Gewerbegebiete 4.0: Fokusgruppe Standort- und Gebietsmanagement

Das Projekt Gewerbegebiete 4.0

Die Bodenseeregion ist ein dynamischer Wirtschaftsraum mit einer starken, wissensintensiven Industrie. Mit der Digitalisierung verändern sich Produktions- und Arbeitsformen (z.B. Industrie 4.0, Coworking) aber auch die Anforderungen an die Planung und das Management attraktiver Unternehmensstandorte. Gleichzeitig führt das anhaltende Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in diesem herausragenden Natur- und Landschaftsraum zu Konflikten in der Siedlungsentwicklung. Im Projekt Gewerbegebiete 4.0 werden in einer interdisziplinären Herangehensweise diese neuen Anforderungen an wettbewerbs- und zukunftsfähige Unternehmensstandorte mittels Trendanalysen und Fallstudien analysiert. Darauf aufbauend werden innovative Strategien und Instrumente für eine bedarfsgerechte und nachhaltige (Weiter-)Entwicklung von Gewerbegebieten in einem intensiven, bodenseeweiten Dialog mit Praxisakteuren aus Politik und Verwaltung, Unternehmen, Immobilienwirtschaft und Verbänden herausgearbeitet und zielgruppengerecht aufbereitet.

Einladung zum Erfahrungsaustausch

Im Rahmen des IBH-Regionalprojekts Gewerbegebiete 4.0 veranstalten die Projektpartner HTWG Konstanz, HSR Hochschule für Technik Rapperswil sowie Universität St.Gallen drei halbtägige Fokusgruppen, die zu einem fachlichen Austausch zu aktuellen Fragestellungen der Gewerbegebietsentwicklung in der Bodenseeregion beitragen sollen. Dabei werden die Themen Nachhaltigkeit (HTWG Konstanz), Digitalisierung (HSR Rapperswil) sowie Gewerbegebietsmanagement (Universität St.Gallen) behandelt.

Die Fokusgruppen richten sich an die interessierte Fachöffentlichkeit auf kommunaler und regionaler Ebene, Kammern und Verbände sowie Unternehmen aus der Bodenseeregion.

 Die Teilnahme an den drei Fokusgruppen ist kostenlos. Um einen intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl beschränkt. Bitte melden Sie sich direkt bei den Organisatoren an . Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Fokusgruppe Standort- und Gebietsmanagement

Mittwoch, 16.1.2019, 13 – 17 Uhr

Ort: Verwaltungsgebäude Laube, Untere Laube 24-30, 78462 Konstanz

Kontakt:  daniel.zwicker-schwarm@unisg.ch, Tel. +41 (0)71 224 2524

Anmeldung bitte per Email: margareta.brugger@unisg.ch

Anlass und Zielsetzung

Viele Gewerbegebiete in der Bodenseeregion sind mittlerweile «in die Jahre gekommen»: Hier treffen städtebauliche Probleme und Nutzungskonflikte, Erfordernisse des nachhaltigen Wirtschaftens auf gewandelte Erwartungen und Erfordernisse von Unternehmen und ihren Beschäftigten an ein attraktives Arbeitsumfeld. In diesem Zusammenhang gewinnen kooperative Instrumente wie Standortgemeinschaften und Gebietsmanagement an Bedeutung, um die kommunale Ressourcen und das Engagement von Unternehmen und Flächeneigentümern bei der Weiterentwicklung bestehender Gewerbegebiete zu «zukunftsfähigen» Unternehmensstandorten zusammen zu bringen.

In der Fokusgruppe sollen die folgenden Fragestellungen diskutiert werden:

  • Welche Potenziale bietet eine intensivere Zusammenarbeit von Unternehmen, Eigentümern und Kommune in Gewerbegebieten?
  • Welche Formen der Zusammenarbeit im Gebiet gibt es?
  • Was sind Hemmnisse und Erfolgsfaktoren eines solchen Gebietsmanagements?

Diese Fokusgruppe wird in Kooperation mit der Stadt Konstanz organisiert.

Impulsreferate

Planerische Steuerung des Nutzungswandels in kleinteiligen Gewerbegebieten: Stromeyersdorf und Unterlohn in Konstanz

Bernd Stephan, Wirtschaftsförderung Stadt Konstanz

Organisationsformen für die Zusammenarbeit von Kommune und Standortunternehmen: Das Beispiel Verein Areal St.Gallen West – Gossau Ost (ASGO)

Andreas Schläpfer, Koordination ASGO, St.Gallen

Standortmanagement als Dienstleistung: Erfahrungen aus der Bodenseeregion

Stefan Nachbaur, Geschäftsführer Deutschland/Österreich, PRISMA Zentrum für Standort- und Regionalentwicklung GmbH, Dornbirn.

Moderation und Organisation: Daniel Zwicker-Schwarm, IMP-HSG Institut für Systemisches Management und Public Governance, Universität St. Gallen.