20 Jahre IBH – Das WIR gewinnt.

Aus der Vision eines gemeinsamen Bildungsraums heraus beschließt die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) im Jahr 1998 die Förderung der regionalen, grenzüberschreitenden Hochschulzusammenarbeit. Vor nunmehr 20 Jahren ist daraus die Internationale Bodensee-Hochschule entstanden. Wir blicken dankbar zurück auf Jahre der internationalen und hochschulartenübergreifend Kooperation, der Förderung zahlreicher Projekte in Forschung, Lehre und Innovation sowie dem Schaffen spannender Ermöglichungsräume. Voller Tatendrang arbeiten wir daran, auch in der Zukunft durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis gemeinsam Lösungen für Zukunftsfragen zu entwickeln und so in der Region und darüber hinaus zu wirken.

Hier verraten acht prominente WegbegleiterInnen, was sie mit der IBH verbindet und welche Wünsche und Visionen sie für ihre Zukunft haben.

 

Prof. Dr. Michael Hengartner / Präsident des ETH-Rats und ehemaliger Rektor der Universität Zürich

Wissenschaft ist dort am vitalsten, wo verschiedene Sichtweisen aufeinandertreffen und Grenzen überwunden werden. Deshalb ist die IBH für die Universität Zürich  von besonderer Bedeutung. Erstens eröffnet die Zusammenarbeit mit anderen Hochschularten für unsere Forschenden neue Perspektiven. Zweitens ist die IBH ein internationaler Verbund, der Partner aus unterschiedlichen Ländern miteinander vernetzt, gleichzeitig aber auch vor Ort Mehrwert schafft und es uns ermöglicht, zur regionalen Wertschöpfung beizutragen und den Dialog mit der Bevölkerung zu pflegen. Schliesslich ist die IBH ein Forum für den Austausch von Best Practices in der HochschulführungIm Namen der Universität Zürich gratuliere ich der IBH herzlich zum 20-jährigen Bestehen. Ich wünsche dem Netzwerk viel Erfolg bei seinen künftigen Projekten. 

 

 

Mag. Markus Wallner / Vorarlberger Landeshauptmann 

Als wichtigstes Leuchtturmprojekt der Internationalen Bodensee-Konferenz kann die IBH nach 20 Jahren ambitionierter grenzüberschreitender Zusammenarbeit heute eine stolze Bilanz vorlegen. Die positive Entwicklung des Verbunds hat Vorarlberg von Anfang an engagiert mitgetragen. Denn mit der Kooperation verknüpft ist ein großer Mehrwert – für die Hochschulen und die Bodenseeregion insgesamt. Das Potenzial des Schulterschlusses ist dabei noch lange nicht ausgeschöpft. Im Sinne unserer Region, die zu den dynamischsten Wirtschafts- und Lebens-räumen Europas zählt, ist es ein Gebot der Stunde, die Vernetzung sowie den für alle Seiten lohnenden Wissens- und Technologietransfer weiter voranzutreiben. 

 

 

 

Regierungsrätin Dominique Hasler / Ministerium für Inneres, Bildung und Umwelt des Fürstentum Liechtenstein 

Die Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen in den vier aneinandergrenzenden Staaten in der Region um den Bodensee verfolgen ein gemeinsames Ziel: die Forschung an Fragen, die zur Weiterentwicklung dieses florierenden Wirtschafts- und Lebensraums beitragen. Dadurch stärken sie die nachhaltige grenzüberschreitende Vernetzung von Wissenschaft und Praxis sowie ihre eigenen Wurzeln in der Region. Ich wünsche diesem beispielgebenden Hochschulverbund weiterhin viel Inspiration und Strahlkraft. 

 

 

 

Winfried Kretschmann / Ministerpräsident des Bundeslands Baden-Württemberg 

Für mich ist die IBH durch ihre ausgezeichnete Forschung und Lehre ein Leuchtturm im Bereich der Wissenschaft. Die Kooperation der teilnehmenden 30 Hochschulen über die Grenzen hinweg ist für mich – vor allem in der heutigen Zeit – keine Selbstverständlichkeit. Sie leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und verkörpert gleichzeitig gelebtes Europa. Ich wünsche der IBH, dass sie sich dieser Stärke bewusst bleibt und auch in Zukunft mit ihrem Bildungs- und Forschungsauftrag dabei hilft, Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen in Technik und Gesellschaft – wie der Digitalisierung – zu erarbeiten. Diese Kompetenz wird ihr dabei helfen, ihre Strahlkraft über die Bodenseeregion hinaus auszubauen.

 

 

Regierungsrätin Monika Knill / Departement für Erziehung und Kultur des Kanton Thurgau 

Die IBH steht mir sehr nahe – nur schon geographisch: Der Sitz der IBH-Geschäftsstelle befindet sich in Kreuzlingen. Der Thurgau ist gewissermassen «Heimatkanton» der IBH. Ich bin stolz darauf, dass der Kanton Thurgau den grössten hochschulartenübergreifenden Verbund Europas somit in besonderem Masse unterstützen kann. Vor allem durch ihre kooperativen Forschungsprojekte und im Wissenstransfer hat sich die IBH über Kantons- und Landesgrenzen hinweg etabliert. Meine Vision für die IBH ist, dass sie auch in der Lehre stärker Fuss fasst und den Wissenschaftsraum Bodensee mit kooperativen Studiengängen erlebbar macht. 

 

 

 

Staatsminister Dr. Florian Herrmann / MdL, Bayerischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien 

Die Internationale Bodensee-Hochschule schlägt Brücken in Forschung und Lehre zwischen 30 Hochschulen in vier Ländern – das ist für sich schon eine großartige Leistung. Dabei bietet sie attraktive Perspektiven für junge Studierende im Raum zwischen den großen Metropolen. Besonders beeindruckt mich dabei, dass sie sehr nahe an den Unternehmen und den Menschen ist, ob das bei der Digitalisierung der kleineren Betriebe ist oder bei der Entwicklung von Pflegemodellen zuhause. So stärkt ihre Arbeit die Substanz unserer Region als einen der innovations- und exportstärksten Räume der Welt. 

 

 

 

Dr. Verena Konrad / Direktorin vai Vorarlberger Architektur Institut, Mitglied im Universitätsrat der Universität Liechtenstein 

Der IBH ist es über die Leistung Forschung und Lehre von 30 Universitäten und Hochschulen in der Bodenseeregion als Netzwerk zu betreiben und so aktuelle Fragen der Entwicklung dieser Region gemeinsam zu erörtern gelungen, ihre Inhalte mit einem zivilgesellschaftlichen Diskurs zu verbinden und auch für nicht-wissenschaftliche Einrichtungen Partner zu sein. So ist die IBH als Kooperationsmodell für das Vorarlberger Architektur Institut als Plattform für den Architekturdiskurs in Vorarlberg eine wertvolle Inspiration und liefert zudem inhaltliche Anregungen für unsere Arbeit und die Möglichkeit, an Forschung und Lehre der beteiligten Universitäten und Hochschulen anknüpfen zu können. Wir danken der IBH für ihre Arbeit, Inspiration und die Öffnung des Netzwerkes für Gesellschaft und den vielseitigen Sektor der Bildungs- und Kulturarbeit und freuen uns auf zukünftige Projekte und Kontakte. 

 

 

Klaus Näscher / Alt-Rektor der Universität Liechtenstein und ehemaliges Mitglied des Vorstands der IBH 

Die Idee war bestechend: Hochschulen im Bodenseeraum arbeiten trotz unterschiedlicher Bildungs- und Rechtssysteme in Forschung, Lehre und Transfer eng zusammen. Was vor rund 30 Jahren noch verwegen schien und mit einzelnen Projekten zwischen Ingenieur- und Fachhochschulen begann, hat sich heute unter den 30 Partnern der IBH gut entwickelt und eingespielt. Als eines der Gründungsmitglieder der IBH freut es mich daher sehr, dass die IBH im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte nicht nur regional unverzichtbar geworden ist, sondern auch international beachtet und geschätzt wird. Alles Gute für die Zukunft! 

 

 

Ansprechperson
Prof. Dr. Markus Rhomberg
Tel.: +41 71 677 05 20
Email

 

Bildnachweise: Land Vorarlberg (Markus Wallner), Fürstentum Liechtenstein (Dominique Hasler), Kanton Thurgau / Mario Gaccioli (Monika Knill), Universität Liechtenstein / Eddy Risch (Klaus Näscher), Universität Zürich / Frank Brüderli (Michael Hengartner), Freistaat Bayern (Florian Herrmann), Staatsministerium Baden-Württemberg (Winfried Kretschmann), Darko Todorovic (Verena Konrad) 


Chancen im asiatischen Markt: IBH unterstützt internationale Tagung

Erstmals fand vom 2. bis 5. Oktober 2019 die Jahrestagung der Euro-Asia Management Studies Association (EAMSA) in Österreich statt. Die viertägige Veranstaltung an der FH Vorarlberg bot Entscheidungsträgern der Bodenseeregion die Möglichkeit, mit Asienexperten in Kontakt zu treten und Erfahrungen auszutauschen. Mehr als 70 Gäste aus Asien und Europa nutzten die Gelegenheit zum Netzwerken. „Die Veranstaltung fand auch in der lokalen Industrie großen Anklang. Die Konferenz ist nur der erste Schritt, das Thema Asien und seine Märkte in der Region zu verankern. Die FH Vorarlberg ist damit eingebunden in ein internationales Wissensnetzwerk“, resümiert Sierk Horn, Professor im Studiengang International Management an der Hochschule.

Regionales Asienforum
Ostasien ist ein attraktiver Markt für die Bodenseeregion – im Handel, in Wertschöpfungsketten oder als Investoren. Die Jahrestagung in Dornbirn setzte sich intensiv mit den Chancen und Risiken in Asien auseinander, aber auch mit den Geschäftsprozessen und den Verhandlungstaktiken dieser erfolgsversprechenden Region. „Es ist der Startschuss für den langfristigen Aufbau eines ‚East Asia Observatory‘ – ein regionales ‚Asienforum‘, gefördert durch die Internationale Bodensee-Hochschule (IBH) – das sich mit Asien als einen dynamischen und attraktiven Wirtschaftsraum beschäftigt“, so Horn. „Die FH Vorarlberg pflegt sehr enge Partnerschaften mit vielen Unternehmen in der Region und bietet mit diesem Netzwerk eine ideale Gelegenheit, Kontakte nach Asien zu knüpfen.“

Für die IBH hat insbesondere die vernetzte Zusammenarbeit in der Bodenseeregion einen hohen Stellenwert: „Die mit unserer Förderung verbundene Kooperation mit den Universitäten Zürich und Liechtenstein sowie der Hochschule Albstadt-Sigmaringen im Rahmen des East Asia Observatory birgt die Chance, den Blick der gesamten Bodenseeregion auf Asien zu schärfen und gemeinsames Handeln zu starten“, hebt Markus Rhomberg, Geschäftsführer der IBH hervor.

Intensive Handelsbeziehungen
Sowohl mit China als auch mit Japan, den weltweit zweit- und drittgrößten Wirtschaftsnationen, bestehen intensive Handelsbeziehungen. China ist mit einem bilateralen Handelsvolumen von 12,55 Milliarden EUR im Jahr 2018 der wichtigste Handelspartner Österreichs in Asien. Die ohnehin starken Handelsbeziehungen mit Japan – gegenwärtig auf Rang zwei nach China – erleben durch das im Februar 2019 in Kraft getretene Freihandelsabkommen (JEFTA) einen weiteren Aufschwung.

Wirtschaftliche Relevanz
Diese Tendenzen spiegeln sich auch in Vorarlberg wider. Im Bereich Außenhandel belegt der Wirtschaftsraum Asien seit 2005 durchgängig den dritten Platz hinter den EU- & EFTA-Mitgliedstaaten, aber vor Nordamerika, wohl auch getrieben durch Chinas WTO-Beitritt 2002. Obwohl es 2018 zu einem Rücklauf im Handel kam, betonen Quantität und Qualität Sino-Vorarlberger Geschäftsbeziehungen die wirtschaftliche Relevanz Chinas für Unternehmen aus dieser Region. Die wirtschaftliche Verflechtung Vorarlbergs mit Japan beruht auf der robusten Nachfrage nach innovativen und hoch qualitativen Produkten.

„Huckepack-Export“
Ein erheblicher Teil des Handels zwischen Vorarlberg und Ostasien fließt durch die Anrainerstaaten – sogenannter „Huckepack Export“. Unternehmen, insbesondere KMUs aus der Region, profitieren von der noch stärkeren Verzahnung der deutschen Industrie mit dem ostasiatischen Wirtschaftsraum. Auch Vorarlberg ist als Ziel von Direktinvestitionen interessant. Gerade Hightech Firmen sind ein begehrtes Akquisitionsziel.

Über die EAMSA 2019 an der FH Vorarlberg
Die Konferenz schärft das Bewusstsein für die Relevanz Ostasiens und erweitert bestehende Netzwerke in der Bodenseeregion. Sie dient als Plattform, die sich weiterhin für die wachsende wirtschaftliche, aber auch geopolitische Bedeutung Ostasiens für die Bodenseeregion auseinandersetzt. Dieser wertvolle Erfahrungsaustausch trägt zur Wettbewerbsfähigkeit der Bodenseeregion bei.

Bildnachweis: Keynote Sprecher des Impulsabends “Eyes on Asia” an der FH Vorarlberg, von links nach rechts Sascha Singer, thyssenkrupp Presta AG; Mag. Stefan Fitz-Rankl, FH Vorarlberg; Mag. Clemens Machal, AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA/WKO; Prof. Dr. Markus Taube, Universität Duisburg-Essen; Prof. (FH) PD Dr. Sierk Horn, FH Vorarlberg;  Rektorin Prof. (FH) Dr. Tanja Eiselen, FH Vorarlberg; Prof. Dr. Alexander Zimmermann,  Universität Liechtenstein; Prof. Dr. Markus Rhomberg, Internationale Bodensee-Hochschule IBH und Dipl.-Geogr. Wolfram Auer, Doppelmayr Seilbahnen GmbH


cyberTALENTS Bodensee: Kick-off

Digitalexpert*innen sind längst nicht mehr nur in der IT-Branche gefragt, die Digitalisierung nimmt in allen Branchen immer weiter zu, damit steigt auch der Bedarf an Fachkräften. Doch die Unternehmen in der internationalen Bodenseeregion tun sich schwer, solche Talente zu finden und zu rekrutieren. Und das obwohl die Hochschulen in der Vierländerregion in vielfältigen Studienrichtungen junge Talente für den IT-Sektor ausbilden. Diese verlassen die Region nach ihrem Studium jedoch zu einem großen Teil wieder.

Das Projekt cyberTALENTS Bodensee möchte deshalb dazu beitragen, dass in der Vierländerregion ausgebildete Talente hier auch ihren Arbeitgeber finden, dass bereits ansässige Fachkräfte bleiben und dass die Bodenseeregion für Fachkräfte, die außerhalb leben und arbeiten, attraktiver wird. Kern des Projekts wird eine Arbeitsgruppe sein, deren Aufgabe es ist, innovative Massnahmen zu entwickeln und Rahmenbedingungen zu verbessern, um diese Ziele zu erreichen.

Beim virtuellen Kick-off-Workshop der cyberTALENTS Bodensee am 24.11.2020 wird es darum gehen, die aktuellen Herausforderungen der Vierländerregion zu konkretisieren und daraus die Ziele der Arbeitsgruppe abzuleiten. Ob Unternehmen, HR-Expert*innen, Fachkräfte, Studierende, Hochschulvertreter, Interessierte – jeder ist willkommen, jeder Input ist wichtig, um die Basis für ein erfolgreiches Projekt zu schaffen.

Der Workshop wird online durchgeführt, die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich.

Ablauf
11:00 Uhr: Begrüßung durch Tobias Fauth (cyberLAGO) und Markus Rhomberg (IBH)
11:10 Uhr: Beginn Workshop
13:10 Uhr: Zusammenfassung und nächste Schritte

cyberTALENTS Bodensee ist ein gemeinsames Projekt des cyberLAGO e.V. und der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH).

 

Ansprechperson
Prof. Dr. Markus Rhomberg
Tel.: +41 71 677 05 20
Email


Data-Science-Instrumente in Unternehmen

Umfrage des IBH-Lab KMUdigital

Ein zentrales Charakteristikum der Digitalisierung ist der Überfluss an Daten, die Unternehmen zur Verfügung stehen. „Big Data“, „Data Science“ oder „Data Analytics“ kann bei einer geschickten Nutzung gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu einem entscheidenden Element im Wettbewerb werden. Viele Unternehmen stehen aber erst am Anfang der gezielten Gewinnung, Analyse und Nutzung von Daten.

Die Forschungspartner des Projekts Data4KMU entwickeln im Rahmen des IBH-Labs KMUdigital mit und für KMU einfach anwendbare Data Science Instrumente für den direkten Einsatz in Produkten, Services und den damit verbundenen Geschäftsprozessen. Um den Status Quo und die daraus abzuleitenden Bedarfe der KMU zu ermitteln, bittet das Projektteam um Ihre Unterstützung und die Teilnahmen an einer Befragung. Im Rahmen dieserUmfrage werden folgende Fragen genauer beleuchtet:

Welche Möglichkeiten und Herausforderungen sind mit Daten verbunden?
Und wie können Unternehmen diese zielführend nutzen?

Dazu benötigen wir etwa 15 Minuten Ihrer Zeit zur Beantwortung einiger Fragen unter diesem Link

Die Befragung ist bis zum 30.11.2018 geöffnet.

Fragen zum Projekt und zur Befragung: kmu-digital@zhaw.ch.