Wirtschaftskonzil 2014-2018: Bodenseeregion als Modellregion in Europa

1. Mai 2015

Über 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft haben am 30.4.2015 am ersten internationalen Wirtschaftskonzil in Konstanz teilgenommen. Im Zentrum der ganztägigen Veranstaltung stand die internationale Zusammenarbeit. Die Internationale Bodensee-Hochschule war sowohl mit einem Ausstellungsstand sowie auf dem Podium des Forums 3 „Innovation als Zukunftssicherung im Bodenseeraum“ vertreten und wurde mehrfach als Beispiel für gelungene grenzüberschreitende Kooperation genannt.

„Das erste internationale Wirtschaftskonzil greift den Grundgedanken des historischen Konstanzer Konzils auf und beschäftigt sich mit den zentralen Fragen der heutigen Zeit für die Bodenseeregion und ihre Wirtschaft“, betonte der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, zu Beginn der Veranstaltung. Im Zeitalter von Digitalisierung, Industrie 4.0 und steigendem Fachkräftemangel bedürfe es grenzüberschreitender Lösungen, um die Spitzenposition der Region in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und wissensbasierter Wirtschaft zu sichern. Der enorme Zuspruch zu dieser Veranstaltung belege das grosse Interesse an grenzüberschreitender Zusammenarbeit und die Relevanz der aufgeworfenen Fragen für die Region Bodensee.

Zukunftsfragen diskutiert

Ziel der ganztägigen Veranstaltung in Konstanz war es denn auch, neue Impulse und Modelle für die Zukunft zu finden und gemeinsam dringende Zukunftsfragen zu diskutieren. In sechs Foren mit Podiumsgesprächen wurden neue Lösungsansätze gesucht und von Persönlichkeiten aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz diskutiert. Während am Vormittag die Wirtschaft in der Bodenseeregion im Zentrum stand, wurden am Nachmittag Lösungsansätze für die Zukunft von Europa und der Schweiz erörtert. Der deutsche Botschafter in Bern, Otto Lampe, bezeichnete die Schweiz und Europa als „Win-Win-Beziehung“. Beide könnten voneinander lernen und sollten die erfolgreiche und traditionelle Zusammenarbeit fortsetzen. Botschafter Olaf Kjelsen, Chef grenzüberscheitende Zusammenarbeit im eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten, betonte die Wichtigkeit des grenzüberschreitenden Austauschs, der beidseits der Grenze zu Wohlstand und Prosperität geführt habe. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen in Europa seien solche soliden Partnerschaften besonders wichtig und müssten gepflegt werden.

Folgeveranstaltungen geplant

Das erste internationale Wirtschaftskonzil wurde von Vertreterinnen und Vertretern der Kommission Wirtschaft der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK), den Kantonen Thurgau und St.Gallen, der Konzilstadt Konstanz, dem Land Baden-Württemberg sowie der Stadt Konstanz organisiert. Zahlreiche Wirtschaftsverbände und Institutionen unterstützten die Durchführung. Weitere Veranstaltungen unter dem Titel „Wirtschaftskonzil“ sind geplant. Dort sollen die Ergebnisse weiter konkretisiert und schliesslich in nachhaltigen Verbesserungen sichtbar werden.

Quelle: Internationale Bodenseekonferenz