Virtueller Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

23. September 2020

Die Wissenschaft hat ihren Platz mitten in der Gesellschaft, sie sucht aktiv den Austausch mit der Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft. Die Corona-Situation belegt anschaulich, wie wichtig der sichtbare und wechselseitige Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist, um eine faktenbasierte Grundlage für politische und persönliche Entscheidungen zu schaffen. Ebenso deutlich zeigt die Krise, wie bedeutend geeignete virtuelle Kommunikationswege und Kontaktpunkte für den Dialog sind – und dass noch längst nicht die praktikabelsten Formate und Plattformen für virtuellen Austausch gefunden sind.

Unter dem Dach der IBH bildet sich aktuell ein länderübergreifendes Expertennetzwerk der Universitäten Basel, Konstanz und Zürich zur Erschließung und Optimierung zeitgemäßer virtueller Formate der Wissenschaftskommunikation. Im Rahmen des Projektes „Virtuelle Wissenschaftskommunikation als Brücke zwischen Hochschulen und Gesellschaft“, das von der IBH in der Förderlinie „Wissenskommunikation und -transfer“ gefördert wird, erarbeiten die drei Universitäten neue Strategien zur virtuellen Wissenschaftskommunikation und innovative Kommunikationswege, die der Öffentlichkeit einen barrierefreien Zugang zu Wissen und aktuellen Forschungsergebnissen bieten.

„Wir sind überzeugt, dass innovative Formate insbesondere durch die vernetzte Expertise von Hochschulen entstehen. Wenn diese Ideen nicht nur den Projektpartnern, sondern für Hochschulen frei zugänglich gemacht werden, kann eine hohe Hebelwirkung des Projekts entstehen“, freut sich Alexandra Hassler, die das Projekt seitens der IBH betreut.

Das universitäre Expertennetzwerk arbeitet praxisnah und steht in engem Austausch mit Partnern aus Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft. Ziel ist die Schaffung einer „Toolbox“ an virtuellen Kommunikationsformaten, die allen Hochschulen und interessierten Einrichtungen in Deutschland und der Schweiz frei zur Verfügung gestellt wird. Aus Best-Practice-Erfahrungen heraus und mit neuen Ideen für geeignete virtuelle Kommunikationswege möchten die drei Universitäten Handlungsempfehlungen für die Planung, Nutzung und Rezeption von virtuellen Formaten der Wissenschaftskommunikation bereitstellen. Die Ergebnisse des zunächst sechzehnmonatigen Projektes sollen neue und zeitgemäße virtuelle Grundlagen für einen nachhaltigen, wechselseitigen Dialog zwischen Hochschulen und Gesellschaft schaffen.