20 Jahre IBH – Das WIR gewinnt.

17. September 2020

Aus der Vision eines gemeinsamen Bildungsraums heraus beschließt die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) im Jahr 1998 die Förderung der regionalen, grenzüberschreitenden Hochschulzusammenarbeit. Vor nunmehr 20 Jahren ist daraus die Internationale Bodensee-Hochschule entstanden. Wir blicken dankbar zurück auf Jahre der internationalen und hochschulartenübergreifend Kooperation, der Förderung zahlreicher Projekte in Forschung, Lehre und Innovation sowie dem Schaffen spannender Ermöglichungsräume. Voller Tatendrang arbeiten wir daran, auch in der Zukunft durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis gemeinsam Lösungen für Zukunftsfragen zu entwickeln und so in der Region und darüber hinaus zu wirken.

Hier verraten acht prominente WegbegleiterInnen, was sie mit der IBH verbindet und welche Wünsche und Visionen sie für ihre Zukunft haben.

 

Prof. Dr. Michael Hengartner / Präsident des ETH-Rats und ehemaliger Rektor der Universität Zürich

Wissenschaft ist dort am vitalsten, wo verschiedene Sichtweisen aufeinandertreffen und Grenzen überwunden werden. Deshalb ist die IBH für die Universität Zürich  von besonderer Bedeutung. Erstens eröffnet die Zusammenarbeit mit anderen Hochschularten für unsere Forschenden neue Perspektiven. Zweitens ist die IBH ein internationaler Verbund, der Partner aus unterschiedlichen Ländern miteinander vernetzt, gleichzeitig aber auch vor Ort Mehrwert schafft und es uns ermöglicht, zur regionalen Wertschöpfung beizutragen und den Dialog mit der Bevölkerung zu pflegen. Schliesslich ist die IBH ein Forum für den Austausch von Best Practices in der HochschulführungIm Namen der Universität Zürich gratuliere ich der IBH herzlich zum 20-jährigen Bestehen. Ich wünsche dem Netzwerk viel Erfolg bei seinen künftigen Projekten. 

 

 

Mag. Markus Wallner / Vorarlberger Landeshauptmann 

Als wichtigstes Leuchtturmprojekt der Internationalen Bodensee-Konferenz kann die IBH nach 20 Jahren ambitionierter grenzüberschreitender Zusammenarbeit heute eine stolze Bilanz vorlegen. Die positive Entwicklung des Verbunds hat Vorarlberg von Anfang an engagiert mitgetragen. Denn mit der Kooperation verknüpft ist ein großer Mehrwert – für die Hochschulen und die Bodenseeregion insgesamt. Das Potenzial des Schulterschlusses ist dabei noch lange nicht ausgeschöpft. Im Sinne unserer Region, die zu den dynamischsten Wirtschafts- und Lebens-räumen Europas zählt, ist es ein Gebot der Stunde, die Vernetzung sowie den für alle Seiten lohnenden Wissens- und Technologietransfer weiter voranzutreiben. 

 

 

 

Regierungsrätin Dominique Hasler / Ministerium für Inneres, Bildung und Umwelt des Fürstentum Liechtenstein 

Die Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen in den vier aneinandergrenzenden Staaten in der Region um den Bodensee verfolgen ein gemeinsames Ziel: die Forschung an Fragen, die zur Weiterentwicklung dieses florierenden Wirtschafts- und Lebensraums beitragen. Dadurch stärken sie die nachhaltige grenzüberschreitende Vernetzung von Wissenschaft und Praxis sowie ihre eigenen Wurzeln in der Region. Ich wünsche diesem beispielgebenden Hochschulverbund weiterhin viel Inspiration und Strahlkraft. 

 

 

 

Winfried Kretschmann / Ministerpräsident des Bundeslands Baden-Württemberg 

Für mich ist die IBH durch ihre ausgezeichnete Forschung und Lehre ein Leuchtturm im Bereich der Wissenschaft. Die Kooperation der teilnehmenden 30 Hochschulen über die Grenzen hinweg ist für mich – vor allem in der heutigen Zeit – keine Selbstverständlichkeit. Sie leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und verkörpert gleichzeitig gelebtes Europa. Ich wünsche der IBH, dass sie sich dieser Stärke bewusst bleibt und auch in Zukunft mit ihrem Bildungs- und Forschungsauftrag dabei hilft, Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen in Technik und Gesellschaft – wie der Digitalisierung – zu erarbeiten. Diese Kompetenz wird ihr dabei helfen, ihre Strahlkraft über die Bodenseeregion hinaus auszubauen.

 

 

Regierungsrätin Monika Knill / Departement für Erziehung und Kultur des Kanton Thurgau 

Die IBH steht mir sehr nahe – nur schon geographisch: Der Sitz der IBH-Geschäftsstelle befindet sich in Kreuzlingen. Der Thurgau ist gewissermassen «Heimatkanton» der IBH. Ich bin stolz darauf, dass der Kanton Thurgau den grössten hochschulartenübergreifenden Verbund Europas somit in besonderem Masse unterstützen kann. Vor allem durch ihre kooperativen Forschungsprojekte und im Wissenstransfer hat sich die IBH über Kantons- und Landesgrenzen hinweg etabliert. Meine Vision für die IBH ist, dass sie auch in der Lehre stärker Fuss fasst und den Wissenschaftsraum Bodensee mit kooperativen Studiengängen erlebbar macht. 

 

 

 

Staatsminister Dr. Florian Herrmann / MdL, Bayerischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien 

Die Internationale Bodensee-Hochschule schlägt Brücken in Forschung und Lehre zwischen 30 Hochschulen in vier Ländern – das ist für sich schon eine großartige Leistung. Dabei bietet sie attraktive Perspektiven für junge Studierende im Raum zwischen den großen Metropolen. Besonders beeindruckt mich dabei, dass sie sehr nahe an den Unternehmen und den Menschen ist, ob das bei der Digitalisierung der kleineren Betriebe ist oder bei der Entwicklung von Pflegemodellen zuhause. So stärkt ihre Arbeit die Substanz unserer Region als einen der innovations- und exportstärksten Räume der Welt. 

 

 

 

Dr. Verena Konrad / Direktorin vai Vorarlberger Architektur Institut, Mitglied im Universitätsrat der Universität Liechtenstein 

Der IBH ist es über die Leistung Forschung und Lehre von 30 Universitäten und Hochschulen in der Bodenseeregion als Netzwerk zu betreiben und so aktuelle Fragen der Entwicklung dieser Region gemeinsam zu erörtern gelungen, ihre Inhalte mit einem zivilgesellschaftlichen Diskurs zu verbinden und auch für nicht-wissenschaftliche Einrichtungen Partner zu sein. So ist die IBH als Kooperationsmodell für das Vorarlberger Architektur Institut als Plattform für den Architekturdiskurs in Vorarlberg eine wertvolle Inspiration und liefert zudem inhaltliche Anregungen für unsere Arbeit und die Möglichkeit, an Forschung und Lehre der beteiligten Universitäten und Hochschulen anknüpfen zu können. Wir danken der IBH für ihre Arbeit, Inspiration und die Öffnung des Netzwerkes für Gesellschaft und den vielseitigen Sektor der Bildungs- und Kulturarbeit und freuen uns auf zukünftige Projekte und Kontakte. 

 

 

Klaus Näscher / Alt-Rektor der Universität Liechtenstein und ehemaliges Mitglied des Vorstands der IBH 

Die Idee war bestechend: Hochschulen im Bodenseeraum arbeiten trotz unterschiedlicher Bildungs- und Rechtssysteme in Forschung, Lehre und Transfer eng zusammen. Was vor rund 30 Jahren noch verwegen schien und mit einzelnen Projekten zwischen Ingenieur- und Fachhochschulen begann, hat sich heute unter den 30 Partnern der IBH gut entwickelt und eingespielt. Als eines der Gründungsmitglieder der IBH freut es mich daher sehr, dass die IBH im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte nicht nur regional unverzichtbar geworden ist, sondern auch international beachtet und geschätzt wird. Alles Gute für die Zukunft! 

 

 

 

Bildnachweise: Land Vorarlberg (Markus Wallner), Fürstentum Liechtenstein (Dominique Hasler), Kanton Thurgau / Mario Gaccioli (Monika Knill), Universität Liechtenstein / Eddy Risch (Klaus Näscher), Universität Zürich / Frank Brüderli (Michael Hengartner), Freistaat Bayern (Florian Herrmann), Staatsministerium Baden-Württemberg (Winfried Kretschmann), Darko Todorovic (Verena Konrad)