Geschichte der IBH

Basierend auf der Vision eines Bildungsraums Bodensee im Bodensee-Leitbild 1994 nahm sich die IBK in den späten 1990er Jahren als Schwerpunktthema vor, „die Bildungs-, Wissen­schafts- und Forschungs­potentiale der Region zu vernetzen und grenzüberschreitend nutzbar zu machen“ (IBK-Geschäftsbericht 1997/98). Die 20. Regierungs­chefkonferenz der IBK hat am 19.11.1998 den grundlegenden Auftrag zur Bildung eines Kooperationsverbunds „Bodenseehochschule“ unter der Koordination der Hochschulen erteilt. Daraus und aus den vielfältigen Kontakten der Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen im Bodenseeraum resultierte im Juli 2000 die Gründung der „Regio-Rektorenkonferenz“ durch elf Rektoren – womit der Grundstein der heutigen IBH gelegt war. Ziel der Rektoren damals war es, sich in strategischen, formalen und finanziellen Fragen abzustimmen. 2002 konnte der Kooperationsrat als Leitungsgremium der IBH eingerichtet werden. Die IBK hat diese Entwicklungen stets aktiv begleitet und entsprechende Interreg-Projekte zur Vertiefung der Hochschulkooperation lanciert (z.B. Hochschul- und Studienführer, IBH-Geschäftsstelle, Projektförderung für kooperative Forschung).

Ein Markstein war die 1. Boden­see-Hochschul­konferenz am 16.9.2002 mit einer gemeinsamen Erklärung der Fachminister zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Hochschulen im Bodenseeraum. Auf Empfehlung der Fachminister hat die 23. Regierungschefkonferenz am 5.12.2002 eine erste Leistungsvereinbarung der IBK mit der IBH 2002-2005 beschlossen. In der Folge wurde den Hochschulministern und den Regierungschefs regelmässig über die Entwicklung der IBH berichtet. Eine zweite Leistungsvereinbarung für die Jahre 2006–2010 wurde bereits 2004 beschlossen. Der nächste Entwicklungsschritt der IBH erfolgte mit der 3. Leistungsvereinbarung, welche 2008 vorzeitig für die Jahre 2009-2013 abgeschlossen wurde (4. Bodensee-Hochschul­konferenz 20.10.08 in Bregenz, 29. Regierungschefkonferenz 5.12.2008 in Bad Osterfingen). Ab 2009 konnte der Hochschulverbund verstärkt neue Projekte mit einer positiven Wirkung auf die Bildungs- und Forschungslandschaft fördern und den Wissens- und Technologietransfer in der Bodenseeregion ausbauen. Die IBK stärkte damit das Profil des Vorzeigeprojektes als leistungsfähige Akteurin in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft der Region. Als Schwerpunkte wurden in der Leistungsvereinbarung die Themen „Energie, Umwelt und Mobilität“ und „Regional- und Standortentwicklung im Bereich Bildung, Soziales und Gesundheit“ gesetzt. Zum 1.1.2014 trat die 4. Leistungsvereinbarung zwischen der IBK und der IBH in Kraft. Diese zielt auf eine weitere Entwicklung der IBH, indem die Kooperation im Verbund gefördert und ausgebaut, aber auch die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft durch Aktivitäten in Lehre, Forschung sowie Wissens- und Technologietransfer intensiviert werden soll.

Die Meilensteine in der Geschichte der IBH sind die Wahlen zu Vorsitz und Vorstand im IBH-Kooperationsrat und die Bodensee-Hochschulkonferenzen, die im zweijährigen Rhythmus stattfinden. Der oder die jeweilige Vorsitzende des IBH-Kooperationsrats legt Rechenschaft über das Getane ab, über Leistungsvereinbarungen erhält der Verbund ein Budget.

1998 – Dezember
Die Internationale Bodenseekonferenz (IBK) beschließt, die regionale grenzüberschreitende Hochschulzusammenarbeit zu fördern. Die Tragfähigkeit der Idee eines Netzwerks und die Entwicklungsmöglichkeiten soll eine provisorisch eingerichtete Geschäftsstelle ausloten, die für drei Jahre (1999 bis 2002) mit einem Budget von jährlich 100.000,- Euro dotiert wird.

1999 – 1. September
Auf Einladung des Rektors Prof. Olaf Harder wird das Büro als Stabstelle an der Fachhochschule (jetzt: HTWG) Konstanz eingerichtet. Stephan Prehn beginnt eine Bestandsaufnahme und reist von Hochschule zu Hochschule, um für die Idee des Verbunds zu werben und bestehende und potentielle Kooperationen zu beschreiben.

2000 – 5. Juni
Die IBK veranstaltet auf Einladung des Vorarlberger Landeshauptmanns Herbert Sausgruber ein Symposium in Bregenz, um einen Überblick über das Potential der Hochschulzusammenarbeit zu erhalten.

2000 – 17. Juli
Gründung der Regio-Rektorenkonferenz durch die elf Rektoren der IBH-Mitglieder. Die Rektoren wollen sich in strategischen, formalen und finanziellen Fragen abstimmen. Zu ihrem Sprecher wählt die Gruppe Prof. Olaf Harder.

2001
Der Vorsitzende der IBK-Kommission „Bildung, Wissenschaft und Forschung“, Peter Wieser, legt den Regierungschefs der IBK ein mehrstufiges Konzept zur Fortentwicklung des Hochschulverbundes vor. Die Geschäftsstelle soll dauerhaft eingerichtet werden und einen endgültigen Standort erhalten.

2002 – 17. Juni
Gründung des Kooperationsrats, Verabschiedung der Statuten, Wahl des Vorstands. Prof. Dr. Gerhart von Graevenitz, Rektor der Universität Konstanz, wird als Vorsitzender gewählt. Prof. Dr. Erwin Beck, Rektor der PH Rorschach, und Dr. Guntram Feuerstein, ehemaliger Rektor der FH Vorarlberg, sind seine Stellvertreter. Prof. Olaf Harder wird zum Ehrenmitglied des Vorstandes ernannt.

2002 – 16. September
Gründung der Bodensee-Hochschulkonferenz in St. Gallen durch die IBK. Aufgabe ist Zielsetzung und Erfolgskontrolle der IBH. Tagespräsident ist Hans-Ulrich Stöckling, St. Gallen. Der Vorsitzende der IBH legt alle zwei Jahre Rechenschaft vor ihr ab. Sie unterstützt den Verbund im Rahmen mit einer ersten Leistungsvereinbarung für drei Jahre mit 1,5 Millionen Euro. Die Geschäftsstelle kommt nach Kreuzlingen.

2004 – 13. September
Die Bodensee-Hochschulkonferenz erhält einen Zwischenbericht der IBH und verabschiedet eine zweite Leistungsvereinbarung über die Jahre 2006–2010. Tagespräsident ist Prof. Dr. Peter Frankenberg, Baden- Württemberg. Der Verbund wird von 2006 bis 2010 weiterhin mit jährlich 500.000 Euro gefördert.

2004 – 22. November
Bestätigung im Amt: Vorsitzender Prof. Dr. G. v. Graevenitz, erster Stellvertreter Prof. Dr. E. Beck, zweiter Stellvertreter Dr. G. Feurstein

2006 – 3. Oktober
Die Bodensee-Hochschulkonferenz gibt eine institutionelle Analyse sowie eine Analyse der Entwicklungsmöglichkeiten der IBH in Auftrag, um den vielfältig geäusserten Wunsch nach Budgeterhöhungen im Rahmen einer  dritten Leistungsvereinbarung für die IBH kritisch zu befragen. Tagespräsidentin ist Regine Aeppli, Zürich.

2006 – 22. November
Bestätigung im Amt: Vorsitzender Prof. Dr. G. v. Graevenitz, erster Stellvertreter Prof. Dr. E. Beck, zweiter Stellvertreter Dr. G. Feurstein

2008 – 3. März
Mit Erreichen der Pensionierung des Vorsitzenden und des zweiten Stellvertreters Wahl von Prof. Dr. E. Beck als Vorsitzender und von Prof. Dr. Th. Bieger, Prof. Rudi Feurstein, Dr. K. Handel, K. Näscher als Vorstandsmitglieder

2008 – 20. Oktober
Da die vier Gutachter der IBH ein hohes Entwicklungspotentials bescheinigen, beschliesst die Bodensee-Hochschulkonferenz unter Tagespräsidentschaft von Herbert Sausgruber, Vorarlberg, eine dritte Leistungsvereinbarung mit 5 Kernzielen, mit der die zweite  vorzeitig abgelöst wird. Bis 2013 soll das jährliche Budget 1 Mio € betragen, zusammengesetzt aus Mitteln der Kantone und Länder der IBK und von „Interreg Alpenrhein Bodensee Hochrhein“.

2010 – 4. November
Das Jubiläumsjahr der IBH gipfelt in einem grossen Tag in Kreuzlingen, Thurgau. Die Bodensee-Hochschulkonferenz unter Tagespräsidentschaft von Monika Knill, Thurgau, tritt zusammen, eine Ausstellung aller Mitgliedshochschulen umrahmt die Sitzung und als Ehrengast wird Staatssekretär Dr. Mauro Dell’Ambrogio, Chef des Staatssekretariates für Bildung und Forschung im Eidgenössischen Departement des Innern (EDI), Bern, begrüsst. Die Konferenz spricht der IBH ihre Anerkennung für das in den vergangenen zehn Jahren Geleistete aus.

2010 – 8. November
Bestätigung im Amt: Prof. Dr. E. Beck als Vorsitzender, Prof. Rudi Feurstein, Dr. K. Handel, K. Näscher. Neuwahl von Frau Prof. Dr. M. Ruep nach Übernahme des Rektoramtes durch Prof. Dr. Bieger in St. Gallen.

2011 – 14. November
Bestätigung im Amt: Prof. Dr. E. Beck als Vorsitzender, Dr. K. Handel, K. Näscher als Vorstandsmitglieder. Nach Abschied von Prof. Dr. Ruep und Rudi Feurstein aus dem Rektoramt Neuwahl von Prof. Dr. S. Wörwag und Prof. Dr. I. Brunner.

2012 – 8. November
Die sechste Bodensee-Hochschulkonferenz unter Tagespräsidentschaft von Hugo Quaderer, Fürstentum Liechtenstein, verabschiedet die vierte Leistungsvereinbarung mit differenzierten Kernzielen und einem Auftrag zum Wirkungsmonitoring.

2012 – 12. November
Bestätigung im Amt: Prof. Dr. E. Beck als Vorsitzender, Prof. Dr. S. Wörwag, Prof. Dr. I. Brunner, Dr. K. Handel, K. Näscher als Vorstandsmitglieder

2014 – 10. November
Neuwahl: Prof. Dr. Sebastian Wörwag als Vorsitzender, Prof. Dr. Werner Knapp, Prof. Dr. Carsten Manz, Prof. Dr. Silvia Mergenthal und Dr. Oskar Müller als Vorstandsmitglieder

2015 – 12. November
Feier zum 15jährigen Jubiläum der IBH im Dreispitz in Kreuzlingen

2016 – 17. Juni
Die 7. Bodensee Hochschulkonferenz findet an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten statt. Die 5. Leistungsvereinbarung für die Jahre 2018 – 2021 wird unterzeichnet.