung von grenzüberschreitenden und hochschulartenübergreifenden Forschungsnetzwerken bei. Synergien durch interdisziplinäre, projektbezogene Zusammenarbeit entstehen. Beispiele hierfür sind regional relevante und mit der Wirtschaft gemeinsam durchgeführte Projekte zu Solartechnik, Energieeffizienz bei Pumpensystemen oder im Fassadenbau.