IBH förderte Tagung zur frühkindlichen Bildung

3. Mai 2018

Qualitäten in der Kindertagesbetreuung, die Professionalisierung von Sprachförderung und die Stärkung kindlicher Sozialkompetenz standen im Zentrum einer von der IBH geförderten Tagung an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Gemeinsam mit internationalen ForscherInnen diskutierten ExpertInnen aus dem Bodenseeraum aktuelle frühpädagogische Forschungsthemen.

Vom 11. bis 13. April fand an der PH Weingarten – erstmals in Baden-Württemberg – eine frühpädagogische Internationale Konferenz unter Beteiligung von 120 Forschenden aus dem In- und Ausland statt. Die Tagung wurde durch die PH Weingarten in Zusammenarbeit mit der PH St. Gallen sowie in Kooperation mit allen fünf anderen Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg sowie Baden-Württemberg International durchgeführt. Finanziert wurde die Tagung durch die Internationale Bodensee-Hochschule IBH, das ZEP sowie den Freundeskreis der PH Weingarten.

Ziel der englischsprachigen Tagung war es, mit nationalen und internationalen WissenschaftlerInnen sowie dem wissenschaftlichem Nachwuchs aktuelle frühpädagogische Forschungsthemen auszutauschen und zu diskutieren und vielfältige Kooperationsmöglichkeiten (inner- und ausserhalb der IBH-Region) auszuloten und anzuregen. Die Tagung bestand aus einem Workshop für Bachelor- und Masterstudierende unter Beteiligung von Critical Friends, einem durch Prof. Dr. Karin Schweizer eröffneten Workshop für DoktorandInnen unter Beteiligung von Critical Friends und Hauptkonferenz zu den Themen Quality und Professionalisierung. Die Workshops und die Hauptkonferenz wurden durch Postersessions ergänzt.

Nach der Begrüssung durch Rektor Prof. Dr. Werner Knapp gab Prof. Dr. Marija-Kristiina Lerkkanen (Jyväskylä, Finnland) in ihrem Keynote einen Überblick über den internationalen Forschungsstand zur Qualität der Kindertagesbetreuung. Prof. Dr. Pia Williams (Göteborg, Schweden) beleuchtete das Thema „Gruppengröße” in Schweden und Prof. Dr. Sonja Perren (Konstanz, Deutschland) griff die Frage auf, was erfolgreiche Fachkraft-Kind-Interaktionen unterstützt. In der zweiten Keynote stellte Pamela Oberhuemer (Staatsinstitut für Frühpädagogik, München) u.a. ein multiperspektivisches Konzept von Professionalisierung vor. Prof. Dr. Wilfried Smidt (Innsbruck, Österreich) präsentierte Forschungsbefunde zum objektiven und subjektiven Berufserfolg frühpädagogischer Fachkräfte. In der Präsentation von Anja Leber und KollegInnen wurden Forschungsbefunde zu einem Qualifizierungskonzept zur Sprachförderung vorgestellt. Schliesslich stellte Katerina Mouratidou (Thessaloniki, Griechenland) einen Ansatz zur Stärkung der kindlichen Sozialkompetenz vor. Zum Abschluss beleuchtete Prof. Dr. Ulrich Wehner (Karlsruhe, Deutschland) reflexiv die verschiedenen Tagungsbeiträge und fokussierte Herausforderungen im Kontext von Qualität und Professionalisierung.